War for Talents & Generation Y – Unternehmen bewerben sich bei Talenten
[Pressemitteilung]
War for Talents & Generation Y: Unternehmen bewerben sich bei Talenten
Sie sind jung, hungrig und selbstbewusst – und bringen alte Gewohnheiten ins Wanken. Die Millennials greifen nach den coolen Jobs auf dem Arbeitsmarkt und diktieren den alteingesessenen Firmen dabei ihre Bedingungen. Wer die Generation Y in sein Unternehmen holen will, merkt schnell, dass sich die Spielregeln geändert haben. Ilona Piffer, Geschäftsführerin der Wiener Personalberatung data square, zeigt Lösungswege auf, wie sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber positionieren und sich so einen Vorsprung im Rennen um die besten Talente verschaffen können.
Unzählige Ratgeber und Personaler haben sich an ihnen abgearbeitet: Der Generation Y, auch genannt Millennials, Geburtengänge ab 1980 bis ca. 2000. Y wird im Englischen ausgesprochen wie „why“, das englische Wort für warum. Tatsächlich hinterfragen die Millennials so ziemlich alles: Agiert das Unternehmen umweltfreundlich? Ist das, was der Chef sagt, immer richtig und gut für alle? Warum sollten Familie und Karriere nicht vereinbar sein? Sie sind es aus ihrer Kindheit gewohnt, sich zu entwickeln und zu entfalten – und all das, was sie schon immer hatten, fordern sie auch vom Arbeitgeber: Aufmerksamkeit, Fürsorge, Mitsprache. „Solange die Ansprüche erfüllt werden, sind die neuen Arbeitnehmer 150-prozentig loyal. Genügt der Arbeitgeber ihren Anforderungen nicht mehr, gehen sie ohne Schmerz“, erläuert Personalberaterin Piffer.
Der Kampf um qualifizierte Kräfte ist eröffnet
Es könnte durchaus sein, dass sich diese Erwartungen durchsetzen. Einer Studie von Deloitte zufolge waren bereits 2015 mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer Millennials und 2025 werden es bis zu zwei Drittel sein[1]. Mussten sich vor ein paar Jahren noch die potenziellen Mitarbeiter ins Zeug legen, um sich den geliebten Traumjob zu angeln, so buhlen heute die Unternehmen um die Aufmerksamkeit gut ausgebildeter Arbeitnehmer. Kurz: Der Arbeitsmarkt hat sich zum Bewerbermarkt entwickelt. Auch Piffer pflichtet bei: „Personaler müssen auf die neuen Herausforderungen reagieren, sonst unterliegen sie im Rennen um die besten Fachkräfte der Generation Y – und das kann sich niemand leisten.“
Employer Branding muss halten, was es verspricht
Für den Arbeitgeber bedeutet diese Entwicklung, dass der sich bei der Zielgruppe gut verkaufen muss. Man kann allerdings der beste Arbeitgeber sein – wissen das die potenziellen Kandidaten, oder, noch schlimmer, die eigenen Mitarbeiter nicht, bringen alle Bemühungen nichts. Der langfristige Auf- und Ausbau einer kommunizierbaren Arbeitgebermarke gewinnt daher zunehmend an Notwendigkeit. „Für Arbeitnehmer wird es immer wichtiger, sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren zu können und ihre persönlichen Werte wiederzufinden. Mit diesen muss eine Arbeitgebermarke aufgeladen werden“, führt die HR-Expertin aus. Employer Branding muss allerdings auch glaubwürdig sein. Was ein Unternehmen aus strategischen Gründen verspricht, muss es auch einhalten. Es könne sich natürlich auf einem Silbertablett präsentieren, sagt die Personalberaterin, doch sei die Frage ausschlaggebend, ob die Führungskräfte auch vorleben, was sie strategisch entschieden haben. Sei dies nicht der Fall, sei ein Unternehmen entsprechend nicht empfehlenswert.
Bewerbung auf dem Papier ist Vergangenheit
Auch bereits bei der Ansprache der Generation Y müssen Recruiter neue Wege gehen. Millennials schmunzeln über die Vorstellung, ihre Jobs in Anzeigenteilen von Tageszeitungen zu suchen. Sie sind es gewohnt, eine Flut an digitalen Informationen zu verarbeiten und für sich zu nutzen. Arbeitnehmer von morgen scannen die sozialen Netzwerke, studieren Unternehmenswebseiten, lesen die Blogs anderer Berufseinsteiger und schauen sich Imagefilme an. Die neue Generation geht neugierig und offen auf ihr potentielles Arbeitsleben zu und nutzt alle technischen Möglichkeiten dazu. „Sowie früher die Höhe des Gehalts ausschlaggebend war, sind es jetzt Werte wie Selbstverwirklichung, Spaß am Beruf und gutes Arbeitsklima“, spricht Personalberaterin Piffer aus langjähriger Erfahrung. HR-Verantwortliche könnten sich heute das Instrument des Storytellings zunutze machen, um diese Werte zu transportieren. „Employer Branding Videos eignen sich bestens, um mit der Generation Y auf Augenhöhe zu kommunizieren und bereits vor dem Bewerbungsprozess einen authentischen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Mindestens genauso wichtig ist eine anschließende zielgruppengerechte Streuung über die sozialen Medien“, so Piffer.
Nichts geht über begeisterte Mitarbeiter
Auch wenn Millennials als Vorboten einer Revolution im Arbeitsmarkt gelten, so ändert sich doch eines nicht: Die enorme Bedeutung persönlicher Empfehlungen. Denn nichts ist so vertrauenswürdig, wie wenn ein bestehender Mitarbeiter als Repräsentant und Fürsprecher in seinem privaten Netzwerk für das Unternehmen wirbt. HR-Expertin Piffer fasst abschließend zusammen: „Klar kommunizierte Karrierepfade, authentische Erfahrungsberichte und eine Kultur der Wertschätzung machen Arbeitgeber für Millennials attraktiv. Für Unternehmen ist es unabdingbar, auf die veränderten Bedürfnisse zu reagieren, um bei den Talenten von morgen überhaupt für ein Erstgespräch in Erwägung gezogen zu werden.“
[1] Deloitte 2015: https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/at/Documents/human-capital/millennials-arbeitskraefte-der-zukunft.pdf
Über data square:
Die data square GmbH wurde 2016 von Dr. Christian Piffer in Wien gegründet. Das österreichweit tätige Unternehmen hat sich auf zwei Standbeine spezialisiert: IT- und Managementberatung einerseits sowie Personalberatung, Executive Search und Talent Sourcing andererseits. Das Team rund um Dr. Piffer verfügt über langjährige Expertise in datengetriebenen Prozessen, Themen und IT-Landschaften. Im Bereich der Personalberatung unterstützt data square klein- und mittelständische Unternehmen genauso wie internationale Konzerne bei ihrer Suche nach Executives, Führungskräften und Spezialisten in verschiedenen Branchen. Zu den Kunden von data square zählen insbesondere namhafte österreichische Banken, Versicherungen sowie Handelsunternehmen.
Foto: “Mag. Ilona Piffer”
Fotocredit: data square
Quelle: data square