Zuwachs: 10 % der Nachhilfestunden bereits von Volksschülern besucht

Zuwachs: 10 % der Nachhilfestunden bereits von Volksschülern besucht

Foto: “Nachhilfe bereits im Volksschulalter gefragt ” / Fotocredit & Quelle: © Schülerhilfe

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Zuwachs deutlich spürbar: 10 Prozent der Nachhilfestunden werden bereits von Volksschülern besucht

 

Die Nachfrage nach Nachhilfe beginnt bereits bei den Jüngsten. Die Schülerhilfe Österreich verbucht mittlerweile knapp 10 Prozent der Nachhilfestunden bei Volksschülern – Tendenz steigend. Vor Corona hingegen gab es kaum Bedarf, erklärt der Schülerhilfe Regionalleiter Markus Kalina und schildert die Gründe dahinter.

 

„Die derzeitige Entwicklung zeigt uns, dass der Bedarf an Nachhilfe bereits bei den Kleinsten beginnt“, sagt Schülerhilfe Regionalleiter Markus Kalina. „Seit der Pandemie ist die Nachfrage nach Nachhilfe generell gestiegen, erstmalig spüren wir aber ein deutliches Interesse an Kursen für Kinder im Volksschulalter. Das war früher nicht so.“ Die Gründe dafür sind laut Kalina zum einen, dass Kinder in dem Alter oft erst Wissbegierde entwickeln müssen und zum anderen der, durch die Pandemie fehlende soziale Austausch, vor allem wenn es um sprachliche Kompetenzen geht.

 

Kinder müssen erst „lernen zu lernen“

Bei den Kleinsten geht es in erster Linie darum, Lernsicherheit zu bekommen, salopp gesagt: Lernen zu lernen. Hier braucht es zielgruppenorientierte und bedürfnisgerechte Betreuung in kleinen Gruppen. „Der Fokus in diesen Kursen liegt auf spielerischem Lernen. Die Kinder sollen ganz ohne Druck erfahren, was es heißt, sich Wissen anzueignen bzw. Wissbegierde zu entwickeln. Lernen soll ja schließlich Spaß machen und nicht von Beginn an mit Stress assoziiert werden. In diesen Stunden geht es also nicht nur um Wissensaufnahme, sondern um den sozialen Austausch“, meint Kalina. Gerade für Kinder, denen der Übertritt in die weitere Schule bevorsteht, ist es hilfreich, sich besser vorzubereiten und nicht überfordert zu sein.

 

Sozialer Austausch ist das A und O für sprachliche Kompetenzen

„Ein Grund, warum viele Eltern seit Pandemiebeginn für ihre Kinder Lernunterstützung suchen, ist nicht verwunderlich“, sagt Kalina. „Das ‚Miteinander‘ hat in Corona-Zeiten aufgrund von Distance Learning gelitten, auch im Volksschulalter. Besonders im sprachlichen Bereich sehen wir einen erhöhten Nachholbedarf. Denn die Nachwirkungen durch den fehlenden sozialen Austausch während dieser Monate sind nach wie vor zu spüren.“ Und gerade wenn es darum geht, Sprachen zu erlernen, ist es wichtig, sich auszutauschen, zu kommunizieren und ständig dranzubleiben. Das zeigt uns, dass Lernunterstützung in Präsenzform, idealerweise in kleinen Gruppen, nach wie vor die effizienteste Nachhilfeform ist – speziell für die Kleinsten.

 

Lernen als Hobby in den Alltag integrieren

Am Montag Fußball, am Dienstag Klavier und am Mittwoch Schach – viele Kinder besuchen nach der Schule zahlreiche Freizeitprogramme. Um Wissbegierde bei den Kleinsten zu steigern und Lernen nicht nur als Pflichtprogramm zu sehen, rät der Experte, Lernen als Hobby in den Alltag zu integrieren. „Für Eltern gilt es, den Kindern zu vermitteln, dass beispielsweise eine Sprache zu lernen genauso eine Freizeitbeschäftigung wie Fußballspielen ist. Denn wenn eine wöchentliche Lernstunde Spaß macht und die Kinder gerne hingehen, ist auch der Lernerfolg am größten“, so Kalina.

 

Lesen bereits in frühen Jahren fördern

„Was sich leider durch die zunehmende Bildschirmzeit sowie die Nutzung von digitalen Medien bereits bei den Jüngsten abzeichnet, ist, dass, konventionelles Lesen immer weniger wird – das ist schade. Dabei kann mit Lesen gerade im Bereich der Sprachkompetenz mehr kompensiert werden, als wir glauben“, erklärt Kalina und empfiehlt Eltern daher, das Lesen wieder mehr in den Alltag zu integrieren. Damit das klappt, sollte die richtige Leseumgebung geschaffen werden und auf einen bewussten Medienkonsum geachtet werden. „Am besten ist, wenn Sie es Ihrem Kind vorleben: Lesen Sie selbst mehr Bücher und sitzen weniger am Handy, wird es Ihr Kind auch tun“, so der Schülerhilfe Regionalleiter abschließend.

 

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