Mit Kreativität durch die Krise: So geht Online-Business wirklich

Mit Kreativität durch die Krise: So geht Online-Business wirklich

Fotocredit © Meike Hohenwarter / Katrin Dammann

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Zoom-Calls statt Vor-Ort-Seminare, etwas Social Media und eine Webpage und fertig ist das Online Business? Weit gefehlt! Im dritten Jahr der Pandemie sollten eigentlich jeder Coach und jede Trainerin ein funktionierendes Online-Business haben – könnte man meinen, denn das wäre in Zeiten der Krise wichtiger denn je. Ist aber nicht so! Das Know-how, das eigene Wissen online zu Geld zu machen, ist noch immer ein Geheimtipp! Aus meiner Praxis weiß ich: Mehr als die Hälfte der Unternehmer und Selbständigen hat sich noch nicht ernsthaft mit den Online-Möglichkeiten ihres Business auseinandergesetzt. Schade, denn durch den systematischen Online-Business-Aufbau könnten sie ihre Einkommen rasch verdoppeln. Zeit, mit den Missverständnissen aufzuräumen und eine Lanze für das Online-Business zu brechen.

 

Ich für meinen Teil etwa mache nicht gerne immer dasselbe. Leidige Routine-Arbeiten oder hundert Mal das Gleiche zu lehren sind nicht mein Ding. Daher hat mich die Nachhaltigkeit eines Online-Business schon vor über zehn Jahren in den Bann gezogen: Etwas einmal ordentlich aufzusetzen, damit es dann jahrelang für mich arbeitet, für mich wirbt und für mich Geld verdient, finde ich nach wie vor faszinierend. Und genau das tut mein Online-Business für mich!

Durch automatisierte Prozesse werden die richtigen Menschen auf mich aufmerksam und kommen in meine Community. Dort bekommen sie dann maßgeschneiderte E-Mail-Serien je nach ihren Vorlieben, die ihnen die passenden Angebote präsentieren. Wenn sie diese kaufen, dann läuft auch das automatisch. Ein echtes Schlaraffenland! Das nennt man dann passives Einkommen. Dass dieses wenig mit Passivität zu tun hat, kann ich aber gleich vorwegnehmen. Ein geniales Online-Business aufzubauen und am Laufen zu halten, macht viel Arbeit, zahlt sich aber allemal aus, da es eben nachhaltig ist.

Wir kennen alle die Schreier und Verführer da draußen, die einem zeigen wollen, wie man über Nacht reich wird. Berater, die Coaches und Trainern helfen, langfristig ein gut gehendes Online-Business aufzubauen, findet man hingegen eher selten. Derart alleine gelassen, stürzen sich die meisten Selbständigen in blinden Aktionismus, wenn es darum geht, ein Stück vom Online-Kuchen abzubekommen. Traurige Bilanz sind meist viele leere Kilometer und wenige tatsächliche Erfolge. Denn die meisten Shiny Objects sind gar nicht erstrebenswert für Einzelunternehmerinnen.

 

Wahrhaftiger Kontakt mit potenziellen Kunden anstatt Social Media Herumgeposte

Ein typischer Fehler passiert zum Beispiel beim Community-Aufbau. Hier wird wild herumgepostet nach dem Motto „mehr ist besser“ und „umso persönlicher, desto besser für das Geschäft“. Aber das ist natürlich blanker Unsinn. Fotos von Kindern, Hund und Essen mögen ein paar Likes bringen, aber für die kann man sich nichts kaufen. Und die gelten im Übrigen ja eben dem Haustier oder der Coffee Art und nicht dem Unternehmer, der sie postet. Zu glauben, dass die Coaching-Praxis voller wird, nur weil man sein Leben vor Unbekannten ausbreitet, ist eine zeitraubende Fehlannahme. Sich gar nicht zu zeigen, geht aber auch nicht, denn wo sollen dann potenzielle Käufer herkommen?

Wir Einzelunternehmerinnen sind nicht Nike, Coca Cola oder Red Bull. Wir müssen keine Massen anziehen. Zum Glück. Anstatt also eine Masse von schattenhaften Wesen begeistern zu wollen, ist es wesentlich besser, sich eine kleine feine Gruppe von echten Fans aufzubauen, mit denen man dann nicht über Likes, sondern „in echt“ kommuniziert. Denn tatsächlich ernste Gespräche mit potenziellen Kunden führt praktisch keiner. Aber nur so erfährt man, wo der Schuh am meisten drückt und was die Menschen tatsächlich brauchen. So entstehen die besten Angebote!

Laut Kevin Kelly, dem Begründer des Wired Magazine, reichen schon tausend echte Fans aus, um von einem Online-Business gut leben zu können. Auch aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass eine Konzentration auf ideale Kunden und ein wahrer Austausch mit diesen viel mehr bringt, als blinder Aktionismus auf Social Media. Und befriedigender ist es allemal. Natürlich kann man heute auf Social Media nicht mehr verzichten. Doch auch hier gibt es viele Formen der Automatisierung mit Scheduling Tools und Plugins, die viele nicht nutzen.

