Stadt Wien ermöglicht Volkshochschul-Bildung für alle

Stadt Wien ermöglicht Volkshochschul-Bildung für alle

Mag.a Brigitte Pabst (Verantwortlich für Strategie und Marketing an den VHS), Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig und Soziallstadträtin Mag.a Sonja Wehsely präsentierten das neue Angebot für MobilpassbesitzerInnen an den Wiener Volkshochschulen (Foto: Votava)

Ab Herbst können MobilpassbesitzerInnen Kurse der Wiener Volkshochschulen zu einem günstigeren Tarif buchen.

“Kernaufgabe der Wiener Volkshochschulen (VHS) ist es, der Bevölkerung ein möglichst flächendeckendes und niederschwelliges Bildungsangebot bereitzustellen. Geringes Einkommen darf keine Barriere im Zugang zu Bildung sein, das war schon ein Gründungsprinzip der VHS vor über 100 Jahren”, so Vizebürgermeister und ehrenamtlicher Aufsichtsrat-Vorsitzender der Wiener Volkshochschulen, Dr. Michael Ludwig, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely und Mag. Brigitte Pabst von den Wiener Volkshochschulen am 22.7.2009.

“Alle Menschen haben das Recht auf Mobilität und Bildung, unabhängig von Einkommen und sozialem Status. Mit dem Mobilpass sichert die Stadt Wien sozial schwächeren Menschen den Zugang zu entsprechenden Einrichtungen, wie etwa der Volkshochschule – einfach, unbürokratisch und leistbar”, betonte Wehsely.

“Besonders in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten ist es wichtig, dass sich die Menschen weiterqualifizieren, auch solche, die es sich eigentlich nicht leisten können”, sind sich der Vizebürgermeister und die Sozialstadträtin einig. Sprach- und EDV- Kenntnisse oder z. B. der Hauptschulabschluss sind wichtige Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt.

“Mit unseren Kursen und der Mobilpass-Aktion können sich alle Menschen, unabhängig von ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten, diese Weiterbildung leisten”, unterstrich Ludwig. Das Angebot richtet sich an alle Personen mit gültigem Mobilpass plus Lichtbildausweis sowie an alle Personen mit Sozialpass und deren schulpflichtige Kinder mit gültigem SchülerInnenausweis.

Wie groß das Angebot ist, belegt Ludwig mit Zahlen: “Im Kursjahr 2009/2010 werden über 14.000 Kurse angeboten, mehr als die Hälfte davon sind im Grundangebot. Das bedeutet, dass über 7.000 Kurse ermäßigt besucht werden können.”

Umfangreiches Kursangebot an Wiener Volkshochschulen

Die einzelnen Kursbereiche erläutert Mag.a Brigitte Pabst, bei den Wiener Volkshochschulen zuständig für Strategie und Marketing: “Es handelt sich um Kurse aus dem Grundangebot, das aus folgenden Bereichen besteht: Sprachen, Naturwissenschaften, EDV, Lerntechniken, Persönlichkeits- und politische Bildung, Wirtschaft und Beruf, Gesundheit und Bewegung sowie Kunst und Kreativität. Die MindestteilnehmerInnenzahl muss erreicht sein, maximal gibt es zwei ermäßigte Plätze pro Kurs.

Personen mit Mobilpass bezahlen nur 1 Euro pro Unterrichtseinheit. Beispielsweise kostet ein Computerkurs im Ausmaß von 12 Unterrichtseinheiten regulär 138 Euro. Personen mit Mobilpass bezahlen nur 12 Euro. Ausgenommen vom Angebot sind Einzelunterricht, Lehrgänge sowie bereits anderweitig geförderte Kurse.”

Der Mobilpass im Detail

Der Mobilpass wurde im April 2008 für alle erwachsenen SozialhilfeempfängerInnen und Menschen mit Mindestpension eingeführt. Die Stadt Wien investiert heuer 9,9 Millionen Euro in den Mobilpass. MobilpassbesitzerInnen erhalten so die Monatskarte der Wiener Linien um 15,20 Euro und den Einzelfahrschein zum Halbpreis.

Auch Eintritte in städtische Bäder und Büchereien sind damit vergünstigt. SozialhilfeempfängerInnen mit zumindest einmonatigem Sozialhilfebezug und MietbeihilfebezieherInnen bekommen ihre Mobilpässe von der Magistratsabteilung 40 (Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht) automatisch zugeschickt.

MindestpensionistInnen, die keine Mietbeihilfe beziehen, können einen Antrag bei der Magistratsabteilung 40 am Thomas-Klestil- Platz 8, 1030 Wien, stellen.

Der Mobilpass für MindestpensionistInnen bleibt fünf Jahre gültig, für SozialhilfeempfängerInnen sechs Monate. Wer nach diesen sechs Monaten weiterhin Sozialhilfe bezieht, erhält automatisch mit der Post eine Verlängerungsmarke.

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