Rehaklinik Kokon: Weiterbildung wirkt!

Rehaklinik Kokon: Weiterbildung wirkt!

Foto: “Ambitioniert: Rehaklinik-Mitarbeiterin Alexandra Rubel konnte sich im Rahmen der FAIR PLUS SERVICE-Unternehmensberatung von der Reinigungskraft zur Reinigungsleiterin qualifizieren.” / Fotocredit: © ÖSB Gruppe, Studio Fabian Holl / Quelle: ABZ*AUSTRIA

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Von der Reinigung zur Führungskraft durch gezieltes Empowerment

 

FairPlusService ermutigt Frauen zum Aufstieg.

FairPlusService, finanziert vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Bundesministerium für Arbeit (BMA), berät österreichweit bis zu 60 Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen im Niedriglohnbereich, zu dem auch die Gesundheitsbranche zählt. Das Projekt, das von ÖSB Consulting, ABZ*AUSTRIA und update Training umgesetzt wird, will zum einen das Bewusstsein der Unternehmensführung für Gleichstellung im Betrieb schärfen, zum anderen Mitarbeiterinnen mit formal geringer Qualifikation zu gezielter Weiterbildung ermutigen.


Beides hat in der Rehaklinik Kokon für Kinder und Jugendliche in Bad Erlach, Industrieviertel Süd (134 Mitarbeiter*innen, 107 Frauen, davon 16 geringqualifiziert beschäftigt) wunderbar funktioniert.

Gerade im Niedriglohnsektor war Weiterbildung bislang kaum Thema, daher konnte FairPlusService hier neue Impulse setzen. Vor allem das Kompakt-Training „Erfolgreich kommunizieren“ wurde sehr gut angenommen, wobei in erster Linie der passende Umgang mit anspruchsvollen Klient*innen geübt wurde. Professionelles Beschwerdemanagement, Teambuilding und Teamverständnis waren ebenfalls Teil des Workshops, der auch zur Vernetzung motivierte.

 

Alexandra Rubel: Ambitionierter Karrieresprung

Zudem ist es gelungen, eine engagierte Reinigungskraft durch Weiterbildung und Empowerment im Unternehmen als Teamleiterin zu qualifizieren.

„Ich hatte schon auch den Wunsch nach einer Leitungsfunktion“, erzählt die Angestellte, die ihre Chance im FairPlusService-Einzelcoaching genutzt hat, „aber den Mut für die Umsetzung fand ich erst durch FairPlusService.“

„Wir unterstützen dabei, formal niedrig qualifizierte Frauen intern als Führungskräfte aufzubauen und bei ihren ersten verantwortungsvollen Schritten zu begleiten,“ erklärt Bettina Taranetz, organisatorische Projektleiterin und Regionalkoordinatorin (ÖSB-Consulting), die Projekt-strategie.

So wurden Kompetenzen und Aufgabengebiete systematisch erfasst, ein Weiterbildungsplan erstellt und die neue Reinigungsleitung in Einzelcoachings an ihre Aufgabe herangeführt.

Wir haben die Position jetzt fix intern besetzt und sind sehr froh darüber. Das Coaching für unsere Mitarbeiterin war eine große Unterstützung“, zeigt sich auch Christian Gattringer, Kaufmännischer Direktor von Kokon, sehr erfreut.

Was Alexandra Rubel persönlich selbst noch für wichtig hält?

„Ein gutes Betriebsklima, Weitblick und Achtsamkeit – also Arbeit auf Augenhöhe. Das heißt: Wir grüßen einander alle, wir tragen, auch ich als Teamleiterin, die gleiche Kleidung und geben einfach aufeinander acht.“

 

Unternehmen profitieren ebenfalls

Aber nicht nur weibliche Beschäftigte, auch die Führungsebene, zieht aus FairPlusService Gewinn, indem sie in ihrer Arbeitgeber*innenkompetenz gestärkt wird.

Die Idee, Frauen und ihre Qualifikationen zu fördern, hätte das Unternehmen überhaupt erst dazu bewogen, am Projekt teilzunehmen, so Karin Baumgartner, Pflegedirektorin der Klinik. Auch dem modulartigen Aufbau der Beratung und der gemeinsamen Erarbeitung von Themen konnte sie viel abgewinnen.

Wobei FairPlusService noch unterstützen konnte? „Vor allem in der Kommunikation mit anderen Berufsgruppen des Hauses, im Hinblick auf gemeinsame Besprechungen in der Führungsebene. Diese haben gelernt, sich selbst zu organisieren und interdisziplinär zu denken.“ Im Zuge des Projekts hätte man viel über die eigene Organisationsstruktur erfahren.

