DACH-Studie: Große Sorgen in Österreich, Deutschland und der Schweiz

DACH-Studie: Große Sorgen in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Grafiken & Quelle: © INTEGRAL

[Werbung]*Unbezahlt*Wien, 07.04.2020

Folgen und Krisenpolitik werden in jedem Land unterschiedlich bewertet


INTEGRAL-Studie zur COVID 19-Pandemie in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Die  Corona-Krise  stellt  die  ganze  Welt  vor  große  Herausforderungen. Österreicher, Deutsche und Schweizer sind gleicher Meinung: Die Gefahr durch Corona ist sehr groß. Doch welche positiven und negativen Folgen erwartet aufgrund der Corona-Krise? Und wie wird die Arbeit der jeweiligen Regierungen bewertet? Das beantworten repräsentative Online-Umfragen von INTEGRAL und seines Partners SINUS.

Selten zuvor war man sich so einig: Über 90% der Österreicher, Deutschen und Schweizer sind der Meinung, man müsse die Bedrohung durch das Corona-Virus ernst nehmen. Etwa 60% der Befragten in jedem der drei Länder sagen sogar, dass man die Bedrohung sehr ernst nehmen müsse. Weiters zeigt sich ein Alterseffekt in allen Ländern: Je älter die Befragten, desto ernster wird die Bedrohung genommen. Das ist das Ergebnis von repräsentativen Online-Umfragen von INTEGRAL in Zusammenarbeit mit seinem Partner SINUS.

 

Große soziale Unterschiede in Gefahrenwahrnehmung in Österreich

Nicht  alle  Österreicher  nehmen  die  Corona-Krise  gleich  ernst,  zeigen  die  Ergebnisse  im Gesellschaftsmodell der Sinus-Milieus®. Eine besonders starke Bedrohung erkennt das Milieu der Etablierten, so nehmen 76% dieser Gruppe die Gefahr durch das Corona-Virus sehr ernst. „Die verantwortungsbewusste Elite der Gesellschaft erkennt die vielfachen Folgen der Corona- Krise   und   sorgt   sich   um   umfassende   soziale   Auswirkungen“,   erläutert   Bertram   Barth, Geschäftsführer von INTEGRAL. Mit einem Wert von 51% deutlich weniger ernst nimmt das Milieu   der   Hedonisten   die   Corona-Gefahr.   „Die   spaß-   und   erlebnisorientierte   untere Mittelschicht lebt möglichst unbekümmert und spontan. Die Gefahr durch Corona wird zwar erkannt,  aber  die  Bereitschaft  zu  Verhaltensänderungen   –  insbesondere  wenn  sie  den bisherigen   Lifestyle   einschränken   –   fällt   unterdurchschnittlich   aus“,   erklärt   Barth.   Die Zukunftsmilieus der Adaptiv-Pragmatischen und der Digitalen Individualisten, also die Elite und Mitte der Zukunft, liegen im österreichischen Durchschnitt.

Positive Auswirkungen auf die Organisation des Berufslebens erwartet, aber negative Folgen für das Reiseverhalten – deutliche Länderunterschiede in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Corona-Krise wird zweifellos Spuren in der Gesellschaft hinterlassen, es werden positive wie negative  Auswirkungen  erwartet.  Mit  den  stärksten  positiven  Folgen  rechnet  man  in  der Organisation des Berufslebens, wie etwa der Möglichkeit zu Home-Office. 85% der Österreicher, 81% der Schweizer und 66% der Deutschen erwarten in diesem Bereich positive Auswirkungen. Auch auf das Gesundheitsbewusstsein erwartet man einen positiven Einfluss, am stärksten in Österreich (77%), gefolgt von der Schweiz (69%) und Deutschland (64%).

Es   mehren   sich   die   öffentlichen   Stimmen,   dass   im   Zuge   der   Corona-Krise   auch   das Umweltbewusstsein einen Paradigmenwechsel erfahren könnte. Dies belegen die Zahlen zu den Erwartungen der Bevölkerung hingegen nur teilweise. 57% rechnen in Österreich mit einem positiven Einfluss auf die Einstellung zur Umwelt und das diesbezügliche Verhalten. Während die Schweizer hier sehr ähnliche Annahmen treffen (55% erwarten eine positive Auswirkung), rechnen  die  Deutschen  nur  zu  43%  mit  einem  positiven  Einfluss  der  Corona-Krise  auf  das Umweltbewusstsein.

Hingegen   vermutet   man   die   deutlichsten   negativen   Auswirkungen   im   Reiseverhalten, insbesondere in Deutschland und in Österreich (je 53%); in der Schweiz erwarten dies nur 44%.

Am stärksten zeigt sich dies in Österreich bei den Digitalen Individualisten. Diese extrem mobile Elite der Zukunft wird die Auswirkungen vermutlich auch am deutlichsten zu spüren bekommen. Österreicher bewerten die Krisenarbeit der Regierung am besten, gefolgt von den Schweizern – Deutsche am kritischsten

Um die umfassenden Auswirkungen abzufedern und die Corona-Krise zu bewältigen, hat die Politik in den vergangenen Wochen weitreichende Maßnahmen getroffen. In Österreich und der Schweiz ist man deutlich zufriedener mit der Krisenpolitik als in Deutschland: So bewerten 81%

der Österreicher die aktuellen Maßnahmen ihrer Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz als sehr oder eher gut. Die Schweizer stellen ihrer Regierung ebenfalls ein gutes Zeugnis aus: 70% bewerten die bisherige Krisenarbeit des Bundesrates sehr oder eher gut. In Deutschland beurteilt zwar immer noch die Mehrheit die bisherige Arbeit der Regierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise sehr oder eher positiv (52%), dennoch äußern sich die Deutschen im Ländervergleich am zurückhaltendsten.

„Österreich zeigt am stärksten von allen drei Ländern einen nationalen Bewältigungsoptimismus“, meint Barth abschließend. „Im nationalen Schulterschluss hofft man darauf, gut durch die Krise zu kommen und positive Lernerfahrungen mitnehmen zu können.“

Dies sind  Ergebnisse aus der  INTEGRAL-Eigenforschung. Im Rahmen  einer  Online-Befragung wurden zwischen 27. und 30. März 2020 972 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

In Deutschland wurde eine standardisierte Onlinebefragung in der Zeit vom 27.03.-30.03.2020 im Online-Access-Panel der respondi  AG mit n=1.014 Sinus-Milieu-verorteten  Männern und Frauen im Alter von 18-69 Jahren durchgeführt.

In der deutschsprachigen Schweiz wurde eine standardisierte Onlinebefragung in der Zeit vom

27.03.-01.04.2020 im Online-Access-Panel der respondi AG durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Deutschschweizer Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren.

 

Über INTEGRAL Markt- und Meinungsforschungsges.m.b.H 


INTEGRAL ist ein Full-Service-Institut und Anbieter maßgeschneiderter Marktforschungslösungen auf wissenschaftlicher Basis, von der Datenerhebung bis zur Lieferung handlungsrelevanter Informationen und  Empfehlungen.  In  Kooperation  mit  dem  Heidelberger  SINUS-Institut,  dessen  Mehrheitsanteile INTEGRAL im Jahr 2009 übernommen hat, engagiert sich der österreichische Marktforscher intensiv in der Sinus-Milieu® Forschung. Die Ergebnisse bieten Marketingentscheidern aus Unternehmen, Medien und Politik wettbewerbsrelevante Informationen über Märkte und Zielgruppen.


www.integral.co.at

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