Regina Haberfellner erforscht Modelle zur Krisenprävention in KMUs

Regina Haberfellner erforscht Modelle zur Krisenprävention in KMUs

Mag. Regina Haberfellner ist Soziologin und arbeitet am Aufbau von Unterstützungsstrukturen zur Krisenprävention und -bewältigung in kleinen Unternehmen.

Außerdem begann sie bereits in den 1990er Jahren mit umfassenden Forschungsarbeiten zur Situation von selbständigen Migranten und Migrantinnen in Österreich.

Auftraggeber sind von Mag. Regina Haberfellner sind öffentliche Körperschaften (Kammern, AMS, …), Forschungseinrichtungen und die Europäische Kommission (Generaldirektion Unternehmen und Industrie).

Seit 2003 ist Mag. Regina Haberfellner als Unternehmensberaterin tätig und betreibt im Internet eine Plattform zur Krisenprävention und -bewältigung für kleine Unternehmen.

Link: www.unternehmer-in-not.at

Diese Plattform wendet sich an Gründungsinteressierte, sowie an aktive Selbständige in KMU. Sie will Selbständige für potenzielle Risiken und Krisen sensibilisieren und bietet auch jenen, die sich aktuell in einer existenzgefährdenden Lage befinden, nützliche Tipps und Hinweise.

Kontakt: www.soll-und-haberfellner.at

Lesen Sie hier unsere Fragen und die Antworten von Regina Haberfellner zu ihrem Unternehmen und ihrer Geschäfts- und Lebensphilosophie.

Ein paar Fragen zum Unternehmen:

Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen und warum kommen die Kunden zu Ihnen?

Ich führe wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Umsetzung zusammen. Dabei konzentriere ich mich auf Nischenthemen wie z.B die selbständige Erwerbstätigkeit von ImmigrantInnen oder die Krisenintervention in KMU. Zu diesen Themen kann ich wissenschaftlich arbeiten, Entscheider beraten, konkrete Service- oder Informationsprojekte konzipieren und aufbauen, sowie Workshops und Vorträge anbieten.

War die Gründung Ihres Unternehmens lange geplant oder spontaner Entschluß?

Ich wusste immer, dass ich noch ein eigenes Unternehmen gründen würde. Ich habe aber nicht gezielt auf einen bestimmten Zeitpunkt hingearbeitet. Eines Tages war einfach die Zeit reif dafür, alle Faktoren passten zusammen und ich dachte mir „Worauf willst du jetzt noch warten?“

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in 3 Jahren?

Die Online-Plattform www.unternehmer-in-not.at hat enormes Potenzial, das ich bislang erst zu einem geringen Teil ausgeschöpft habe. Die Entwicklung neuer Services und Produkte für die Plattform steht damit an erster Stelle. Mit dem Aufbau einer Liste von nachweislich qualifizierten Sanierungsberatern und von Rechtsanwälten, die auf Unternehmenssanierung und Insolvenzrecht spezialisiert sind, wurde bereits ein erster Schritt in diese Richtung gesetzt.

In drei Jahren wird jeder Unternehmer und jede Unternehmerin über www.unternehmer-in-not.at die richtige Hilfe finden um sein Unternehmen und seine Existenz retten zu können oder zumindest einen schadensminimierenden Ausstieg aus der Selbständigkeit zu schaffen.

Haben Sie Erfahrungen mit Kooperationen und Networks – wenn ja, welche?

„Vereinsmeierei“ liegt mir grundsätzlich nicht besonders, Netzwerke mit formellen Mitgliedschaften spielen bei mir eine untergeordnete Rolle. Meine Kooperationen und Netzwerke sind überwiegend themenbezogen und mir ist die Vielfalt genauso wichtig wie die Dauerhaftigkeit. Gerade der Austausch mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Ländern bringt mir immer wieder wertvolle Inputs und Sichtweisen, das bereichert meine Arbeit sehr.

Und was (oder welche) können Sie anderen Unternehmerinnen empfehlen?

Meiner Erfahrung nach zählt nicht so sehr die Anzahl der Kontakte, sondern die Qualität der Kontakte. Die Qualität definiert sich über den gegenseitigen Nutzen, die Dauerhaftigkeit und die Vielfältigkeit. Ich muss mir also auch im Klaren darüber sein, was ich von meinen Netzwerken erwarte und was die anderen Mitglieder des Netzwerkes von mir erwarten können.

Welchen Ratschlag würden sie einer Unternehmensgründerin mit auf den Weg geben?

Mein Buch „Gründerlust statt Gründerfrust“ zu lesen 😉

Persönliche Fragen

Verraten Sie uns Ihren Leitsatz oder Lebensmotto, und/oder haben Sie ein Vorbild?

Ich habe keinen bestimmten Leitsatz. Es gibt viele kluge Sprüche und viele Menschen, von denen man lernen kann und das tue ich auch immer wieder. Die Herausforderungen in meinem Leben unterscheiden sich jedoch von Tag zu Tag und ich will nicht mit einem starren Schema reagieren. Letztlich bedeutet Selbständigkeit auch, seinen eigenen Weg zu finden.

Ein Seminar, von dem Sie besonders profitiert haben?

Ein Seminar zu effektiver Pressearbeit von Christa Langheiter hat mir sehr geholfen, die Zugangsweise von JournalistInnen besser zu verstehen.

Haben Sie ein Rezept gegen Stress und wie entspannen Sie am Liebsten?

Mein Rezept gegen Stress ist Planung. Entspannen kann ich mich immer und überall, dafür brauche ich keine besonderen Rahmenbedingungen.

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