„Die gewonnenen Erkenntnisse in puncto Personalrecruiting, Mitarbeiter*innenzufriedenheit und Mitarbeiter*innenbindung sollen auf jeden Fall in unsere weiteren Überlegungen und Maßnahmen einfließen“, betont Baumgartner. Würde sie FairPlusService weiterempfehlen? „Ja, für Unternehmen ist das sicher sehr hilfreich und informativ.“

Das Beispiel zeigt deutlich, dass eine fundierte, gleichstellungsorientierte Unternehmens-beratung den Grundstein legen kann, um nachhaltige Förder- und Weiterbildungsstrategien für Frauen im Betrieb zu etablieren. Letztlich hilft es aber auch den Unternehmen selbst, wenn Zufriedenheit und Leistung der Mitarbeiterinnen steigen, die Fluktuation und damit auch Kostenfaktoren aber sinken.

FairPlusService: So wirkt Frauenförderung in Unternehmen!

 

Gleichstellung durch Empowerment und kompetente Beratung.

FairPlusService, finanziert vom Europäischem Sozialfonds (ESF) und dem Bundesministerium für Arbeit (BMA), berät Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen im Niedriglohnbereich. Das Programm wird österreichweit für rund 60 Betriebe angeboten, mit Fokus auf die Regionen Arlberg, Salzkammergut, Wien-Nord/Weinviertel und Industrieviertel Süd.

Das von ÖSB Consulting, ABZ*AUSTRIA und update Training umgesetzte Projekt will sowohl das Bewusstsein der Führungsebene für Gleichstellung im Betrieb schärfen als auch Mitarbeiterinnen mit formal geringer Qualifikation zu gezielter Weiterbildung ermutigen. Dabei machen Unternehmensberatung, Mitarbeiterinnen-Coachings und Kompakt-Trainings bislang unentdeckte Potenziale sichtbar und fördern die Entwicklung neuer Berufsperspektiven (bis hin zur Fach- oder Führungskraft) im Unternehmen.

Seit Projektstart (2020) konnten rund 30 Unternehmensberatungen abgeschlossen werden. Ganze Teams im Housekeeping, in der Reinigung, im Gesundheits- und Pflegebereich sowie in Produktion und Handel profitierten von Fachschulungen wie auch von Weiterbildungen zu Sprachkenntnissen, zu Kommunikation und Konfliktmanagement, dem Teambuilding oder den Vorschlägen für eine bessere Vereinbarkeit.

 

Vier Branchen, vier Erfolge!

So konnte im Hotel Hubertushof (Salzburg) im Zuge der FairPlusService-Beratung die dequalifiziert beschäftigte Mitarbeiterin im Zimmerservice Timea Fazekas zur Ausbildung als Buchhalterin ermutigt werden, woraufhin ihr der erfolgreiche Umstieg in die unternehmensinterne Abteilung gelang.

Für die Weiterqualifizierung im Bereich der Reinigung steht wiederum die Rehaklinik „Kokon“ Bad Erlach (NÖ), bei der die ambitionierte bisherige Hilfskraft Alexandra Rubel intern gecoacht und als Reinigungsleiterin qualifiziert werden konnte.

Im Bereich Gesundheit ist das Pflegewohnheim Casa Marienheim (Baden) zu nennen, wo die Hilfskraft Šerifa Nuhanović mit kaum vorhandenen Deutschkenntnissen nicht nur zu weiteren Sprachkursen, sondern auch zur Weiterbildung als Heimhilfe empowert wurde.

Schließlich soll auch die Vorarlberger Produktions- und Handelsfirma Sperger Stoffe (Lustenau) hervorgehoben werden, wo ein diverses Team aus sieben verschiedenen Herkunftsländern von fachlichen Weiterbildungen (Deutsch, digitale Kompetenzen) sowie Kompakt-Trainings im Bereich Kommunikation, Teambuilding und Konfliktmanagement sehr profitierte.

 

Fazit

Die Förderung und Weiterbildung formal geringqualifizierter Frauen im Niedriglohnsektor ist ein wesentliches Ziel von FairPlusService.

In erster Linie angesprochen sind jedoch die Unternehmer*innen, deren Bewusstsein für Gleichstellung und Perspektivenentwicklung im Betrieb geweckt bzw. ausgebaut werden soll.

FairPlusService setzt hier entscheidende Impulse, die ein schrittweises Umdenken bewirken können – nämlich Verantwortung für die Mitarbeiterinnen zu übernehmen, Innovationen zu ermöglichen und systematische Strukturen für Empowerment, Weiterbildung, Vereinbarkeit, Chancengleichheit und gegen den Fachkräftemangel zu schaffen.

Denn letztlich nützt es auch den Unternehmen, wenn Zufriedenheit und Leistung der weiblichen Belegschaft steigen, die Fluktuation und damit Kostenfaktoren aber sinken.

 

 

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