6 Tipps, wie auch Selbstständige entspannt verreisen können
Pressemitteilung
Urlaub für UnternehmerInnen
Wien, 01. August 2018 – Sommer, Sonne, Sonnenschein – die heiße Jahreszeit ist nach wie vor die beliebteste Urlaubszeit. Auch UnternehmerInnen nutzen die oftmals etwas ruhigeren Sommermonate, um ein paar Tage zu verreisen. Vor allem für JungunternehmerInnen und EPU ist es jedoch nicht immer einfach, sich für ein paar Tage von der Arbeit zu trennen. Damit es dennoch klappt und auch die zweite Sommerhälfte noch für den einen oder anderen Trip genutzt werden kann, hat die Junge Wirtschaft Wien eine Urlaubs-Checkliste für JungunternehmerInnen vorbereitet.
Gerade in den ersten Jahren eines Unternehmens ist es für Selbstständig schwer, sich von der Arbeit zurückzuziehen und in den Urlaub zu fahren. Zeit ist schließlich Geld und jeder Auftrag sichert den Fortbestand des Unternehmens. Für unsere Gesundheit und Leistungsfähig ist es aber enorm wichtig, sich dennoch Zeit zu nehmen, um die Batterien wieder aufzuladen. „Urlaub ist dabei nicht gleich Urlaub“, weiß Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien. „Viele Selbstständige fahren fort und nehmen die Arbeit einfach mit. Richtige Erholung sieht anders aus.“ Dabei wäre nur etwas Planung und ein leichtes Umdenken nötig, damit man auch als UnternehmerIn entspannt verreisen kann. Wie, verrät Tarbauer mit der Urlaubs-Checkliste für JungunternehmerInnen.
- Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich
Weniger ein Tipp und mehr ein Aufruf, umzudenken. Einer der Vorteile und auch für viele ein Grund, selbstständig zu werden, ist, sein eigener Chef zu sein. Doch die Freiheiten, die damit verbunden sind, nehmen viel zu wenige wahr. „Als Unternehmerin und Unternehmer hat man nie Zeit, wenn man sich diese nicht nimmt“, weiß Tarbauer, selbst Unternehmer, nur zu gut. Zudem verleite der innere Antrieb und die Leidenschaft oft dazu, sich voll und ganz dem Unternehmen zu widmen. „Auch wenn es Spaß macht, braucht unser Körper auch eine Auszeit“, so der JWW-Vorsitzende. Urlaub fängt somit im Kopf an.
- Anstehende To-Dos planen und verteilen
Die Basis eines jeden erholsamen Urlaubs ist eine gute Planung. Reisen über mehrere Tage bzw. Wochen sollten idealerweise schon langfristig festgelegt und somit auch in der Jahresplanung berücksichtigt werden. Aber auch kurzfristige Trips sind durchaus möglich. Hier hilft ein umfassender Überblick und ein gutes Aufgabenmanagement. Welche Aufgaben, Zahlungen und Fristen stehen an und welche davon sind dringend und somit vor dem Urlaub zu erledigen? Eine To-Do-Liste inklusive Priorisierung ist hierfür ein altbewährtes Instrument. „Man sollte sich bei jedem Punkt fragen, ob die Aufgabe nicht auch delegiert werden kann. Viele glauben, dass sie unersetzbar sind und sie alles selbst erledigen müssen. Dem ist aber nicht so“, weiß Tarbauer.
- Eine passende Vertretung suchen und finden
Eine gut vorbereitete Urlaubsvertretung nimmt viele Sorgen ab. Achten Sie daher darauf, dass Sie alle Aufgaben, die zu erledigen sind, in Ruhe mit der Vertretung Ihrer Wahl durchgehen. Besprechen Sie auch möglichst alle Eventualitäten, wie eine dringende Kundenanfrage. „Legen Sie einen Handlungsspielraum für Ihre Vertretung fest und definieren Sie Situationen, in denen Sie doch lieber kontaktiert werden wollen. Umso ausführlicher die Übergabe und umso klarer die Kompetenzen, desto problemfreier verläuft Ihre Abwesenheit“, rät der JWW-Vorsitzende. Für EPU ohne MitarbeiterInnen ist es schon etwas kniffliger, es gibt aber auch hier Möglichkeiten. Die Wirtschaftskammer bietet beispielsweise gezielt für EPU eine Büroservice-Plattform an, auf der professionelle Vertretungen zu finden sind. Sollte ein reiner Büroservice nicht genügen, weil Sie z. B. für dringende Support-Anfragen Ihrer Kunden zur Verfügung stehen müssen, dann sind Urlaubskooperationen eine interessante Möglichkeit. Suchen Sie ein vertrauenswürdiges Partnerunternehmen aus Ihrer Branche, das Ihre KundInnen während Ihres Urlaubs bei Bedarf servicieren kann. Sie wiederum vertreten dieses Unternehmen während dessen Urlaubszeit. Die KundInnen beider Unternehmen bleiben zufrieden und Sie und Ihr Partner pushen sich dadurch gegenseitig.