 

Das eigene Wissen zu Geld machen

Es gibt jede Menge gut geschulte geniale Coaches bei uns. Warum scheitern fast alle kläglich an dem Versuch, ihr Wissen in Form eines Online-Kurses zu Geld zu machen? Nun, an der Technik, um einen Online-Kurs anzubieten, liegt es garantiert nicht, dies ist heute ein Kinderspiel. Und genau das lässt wohl viele Selbständige das Projekt Online-Kurs zu dilettantisch angehen: Sie nehmen ein paar Videos auf, stellen sie auf eine Plattform und warten dann auf Kunden. Doch diese bleiben hier garantiert aus! Genau genommen sind die Unternehmerinnen schon an unserem vorherigen Fehler gescheitert: Sie haben mit ihren potenziellen Kunden nicht gesprochen. Sie waren überzeugt davon zu wissen, was diese brauchen. Tun sie eben nicht! Wir sind hier in der Erwachsenenbildung. Im Gegensatz zu schulischem Lernen wollen Menschen, die freiwillig Geld zahlen, nicht einfach Wissen an den Kopf geknallt bekommen. Sie wollen vielmehr ein konkretes Problem lösen. Sie befinden sich in einem gewissen Zustand, den sie verlassen wollen und haben Ziele, die sie bisher alleine nicht erreicht haben. Hierzu wollen sie keine theoretischen Lektionen, sondern ganz praktische Hilfestellung, die sie Schritt für Schritt zum neuen besseren Leben führt.

Und hierbei wollen sie auch möglichst gut unterhalten werden! Nicht der Kurs des Mitbewerbers ist die größte Konkurrenz, sondern Netflix & Co! Einen Kurs verkauft zu bekommen ist immer nur der erste Schritt. Danach gilt es die Motivation zu schaffen, dass die Kunden ihn auch tatsächlich ansehen und auch die nötigen Schritte gehen. Denn nur dann werden sie den Kurs auch weiterempfehlen. Einen solchen Kurs zu kreieren, wird niemandem alleine im Stübchen gelingen. Viel besser ist es, die potenziellen Kunden von Anfang an mit einzubeziehen und um Feedback schon im Entstehungsprozess zu bitten. Ganz wie es uns auch die Software-Entwicklung mit dem Design Thinking Modell vormacht. Und dann entstehen wunderbare Kurse, die den Kunden auch tatsächlich nachhaltig helfen.

 

Warten auf Godot

Ein dritter typischer Fehler ist die mangelnde Vermarktung der digitalen Produkte. Eine Menüseite auf der Webpage mit dem Online Kurs Angebot bringt meist keinen einzigen Käufer. Kein Wunder denn die durchschnittliche Homepage von Selbständigen hat so gut wie keine Besucher. Auch ein oder zwei eMails über den neuen Online-Kurs oder ein paar Social Media Posts sind definitiv viel zu wenig. Für einen durchschlagenden Erfolg mit Online-Kursen oder anderen digitalen Produkten braucht es einen Launch. Das Wort stammt vom Raketenstart und wurde vor allem durch den Online Marketer Jeff Walker sehr bekannt. Ein Launch ist ein großes Event, eine Party zur Einführung eines Produktes. In den vier Phasen des Launches werden die potenziellen Kunden immer mehr in den Bann gezogen. Zuerst werden sie neugierig gemacht, dann werden sie „aus der Couch gekippt“, um die ersten Babyschritte in Richtung Zielerreichung zu gehen und schließlich wird ihnen ein Angebot gemacht. Dieses gilt nur wenige Tage, sie müssen also schnell entscheiden, ob sie dabei sein wollen. Ein solcher Launch ist eine „Online Party“ über mehrere Tage und macht den himmelhohen Unterscheid zwischen Top und Flop. Ich persönlich würde nie wieder auf dieses geniale Marketing Instrument verzichten. Denn auch wenn es viel Arbeit macht, die Ergebnisse sind ein Vielfaches und Spaß macht es obendrein!

 

Tatsächlichen Nutzen anbieten und die Welt zu einem besseren Ort machen

Zusammenfassend sind die Möglichkeiten eines Online-Business gigantisch. Kleine Unternehmerinnen können vielfach mehr Menschen erreichen als zu Offline Zeiten. Doch die Gefahr liegt darin, nur noch eine Masse grauer Schatten wahrzunehmen und bei diesen um ein Like zu heischen. Viel zielführender ist es, die idealen Kunden klar zu definieren und genau diese Perlen durch gezielte Ansprache in die eigene Welt zu holen, ihre Sorgen und Probleme tatsächlich zu verstehen und ihnen eine maßgeschneiderte Lösung anzubieten. Durch einen Launch werden dann nicht nur die Produkte verkauft, sondern diese echten Fans auch noch enger an einen gebunden. Denn nur wenn wir als Unternehmer echt von Nutzen sind, werden wir langfristig ein geniales Online-Business aufbauen!

 

Weiterführende Infos

 

 

Über Meike Hohenwarter


Meike Hohenwarter ist Strategin für wirksame Online-Business- und Digital-Marketing-Strategien. In den vergangenen 10 Jahren hat sie mehr als 500 Trainer, Berater und Coaches darin begleitet, im Netz selbst ein erfolgreiches Online-Business zu starten und es weiterzuentwickeln. In der DACH-Region gilt sie als führende Expertin für Online-Kurse, die insbesondere Coaches nachfragen. Unter dem Motto „Live your full Potential – Mach Dein Wissen zu Geld“ verspricht Meike Hohenwarter keine Erfolge über Nacht, sondern lehrt konsequenten, nachhaltigen Businessaufbau. Dadurch erzielen ihre Coachees ein stetig steigendes passives Einkommen, ernten eine höhere Anerkennung als ExpertInnen und sind in der Lage, viel mehr Menschen zu helfen als zuvor. Mit weit über 100 erfolgreich vermarkteten Online-Kursen, einem Following von über 60.000 Teilnehmer:innen und einer Durchschnittsbewertung von über 4,5 von 5 Sternen für ihre Online-Kurse gilt Meike Hohenwarter mittlerweile als die “Online-Kurs-Queen”. Ihr Wissen und ihre umfassende Erfahrung sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch in Offline- und hybriden Events sehr gefragt. Als Keynote Speaker ist Meike Hohenwarter unter anderem auf dem Internationalen Marketing Kongress (IMK) und auf dem Online Marketing Kongress (OMKO) eine feste Größe.

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