Höllinger investiert Millionenbetrag in Digitalisierung

Höllinger investiert Millionenbetrag in Digitalisierung

Foto: “Gerhard Höllinger, Unternehmensgründer und Geschäftsführer ” / Fotocredit: © Foto Fischer / Quelle: © Höllinger

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Ausbau des Online-Shops und Automatisierung interner Prozesse

 

Während sich große österreichische Lebensmittelhändler, wie Billa und Spar, zuletzt schrittweise aus dem Online-Geschäft zurückgezogen und ihre digitalen Aktivitäten deutlich reduziert haben, geht der heimische Produzent Höllinger mit dem strategischen Ausbau des eigenen Webshops bewusst den entgegengesetzten Weg. Ziel ist es, im boomenden E-Commerce-Markt unabhängiger von dominierenden internationalen Plattformen, wie Amazon, zu bleiben und dennoch den immer wichtiger werdenden digitalen Vertriebskanal konsequent zu nutzen.

Damit setzt Höllinger ein klares Zeichen für die Bedeutung eines starken, eigenständigen digitalen Vertriebs. Denn während sich heimische Anbieter zurückziehen, gewinnen internationale Konzerne weiter an Marktmacht und -kontrolle – Wertschöpfung, die vielfach nicht der regionalen Wirtschaft zugutekommt.

Online-Shop als strategische Drehscheibe

Eine zentrale Rolle in der Digitalstrategie spielt der eigene Onlineshop, der mittlerweile die Schwelle von 10.000 zufriedenen internationalen Kund:innen überschritten hat. Für Höllinger ist er weit mehr als ein zusätzlicher Vertriebskanal: Er ist die einzige Plattform, auf der das gesamte Sortiment jederzeit und in voller Breite verfügbar ist. Auch dem direkten Austausch mit den Konsument:innen kommt dabei eine besondere Rolle zu.

„Der Onlineshop hat für uns eine besondere Relevanz, weil es nirgends das gesamte Sortiment von Höllinger gibt“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Höllinger. „Der klassische Lebensmittelhandel stößt aufgrund begrenzten Regalplatzes rasch an seine Grenzen. Online hingegen können wir unsere gesamte Produktvielfalt abbilden, unabhängig von Listungen oder Regalmetern.“

Mit dem konsequenten Ausbau des Onlineshops denkt Höllinger bewusst über den heimischen Markt hinaus. Die digitale Infrastruktur schafft die Grundlage, um Kund:innen in ganz Europa direkt zu erreichen. Hierbei handelt es sich um einen Markt von rund 500 Millionen Menschen – das Potenzial ist entsprechend groß.

Automatisierung schafft Freiraum

Parallel zum Ausbau des Onlinegeschäfts treibt Höllinger die Digitalisierung interner Arbeitsabläufe voran. Durch gezielte Automatisierung sollen manuelle, repetitive Tätigkeiten reduziert und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.

„Es geht darum, einfache Prozesse zu automatisieren, damit Menschen Zeit für die wirklich wichtigen Dinge haben“, erklärt Höllinger. „Digitalisierung bedeutet für uns nicht Rationalisierung um jeden Preis, sondern die sinnvolle Nutzung von Kapazitäten.“ Die freiwerdenden zeitlichen Ressourcen der Mitarbeitenden sollen gezielt in Innovationsprojekte, Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Kundenservice fließen.

Fokus auf Software und Technologie

Der Schwerpunkt der Investitionen liegt klar im technischen Bereich. Der größte Anteil der Mittel entfällt nicht auf Marketingmaßnahmen, sondern auf die technologische Weiterentwicklung, konkret die Programmierung und Software.

Investiert wird in skalierbare Shop-Systeme, Prozessautomatisierung, Schnittstellenoptimierung und digitale Infrastruktur. Ziel ist es, Systeme zu schaffen, die langfristig leistungsfähig, effizient und wachstumsfähig sind. Die technologische Basis soll dabei nicht nur heutigen Anforderungen entsprechen, sondern zukünftige Entwicklungen mittragen können.

„Wir sind überzeugt, dass Digitalisierung ein entscheidender Erfolgsfaktor für Produzenten ist, nicht nur im Vertrieb, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, so Gerhard Höllinger. „Wer heute die richtigen technologischen Weichen stellt, schafft sich unternehmerische Freiheit.“

Das gesamte Angebot im Höllinger Online-Shop gibt es unter: hoellinger-juice.at

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