Mit Sensibilisierung am Arbeitsplatz gegen Gewalt an Frauen

Mit Sensibilisierung am Arbeitsplatz gegen Gewalt an Frauen

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Aktionstage Gewalt gegen Frauen 

 

Mit dem heutigen internationalen Tag der Menschenrechte geht die Aktion 16 Tage gegen Gewalt an Frauen zu Ende. In dem Aktionszeitraum wurde anhand von Veranstaltungen und Aktionen das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen thematisiert und Bewusstsein dafür geschaffen, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen als fundamentale Menschenrechtsverletzung gilt.

In Österreich ist jede dritte Frau von körperlicher und/oder sexueller Gewalt innerhalb oder außerhalb von intimen Beziehungen (erlebt ab dem Alter von 15 Jahren) betroffen – laut Statistik Austria sind das nahezu 35% der weiblichen Bevölkerung. Monatlich werden in Österreich etwa drei Frauen ermordet. Im Jahr 2024 gab es laut Medienberichten bis dato 27 Femizide und 41 Fälle schwerer Gewalt an Frauen (Stand: 02.12.2024).

Zudem erfährt jede vierte erwerbstätige Frau eine Form von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz (Statistik Austria, 2021). Diese häufige Form von Gewalt gegenüber Frauen ist struktureller Ausdruck von ungleichen Machtverhältnissen und Verhaltensweisen, bei denen man zur Veränderung ansetzen muss. Doch was können Unternehmen dafür tun?

 

Sensibilisierungsworkshops für eine sichere Arbeitsumgebung für alle

Das geförderte Programm „100 Prozent Gleichstellung zahlt sich aus“ unterstützt Unternehmen dabei, professionelle Strukturen aufzubauen und Kompetenzen zu verankern, die zur nachhaltigen Umsetzung von Gleichstellung beitragen. Ergänzend können im Rahmen des Programms auch weibliche Mitarbeiterinnen zu ihrer persönlichen Weiterentwicklung im Unternehmen gecoacht werden.

Zum Angebot gehören zudem sogenannte Sensibilisierungsworkshops für Beschäftigte aller Geschlechter: Hier geben Expert*innen der Belegschaft oder ausgewählten Zielgruppen Impulse, sich mit einer möglichen abwertenden oder gar diskriminierenden Kommunikationskultur auseinanderzusetzen, sich in die Betroffenen hineinzuversetzen und gemeinsam gegenzusteuern. Darüber hinaus lernen Beschäftigte und Führungskräfte, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu erkennen, aktiv dagegen vorzugehen und wirksame Schutzmaßnahmen für Frauen und Minderheiten umzusetzen.

„Wir erleben immer wieder, wie wertvoll diese Workshops für alle Beteiligten im Unternehmen sind. Häufig ist den Personen ein Fehlverhalten gar nicht bewusst oder wir hören Aussagen wie ‘Die Frauen bei uns wissen schon, dass wir nur Spaß machen.’ Daher ist die Sensibilisierung so wichtig, um zunächst ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass bestimmtes Verhalten am Arbeitsplatz nicht in Ordnung ist. Interaktive Methoden helfen dabei, sich besser in die Situation von anderen hineinversetzen zu können und am eigenen Leib zu spüren, wie sich Gewalt oder Diskriminierung am Arbeitsplatz anfühlt.“, so Regionalleitung Elisabeth Hornberger.

 

„Das Beratungsangebot ist für Unternehmen kostenfrei und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) finanziert.“

Weiterführende Informationen zu Beratungsinhalten und Ansprechpersonen in Ihrer Region unter:

www.100-prozent.at.

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