FairPlusService: Frauen als Schlüssel gegen den Fachkräftemangel
@frauenbusinessatalexa | Wien 2024 | Werbung.Unbezahlt
Höhere Erwerbstätigkeit und Weiterqualifizierung von Frauen gelten als ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Fachkräftemangel1, der die Branchen Gesundheit, Erziehung, Handel, Gastronomie und Tourismus besonders hart trifft. Die derzeitigen Marktbedingungen verstärken dieses Dilemma, denn die Ressourcen in den Unternehmen für Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind meist begrenzt. FairPlusService-Betriebe begegnen diesen Herausforderungen allerdings mit Leichtigkeit, sind für die Zukunft besser gerüstet und leisten somit einen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Österreich.
Das Projekt FairPlusService setzt auf Unternehmensberatung, Mitarbeiterinnen-Coaching und Kompakttrainings und begleitet österreichweit Betriebe bei der Entwicklung und Gestaltung einer nachhaltigen Gleichstellungs- und Weiterbildungsstrategie ihrer Mitarbeiterinnen und „versteckten Talente“. Dieser innovative Projekt-Ansatz bietet Win-Win-Situationen auf allen Ebenen: Vorteile für Unternehmen, für Mitarbeiterinnen und den Arbeitsmarkt. Für Betriebe und deren Mitarbeiterinnen ist das Beratungsangebot kostenfrei.
Das vom Europäischem Sozialfonds Plus (ESF+) und dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft finanzierte Projekt fördert somit die berufliche Entwicklung und Weiterbildung von formal geringqualifizierten und dequalifiziert beschäftigten Frauen. Die Schwerpunkte bei FairPlusService liegen auf Servicebranchen wie Gesundheit und Soziales, Erziehung und Unterricht sowie Gastronomie, Einzelhandel, Reinigung, Lebensmittel- und Textilproduktion und persönliche Dienstleistungen. In diesen Branchen herrscht ein besonders hoher Anteil an beschäftigten Frauen. Hier gibt es beträchtliches Fachkräftepotenzial, das durch gezielte Unterstützung gefördert werden kann. Das Projekt trägt dadurch auch zur Verringerung der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede bei.
1 Siehe den kürzlich veröffentlichten Bericht des Rechnungshofes „Bestandsaufnahme Fachkräftemangel“ zur Situation am österreichischen Arbeitsmarkt 2008 – 2023. Demnach kann mit einer höheren Beschäftigungsquote von Frauen der Fachkräftemangel verringert werden. Zusätzlich zu einer besseren Kinderbetreuung wären auch steuerrechtliche Rahmenbedingungen wichtig. Um Frauen auch höhere Karrierechancen zu ermöglichen, ist die Förderung von Weiterbildung – einem wichtigen Ziel von FairPlusService – erfolgversprechend.
Angebot und Ziel von FairPlusService
FairPlusService bietet die ökonomische Auseinandersetzung mit den Bereichen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitgeber*innen-Kompetenz und Diversity als Chance. Ziel ist es, Unternehmen unmittelbar von der Förderung ihrer Mitarbeiterinnen profitieren zu lassen und somit einen aktiven Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zu leisten. Das Projekt konzentriert sich darauf, die Förderung, Weiterentwicklung und Stabilisierung der Berufslaufbahnen von formal geringqualifizierten oder dequalifiziert beschäftigten Frauen zu unterstützen und zukunftsweisende Fähigkeiten aufzubauen. Damit können Unternehmen zuverlässige und kompetente Mitarbeiterinnen halten und gewinnen, die neue Perspektiven und Kompetenzen entwickeln.
Regionaler Branchenfokus
FairPlusService ist ein österreichweit angebotenes Programm (mit Ausnahme des Burgenlands) in vier Regionen (Region Ost, Region Süd, Region Mitte, Region West) mit unterschiedlichen Branchenschwerpunkten und setzt auf lokale Berater*innen-Teams.
Für die erste Periode im Frühjahr/Sommer 2024 widmet sich die Region Ost (Wien und Niederösterreich) den Bereichen Gesundheit und Soziales, Erziehung und Unterricht sowie Elementarpädagogik. Das umfasst vor allem private Kindergärten und Kindergruppen, Vereine, aber auch Großbetriebe. In der Region Süd, vor allem in Unterkärnten und der Steiermark, liegt bis Herbst 2024 der Schwerpunkt in den Bereichen Kinder- und Jugendbetreuung, Schülerhorte und Behindertenhilfe. Lebensmittelproduktion & -handel haben in der Region Mitte (Oberösterreich und Salzburg) derzeit Priorität. Der Branchenfokus der Region West (Tirol und Vorarlberg) liegt in der ersten Phase des Projekts auf Kinder- und Jugendbetreuung, Alten- und Pflegeheime und Krankenversorgung.
Eines der ersten Unternehmen, das von FairPlusService beraten und begleitet wird, ist das Tiroler Rehabilitationszentrum Ederhof, das auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen nach einer Organtransplantation spezialisiert ist. „Gerade im Gesundheitsbereich sind wir laufend gefordert, uns weiterzuentwickeln. FairPlusService bietet uns die Gelegenheit, so wichtige Themen wie die Qualifizierung und Entwicklung unserer Mitarbeiterinnen oder auch die Teamentwicklung und -kommunikation professionell zu bearbeiten“, ist Robert Weichselbraun, Geschäftsführer des Ederhofs, überzeugt.