FH Campus Wien: 2016 startet Studium Nachhaltiges Ressourcenmanagement
Schwerpunkt auf Verpackungs- und Lebensmittelhersteller, chemische Industrie sowie Handelsunternehmen
Das Bachelorstudium Nachhaltiges Ressourcenmanagement ist – vorbehaltlich der Genehmigung durch die entsprechenden Gremien – ein innovatives und interdisziplinäres Angebot der FH Campus Wien am Standort Vienna Biocenter. Primäres Ausbildungsziel des berufsbegleitenden und praxisnahen Studiums ist es, organisationsübergreifende Wertschöpfungsketten in Unternehmen, von der Produktentwicklung bis zum Recycling, nachhaltig zu optimieren. Branchenspezifika der Verpackung- und LebensmittelherstellerInnen, der chemischen Industrie sowie von Handelsunternehmen werden schwerpunktmäßig thematisiert. Zusätzlich orientiert sich das Studium am Bedarf von öffentlichen Einrichtungen wie Gemeinden.
www.fh-campuswien.ac.at/nrm_b
Das praxisnahe Studium bildet dafür aus, Produkte und Prozesse nachhaltig zu gestalten und so aufeinander abzustimmen, dass Ressourcen in der gesamten Wertschöpfungskette schonend verwendet und Abfälle möglichst vermieden oder als Wertstoffe produktiv eingesetzt werden. Das Curriculum wurde von der FH Campus Wien gemeinsam mit Unternehmen der Abfallwirtschaft sowie produzierenden Unternehmen und Behörden entwickelt, um deren wachsenden Bedarf zu decken. “Klimawandel, Ressourcenverknappung, Müllentsorgung bzw. -vermeidung und eine damit verbundene strenger werdende Umweltgesetzgebung – vor diesem Hintergrund hat die Praxis ein starkes Interesse an den zukünftigen GeneralistInnen als Fach- und Führungskräfte. Anders als in Großunternehmen benötigen gerade KMUs, die keine eigenen Abteilungen für Abfallrecht, Ressourcenoptimierung und Produktentwicklung haben, MitarbeiterInnen, die diese Expertise in einer Person bündeln,” so Studiengangsleiter Manfred Tacker.
Technik-Naturwissenschaften in Kombination mit Wirtschaft und Umweltrecht
“Methoden der Ressourcenentwicklung”, “Recht und Qualitätsmanagement”, “Management” und “Branchenspezifische Ressourcenentwicklung” sind die curricularen Themenschwerpunkte des Studiums, das im FH-Department Applied Life Sciences angesiedelt ist. Erneuerbare Ressourcen spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der Blick auf das Gesamtsystem. Im Zentrum stehen ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen von Nachhaltigkeit. Studierende lernen den gesamten Lebenszyklus eines Produktes miteinzubeziehen, von der Entwicklung über die Produktion bis zu Vertrieb und Entsorgung. Dafür erhalten sie neben technisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen das Methodeninstrumentarium des Ressourcenmanagements und eine fundierte wirtschaftliche Ausbildung. Auf dieser Basis können sie Wirtschaftlichkeitsanalysen durchführen und Abläufe optimieren. Ein hoher Stellenwert kommt dem Umweltrecht zu, da die rechtlichen Rahmenbedingungen häufig Treiber für Produktumstellungen in Unternehmen sind.
Green Jobs – viel mehr als Abfallentsorgung
Nachhaltiges Ressourcenmanagement ist die Kernaufgabe von Abfallwirtschaftsunternehmen. Mit dem bisher auf dem Markt fehlenden Ausbildungsprofil sind AbsolventInnen als Nachwuchsführungskräfte für Ressourcenmanagement und Abfallentsorgung sowie als FachexpertInnen für Entsorgungskonzepte, Stoffstrommanagement und Ressourcenoptimierung optimal einsetzbar. In der produzierenden Wirtschaft sind sie mit ihrem fächerübergreifenden Know-how für Herausforderungen in der Produktentwicklung, im Produktmanagement, in der Produktion sowie für eine Stabsstelle für Ressourcenoptimierung und Abfallentsorgung qualifiziert. Mit dieser Expertise können sie Projektverantwortung für die Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit bei Produktneuentwicklungen übernehmen und das betriebliche Umweltmanagementsystem überwachen. In das mögliche berufliche Portfolio fallen die Funktion des Abfallbeauftragten ebenso wie die Implementierung und Überwachung des betrieblichen Abfallmanagementsystems. Wichtige Tätigkeitsfelder finden sich als FachexpertInnen im Ein- und Verkauf sowie in der Logistik. Zu den typischen Aufgabenbereichen in Dienstleistungsunternehmen wie technischen Büros oder forschungsnahen Unternehmen zählen kundenspezifische Projekte zur Ressourcenoptimierung, Life-Cycle-Analysen, Nachhaltigkeitsberichte, Umweltmanagementsysteme und Abfallwirtschaftskonzepte. Diese Dienstleistungen können auch als selbständige Consulter angeboten werden.
FH Campus Wien
Mit rund 5.400 Studierenden ist die FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheit, Public Sector, Soziales und Technik steht ein Angebot von über 50 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Masterlehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl:
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Die FH Campus Wien besitzt vier Standorte in Wien und drei Kooperationsstandorte der Vinzenz-Gruppe in Wien, Linz und Ried. Im Herbst 2015 sind zwei weitere FH-Studienstandorte an Einrichtungen des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) hinzugekommen. Ausbildungskooperationen bestehen mit dem Wiener KAV, der Vinzenz Gruppe, dem Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium für Finanzen. Zum großen Netzwerk der FH Campus Wien zählen rund 150 in- und ausländische Universitäten und Hochschulen sowie Industriebetriebe, Unternehmen, Verbände, öffentliche Einrichtungen und Schulen. F&E-Projekte der Studiengänge und externe Auftragsforschung werden über eigene Forschungsgesellschaften abgewickelt. Darüber hinaus belegen anerkannte Zertifizierungen die hohen Standards im Qualitätsmanagement der Hochschule:
FH Campus Wien
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Quelle: www.ots.at
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