- Über die Abwesenheit informieren
Auch wenn Sie eine Vertretung haben, sollten Sie besonders wichtige StammkundInnen und PartnerInnen, mit denen Sie aktuell in Verhandlungen oder gemeinsamen Projekten stecken, über Ihre Abwesenheit informieren. So entlasten Sie nicht nur Ihre Vertretung, sondern zeigen auch Wertschätzung gegenüber den KundInnen und PartnerInnen. „Als Selbsständiger muss man nicht immer da sein. Jeder hat Verständnis dafür, als Unternehmer oder Unternehmerin für ein paar Tage auch einmal nicht erreichbar zu ist“, so Tarbauer. Bevor man das Büro dann endlich verlässt, sollte noch eine Abwesenheitsnotiz im Mail-Client eingestellt sein. Achten Sie dabei auf eine freundliche, aber kurze Nachricht. Es reicht zu schreiben, dass Sie für einige Tage nicht erreichbar sind und sich gerne danach um die Anliegen kümmern. Für wichtige Anfragen sollten Sie auf Ihre Vertretung verweisen und im Mail-Programm eine automatische Weiterleitung einrichten. Und: auch die Mobilbox nicht vergessen. Sorgen Sie auch dafür, dass der Zeitpunkt Ihrer Rückkehr klar ersichtlich ist, damit Ihre Kunden wissen, ab wann Sie wieder für Sie zur Verfügung stehen.
- Die Erreichbarkeit im Urlaub klären
Sich ganz vom Unternehmen abzukapseln ist jedoch nicht immer möglich. Eine gewisse Erreichbarkeit muss in den meisten Fällen gewährleistet werden. Klären Sie dazu vorab die Voraussetzungen wie Internetzugang und Roamingkosten ab und informieren Sie Ihre Vertretung über die Kontaktmöglichkeiten. Um den Erholungsfaktor im Urlaub aber nicht zu trüben, sollten Sie auch für sich selbst klare Regeln festlegen. So können Sie sich einen fixen Zeitraum im Urlaub einplanen, in welchem Sie das Handy einschalten und erreichbar sind sowie Sie diverse E-Mails abarbeiten. Tarbauer: „Seien Sie dabei aber streng mit sich selbst und halten Sie diese Zeiten genau ein. Arbeiten Sie nur das Wichtigste ab.“
- Networking nicht vergessen
Trotz Freizeit kann Ihr Unternehmen dennoch von Ihrem Urlaub profitieren. Schließlich eignen sich auch Reisen ideal fürs Netzwerken, ergeben sich doch einige Möglichkeiten dazu. Zum einen, um neue Kontakte zu knüpfen. Tauschen Sie sich mit anderen Reisenden sowie mit Einheimischen aus. Im Flugzeug, im Hotel, am Strand oder am Abend in einem Restaurant – Kontaktpunkte gibt es viele. Dabei sollte das Geschäftliche nicht im Vordergrund stehen, schließlich sind Sie ja im Urlaub. Neue Kontakte können jedoch später durchaus für Ihr Business von Interesse sein. Zum anderen können Sie auch den Kontakt zu guten StammkundInnen oder GeschäftspartnerInnen pflegen, in dem Sie Ihnen Urlaubsgrüße schicken. Mit einer zuvor erstellten Verteiler-Liste ist das in wenigen Minuten geschehen, der Effekt jedoch sehr groß. Aber: Achten Sie auf ein in Ihrer Branche angemessenes Verhalten. Fotos mit zu viel Haut oder Alkohol sollten vermieden werden. Am besten ein Foto einer örtlichen Sehenswürdigkeit oder der Landschaft mit einem netten Gruß.
Über die Junge Wirtschaft Wien
Die Junge Wirtschaft Wien ist eine überparteiliche, freiwillige und ehrenamtliche Gemeinschaft von jungen UnternehmerInnen, Führungskräften, GründerInnen und unternehmerisch denkender Menschen zwischen 18 und 40 Jahren. In Wien sind aktuell rund 3.500 Mitglieder aktiv – verteilt über alle Branchen. Mit dem Motto „Überalterung: Raus aus der Komfortzone“ hat sich Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, den Abbau von überalterten Normen, die Verjüngung wirtschaftspolitischer Strukturen sowie die Schaffung bestmöglicher Bedingungen für Wiener JungunternehmerInnen vorgenommen. Im Rahmen der Wirtschaftskammer Wien setzt sich die Junge Wirtschaft Wien im Sinne ihres Auftrags: „Interessenvertretung – Service – Netzwerk“ für junge UnternehmerInnen und ihre Tätigkeiten ein. Mehr Informationen unter: www.jungewirtschaft.wien
Foto: “Jürgen Tarbauer (Vorsitzender Junge Wirtschaft Wien)
Fotocredit: © David Faber
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