Wissenslücken bei Volksschülern bereiten der Nachhilfe arge Probleme

Wissenslücken bei Volksschülern bereiten der Nachhilfe arge Probleme

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„Die Nachfrage nach Nachhilfe ist groß. Gerade jetzt, wenn die ersten Schularbeiten starten, bekommen wir nahezu täglich neue Anfragen“, teilt Rosemarie Halper, Gründerin und Leiterin des Nachhilfeinstituts „Lernfalke“ in Traiskirchen, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Die Pandemie habe zusätzlich neue Lücken sichtbar gemacht. „Wo es schon vorher Probleme gegeben hat, sind diese nun größer geworden“, sagt sie. „Konkret ist Mathematik das Fach, in dem am meisten Nachhilfe gegeben werden muss. Immer wieder hören wir aber, dass es Lehrkräfte gibt, die gerade in diesem Fach nicht verständlich erklären können.“

Die ständig steigende Nachfrage nach Unterstützung könne nicht befriedigt werden. „Wir haben nämlich zu wenige Leute, die unterrichten wollen und können“, so Halper. „Manche könnten sich zwar durchaus vorstellen, online Nachhilfe zu geben. Das wollen aber die Eltern nicht, weil sie nach den vielen Monaten des Home Schoolings eine Face-to-Face Nachhilfe wünschen.“

Wissenslücken bei den Schülerinnen und Schülern gibt es nicht nur in Mathematik, sondern vor allem auch in Deutsch, das im letzten Jahr zu einem immens großen Problem geworden sei. Auch Englisch gehört zu den gefragten Fächern für Nachhilfe. Technische und kaufmännische Fächer hingegen brauchen in der Regel keine längerfristige Nachhilfe. Da geht es manchmal darum, das eine oder andere Thema genauer durchzuarbeiten. „Dabei handelt es sich oft nur um einzelne Stunden und nicht um eine regelmäßige, manchmal sogar mehrjährige Betreuung“, sagt Rosemarie Halper.

Eine solche gibt es für jede Menge Stammkunden, die das Angebot des Nachhilfeinstituts schon mehrere Jahre nützen. „Die Stammkunden können wir keinesfalls abweisen, aber es ist jedes Mal eine schwieriges Unterfangen, wenn Eltern uns brauchen, wir aber niemanden zum Unterrichten haben“, so Halper. Nachhilfeschülerinnen und Nachhilfeschüler kommen aus dem gesamten Bezirk Baden, manche aber auch aus Wien. Ein Teil der Nachhilfe findet in Traiskirchen statt, der andere zu Hause bei den Schülern, was eine Sache der Vereinbarung sei.

Die schwierigste Stufe sei aus ihrer Sicht der Übergang von der Volksschule zu einer AHS, aber auch zu einer NMS, betont Rosemarie Halper. Denn schon in der letzten Volksschulklasse sei viel Nachhilfe erforderlich, um den Ansprüchen der AHS zu genügen. „Und weil die Anforderungen an den neuen Schultyp NMS so umfassend sind, gibt es Kinder, die die dafür notwendige Leistung nicht erbringen können“, sagt die Nachhilfe-Expertin. (jm)

www.lernfalke.com

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