„Die Nachfrage im Projektmanagement steigt exorbitant!“ – Ein Kommentar von Sidra Sammi

„Die Nachfrage im Projektmanagement steigt exorbitant!“ – Ein Kommentar von Sidra Sammi

Foto, Fotocredit & Quelle: © Sidra Sammi

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Warum Professionalisierung unverzichtbar ist und Unternehmen in der Personalentwicklung den Wert der Investition erkennen müssen

 

Die Komplexität und Dynamik des Marktes machen es deutlich: Die Wirtschaft erlebt einen tiefgreifenden Wandel hin zu projektbasierten Arbeitsweisen. Damit steigt auch die Nachfrage nach Projektmanagerinnen/-managern sowie den verschiedenen Rollen im Projektumfeld exorbitant an. Unternehmen, die diese Entwicklung nicht ernst nehmen, ignorieren oder verschlafen, werden sich in den kommenden Jahren schwertun, mit den Entwicklungen Schritt zu halten – oder sogar untergehen.

 

Schnelle technologische Entwicklungen, der präsente Fachkräftemangel und ein intensiver globaler Wettbewerb wirken wie Brandbeschleuniger. Zahlreiche Insolvenzen und in finanzielle Schieflage geratene namhafte Firmen sind der Beweis dafür. Unternehmen kommen heute an einer kontinuierlichen Prozessoptimierung ebenso wenig vorbei wie an einer effizienten Nutzung von Ressourcen, ob bezüglich Budgets, Zeit, Material oder Menschen, die all das durch ihr tägliches engagiertes Tun zusammenhalten. Betrachtet man die Entwicklung der Arbeitsweise, hinsichtlich New Work, Agilität und unter Berücksichtigung des wachsenden Einflusses von künstlicher Intelligenz, erweist sich ein Vorgehen immer deutlicher als Schlüsselfaktor: Projektmanagement mit seinen vielfältigen Methoden ermöglicht eine flexible und damit zukunftsfähige Arbeitskultur. Gut, wer hier bereits entsprechendes Know-how besitzt!

Im Projektmanagement sehr bekannt und sicher am umfassendsten ist PRINCE2 (Projects In Controlled Environments), ein strukturierter Ansatz, der Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse klar definiert. Die Methode wird oft für komplexe und umfangreiche Projekte eingesetzt und bietet eine klare Roadmap von der Initiierung bis zur Abschlussphase. Scrum, eine agile Projektmanagement-Methode, die sich durch kurze Iterationen, sogenannte Sprints, und eine enge Zusammenarbeit im Team auszeichnet, ermöglicht eine flexible Anpassung an sich ändernde Anforderungen und fördert die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsergebnisse. Auch die agile Methode Kanban konzentriert sich auf die Visualisierung und Optimierung von Arbeitsabläufen. Durch die Verwendung gleichnamiger Boards können Teams den Fortschritt ihrer Arbeit transparent machen und Engpässe identifizieren, um einen kontinuierlichen Arbeitsfluss zu gewährleisten. PRINCE2 Agile kombiniert schließlich die Struktur von PRINCE2 mit den agilen Prinzipien, um eine flexible und anpassungsfähige Lösung zu bieten. Diese Methode ermöglicht es Unternehmen, das Beste aus beiden Welten zu nutzen und ihre Projekte effizienter zu gestalten.

 

Methodenvielfalt und Weiterbildungsauftrag

Eine Aufgabe, der sich Unternehmen nun stellen müssen, ist zum einen die Wahl der „richtigen“ (sprich zum jeweiligen Unternehmen sowie der Aufgabe passenden) Methode. Das fällt nicht leicht im Dschungel der klassischen, hybriden und agilen Projektmanagementansätze. Zum anderen geht es in der Personalentwicklung vor allem darum, den Paradigmenwechsel von Kosten zu Investitionen zu vollziehen. Es geht also nicht um kurzfristige Budgets, die belasten, sondern um sinnvolle Etats, die langfristige positive Auswirkungen für und auf das Unternehmen haben.

Es ist unbestreitbar, dass nur gut ausgebildete Mitarbeitende in der Lage sind, ihre Aufgaben – ob fachlich oder hinsichtlich wichtiger Soft Skills – effektiv und effizient zu erledigen. Schulungen helfen dabei, Fähigkeiten und Kenntnisse kontinuierlich zu verbessern und flexibel auf sich ständig ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren, was eine hohe Arbeitsqualität sicherstellt. Außerdem fühlen sich Mitarbeitende, die Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung und beruflichen Weiterbildung erhalten, wertgeschätzt, was zu einer höheren Mitarbeitendenbindung/-motivation führt. Unternehmen, die in die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden investieren, fördern eine Kultur der Innovation und des lebenslangen Lernens. Mitarbeitende sind dann besser in der Lage, neue Ideen zu generieren, Probleme zu lösen und sich an neue Herausforderungen anzupassen, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärkt. Schließlich sind Unternehmen, die sich für die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden engagieren, attraktiver für neue Talente. Potenzielle Fachkräfte sehen die Investition als Zeichen dafür, dass das Unternehmen an der Förderung individueller Karrieren interessiert ist.

 

Projektifizierung stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen

Zugleich bietet diese Entwicklung aber auch Chancen, die Stärken der deutschen Wirtschaft wieder neu auf- und auszubauen. Vor allem die Präsenz des Mittelstands und eine hoch entwickelte Industrie, eine stabile Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte sind Punkte, die uns immer noch auszeichnen. Forcieren wir diese Themen, machen sie uns in Zeiten globaler Herausforderungen resilient und wir sind zukunftsfähig. Teil dieser Transformation ist und bleibt die Projektifizierung als Antwort auf die steigende Komplexität in der Geschäftswelt sowie die Notwendigkeit einer agileren und flexibleren Arbeitskultur. Wichtige Erkenntnisse über den Paradigmenwechsel liefert die wegweisende Studie „Projektifizierung 2.0“ der Gesellschaft für Projektmanagement (GPM)[1].

Die wachsende Notwendigkeit für Expertise im Management komplexer Projekte geht einher mit der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Projektmanagement-Professionals. Beides ist ebenso offensichtlich wie nachvollziehbar. Nur so lassen sich die Herausforderungen unserer Zeit lösen. Entsprechend lautet das Gebot der Stunde für Unternehmen: Mitarbeitende formal zu qualifizieren, Fachkräfte zu zertifizieren und Führungskräfte dabei zu unterstützen, sich Soft Skills anzueignen, die es ermöglichen, das Ganze gemeinsam zum Erfolg zu führen. Effektives Projektmanagement ist heute mehr denn je entscheidend für das Erreichen strategischer Ziele und den Erfolg jedes Unternehmens.

 

 

[1] https://www.gpm-ipma.de/ueber-die-gpm/aktuelles/detail/ergebnisse-der-studie-projektifizierung-20-1-1

 

Sidra Sammi ist seit 2022 bei der ILX Group für die Geschäftsentwicklung DACH verantwortlich. Ihre Stärke liegt im Identifizieren spezifischer Herausforderungen in Organisationen und der Präsentation maßgeschneiderter Lösungen für Unternehmen, die Best-Practice-Methoden wie PRINCE2, ITIL und PRINCE2 Agile nutzen.

 

www.ilxgroup.com/eur

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