Carsten Tergast – Die Schule brennt

Carsten Tergast – Die Schule brennt

Foto: “Buchcover “Die Schule brennt” von Carsten Tergast” / Fotocredit & Quelle: © Ecowin Verlag

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Ein Lehrer sucht Auswege aus einem kaputten System

Erscheint am 26. August 2021

 „So wie die Medizin mit der Entdeckung der Psychosomatik erst nach und nach verstanden hat, dass physische und psychische Gesundheit immer Hand in Hand gehen, so werden auch die Akteure im Bildungswesen verstehen müssen, dass dieses nur gesunden kann, wenn an verschiedenen Stellschrauben gleichzeitig gedreht wird und die gegenseitige Beeinflussung dabei im Blick bleibt.“

Carsten Tergast

 

 

Was seit vielen Jahren im Schulwesen wie ein Schwelbrand wirkte, ist unter dem Brennglas der Coronakrise zur Flamme geworden, sagt Carsten Tergast. Der ehemalige Lehrer zeigt, wie ein neues, besseres Schulwesen entstehen kann, in dem Bildung wieder eine Zukunft hat.

Die Coronakrise hat die Situation an Deutschlands Schulen besonders in den Fokus gerückt. Doch die Probleme sind nicht neu. Rückstand bei der Digitalisierung, immer mehr Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten, Totschweigen der Probleme. Und schließlich: Lehrkräfte, die wie unter Gefechtsbedingungen arbeiten, mit viel Liebe zum Beruf und pädagogischem Geschick einerseits, stets am Rande des Burn-outs und mit mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung andererseits. Lehrer, Schüler, Eltern, Politiker, Gesellschaft – das Buch schont keinen der Akteure, weiß aber um die Schwierigkeiten, die einer grundlegenden Reform des Bildungswesens im Wege stehen.

Carsten Tergast zeigt deutlich, warum ein paar halbherzige Reförmchen nicht reichen, um Deutschlands Bildungssystem auf einen guten Pfad zu bringen. Anhand vieler Fallbeispiele und Analysen zeigt er auf, was Politik und Schulen tun müssen, um Schülern effektives Lernen und Lehrern einen freudvollen Job zu ermöglichen.

 

 

Zum Autor:

Carsten Tergast, geboren 1973, studierte Germanistik und Medienwissenschaft. Er arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Journalist und Buchautor und sammelte zwischenzeitig Erfahrungen als Lehrer für die Fächer Deutsch, Geschichte und Geschichtlich-Soziale Weltkunde an einer Oberschule in Norddeutschland. Zuletzt hat der Vater zweier Kinder zusammen mit Susanne Schnieder in dem Buch „Die Herrschaft der Rotzlöffel“ bei Ecowin das deutsche Kitasystem unter die Lupe genommen.

 

 

Carsten Tergast

Die Schule brennt

Ein Lehrer sucht Auswege aus einem kaputten System

Ecowin Verlag

Format: 14,5 x 21 cm, ca. 200 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-7110-0290-7

24,00 EUR | 33,90 CHF (UVP)

Auch als E-Book erhältlich.

 

 

Einblicke ins Inhaltsverzeichnis:

  • Die Schule brennt – wer löscht?
  • Verbindungen herstellen: Die zentralen Problemfelder
  • Lehrer, Schüler und Eltern. Triumvirat des Grauens und Hoffnung für die Zukunft von Schule
  • Was soll und kann ein Lehrer eigentlich leisten? Und was braucht er dafür?
  • Wenn Schule krank macht – Das unterschätzte Thema Lehrergesundheit
  • Ziffer oder Text? Dauerbrenner Notengebung
  • Tabuthema Gewalt – Schüler gegen Schüler, Schüler gegen Lehrer, jeder gegen jeden?
  • Reizthema Migration – Brandbeschleuniger und Sprengstoff
  • Eltern – Fluch und Segen für die Schule
  • Digitalisierung – Wie der Hype um Tablet und Co. Eltern und Lehrern ein schlechtes Gewissen verschafft. Und warum wir das Digitale trotzdem brauchen
  • Schule neu denken – jenseits von Politik und Ideologie

 

 

 

Carsten Tergasts Thesen zum System Schule:

 

These 1: Digitalisierung allein ist nicht die Lösung aller Probleme. Es gibt viele Stellschrauben, an welchen ordentlich gedreht werden muss.

Die Diskussion über Schule erschöpft sich zu oft in der Fokussierung auf Einzelthemen. In den letzten Jahren war das vor allem das Thema Digitalisierung, durch Corona noch mal forciert. Echte Veränderungen am System Schule sind jedoch nur möglich, wenn wir alle Problemfelder zusammendenken und in ihrer Abhängigkeit voneinander anerkennen. Dazu gehört die Digitalisierung genauso wie die massiven Veränderungen im Verhalten von Schülern, Lehrern und Eltern. Außerdem der bauliche Zustand der Schulen und die ständige Veränderung pädagogischer Moden und Konzepte, die langfristig angelegte Schulkonzepte immer wieder torpedieren.

 

 

These 2: Lehrer, Schüler, Eltern – alle Akteure des Systems müssen zusammen arbeiten, nicht gegeneinander.

Wir haben die Hauptakteure des Systems zu wenig im Blick: Schüler, Lehrer und auch Eltern. Dieser Dreiklang beeinflusst alles, was mit Schule zu tun hat. Brandherde sind erhebliche Verhaltensveränderungen bei Schülern, ständige Überlastung und dadurch bspw. Burn-Out-Gefahr bei Lehrern sowie die Haltung von Eltern zu ihren Kindern und zum System Schule. Alle drei Brandherde fachen sich ständig gegenseitig an und sorgen dafür, dass es im ganzen System lichterloh brennt. Bessere digitale Strukturen und erhebliche Verbesserungen bspw. der baulichen Substanz von Schulen sind dringend notwendig, nutzen jedoch wenig, wenn man die Probleme in der Interaktion der genannten Akteure nicht beachtet.

 

 

These 3: Mehr Bildung statt Erziehung für eigenständiges Handeln!

Wir sprechen zu viel über Erziehung in der Schule und zu wenig über Bildung. Zu viel über Haltung und Meinung und zu wenig darüber, wie wir es schaffen, Schülern die Fähigkeit zu vermitteln, eine eigene Haltung und Meinung zu entwickeln. Schule läuft Gefahr, zum Handlanger politischer und ideologischer Ziele zu werden. Sie sollte sich jedoch dem Neutralitätsprinzip verpflichtet fühlen und den Schülern alle Möglichkeiten an die Hand geben, eigenständig und unabhängig denken und entscheiden zu können. Dafür ist eine Fokussierung auf einen Bildungsbegriff notwendig, bei dem Schule einerseits notwendiges Faktenwissen vermittelt und andererseits die Fähigkeit trainiert, ganzheitlich zu denken, also Fakten miteinander zu verbinden und aus diesem Wissen Schlüsse zu ziehen.

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