Patient:innen-Rekord bei Wiener Innovations-Start-up

Patient:innen-Rekord bei Wiener Innovations-Start-up

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Steigende Auslastung bei Wiener Innovations-Start-up für ambulante Robotik-Therapie

Patient:innen-Rekord bei tech2people

 

Das Wiener Health-Care-Start-up tech2people ist ein österreichweit einzigartiges Therapiezentrum, das robotik-gestützte Physiotherapie ambulant anbietet. Nach coronabedingtem Rückgang der Therapieeinheiten verzeichnete das Start-up, das derzeit noch im Krankenhaus Göttlicher Heiland beheimatet ist, die höchste Auslastung seit Gründung des Unternehmens 2018. Im September wurde der bisherige Höchstwert (aus dem Februar 2020) um fast 15 Prozent überschritten.

 

„Unsere Reha-Einheiten sind mit März 2020 schlagartig eingebrochen. Die hohen Pandemie-Auflagen haben es unserer ohnehin schon sensitiven Zielgruppe kaum noch möglich gemacht, ihre ambulante Therapie bei uns im Zentrum konsequent fortzusetzen. Dies scheint jetzt Vergangenheit zu sein, denn die Therapie-Buchungen zeigen, dass wir in diesem Jahr eine durchschnittliche Auslastung verzeichnen, die um 11 Prozent höher liegt, als vor Corona. Im September haben wir unseren Rekordwert sogar um fast 15 Prozent überschritten“, freut sich Gregor Demblin, der als Querschnittgelähmter selbst den Bedarf an diesem ambulanten Angebot allzu gut kennt.

 

Flagship-Roboter „Exoskelett“ hat sich verdreifacht

Die gute Nachfrage nach den robotik-gestützten Therapie-Einheiten hatte zur Folge, dass tech2people mittlerweile stolzer Besitzer des 3. (!) Exoskeletts ist, ein EUR 150.000 teures Gerät, das – an den Körper angelegt – Menschen mit Querschnittlähmung ermöglicht, ein Gehtraining zu absolvieren und durch das regelmäßige Aufrichten die inneren Organe entlastet. „Nichts am menschlichen Körper ist auf ganztägiges Sitzen ausgerichtet“, weiß Demblin aus eigener Erfahrung. „Ist man durch eine Lähmung dazu gezwungen, entstehen durch die Bewegungslosigkeit viele Folgeerkrankungen, wie Osteoporose oder Probleme mit dem Verdauungstrakt. Das regelmäßige ambulante Training kann hier – zusätzlich zum eigentlichen Rehabilitationseffekt – extrem viel bewirken“, so der Gründer von tech2people.

Aber auch in anderen Bereichen baut tech2people weiterhin die Therapieangebote aus. So sind mittlerweile ambulante Schulter-, Hand-, Arm- und Bein-Rehabilitationen mit speziell dafür entwickelten Robotern Teil der Ausstattung.

„Wir sind erst am Anfang. Derzeit planen wir gerade in der Seestadt eines der modernsten Therapiezentren für Neurorehabilitation und Physiotherapie in ganz Europa. Hier investieren wir insgesamt 3,6 Millionen“, so Demblin. Die Eröffnung ist für Frühling 2023 geplant.

Alle Infos zu den Therapien gibt es online unter www.tech2people.at

 

 www.tech2people.at

 

Über tech2people:

Das Start-up tech2people wurde in Wien im Jahr 2018 von Gregor Demblin, Michael Seitlinger und Dennis Veit gegründet. Demblin, der selbst seit 1995 querschnittgelähmt ist, holte sich 2017 ein Exoskelett aus Deutschland, das ihm nach fast 25 Jahren im Rollstuhl ermöglichte, wieder aufrecht zu gehen. Gemeinsam mit Seitlinger und Veit startete er daraufhin mit tech2people ein einzigartiges, ambulantes, robotikgestütztes Neuro-Therapiezentrum in Österreich und ermöglicht dank Sponsoren Patient:innen mit Querschnittlähmung, MS oder nach einem Schlaganfall die ambulante Physiotherapie mit den rund EUR 150.000 teuren Exoskeletten und anderen robotischen Therapiegeräten zum leistbaren Stunden-Tarif.

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