Frauenanteil: Erfreulicher Trend in der Privatwirtschaft auch ohne Quotenkeule!
“Die Wirtschaft setzt auf Frauen. Wir sind aktiv, um Frauen attraktive Arbeitsplätze zu bieten und ermutigen Frauen zur selbständigen Tätigkeit, um die eigenen Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten zu können. Dass diese Anstrengungen der Wirtschaft Früchte tragen, spiegelt auch der Frauenanteil in Aufsichtsräten wider: Seit Anfang 2011 kletterte dieser von 14,3 auf aktuell 15,7 Prozent”, so Fürntrath-Moretti in Bezug auf den heute von Ministerin Heinisch-Hosek publizierten Bericht.
“Dabei ist klar festzuhalten: Diese positive Entwicklung haben wir ganz ohne Quoten-Gesetzeskeulen erzielt. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind”, betont die Vertreterin der österreichischen Unternehmerinnen. “Angesichts dieses erfreulichen Trends können wir nur unsere Position unterstreichen: Aus Sicht der Wirtschaft käme es beinahe einer Beleidigung gleich, Frauen per Quotenregelungen in Führungspositionen hineinzureklamieren.”
Fürntrath-Moretti zeigt in diesem Zusammenhang auf, wo Handlungsbedarf besteht: “Die Politik muss den Familien und Frauen im Land dringend kreative und den realistischen Anforderungen entsprechende Lösungen bei der Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von
Beruf und Familie bieten.” Die Wirtschaft fordert eine Erhöhung des Wochengeldes für Unternehmerinnen, die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit für Kinderbetreuungskosten und den zügigen Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes insbesondere für Unter-3-Jährige. Fürntrath-Moretti abschließend: “Arbeitnehmerinnen und
Unternehmerinnen brauchen tatkräftige Unterstützung, dort, wo wirklich der Schuh drückt anstelle von gesetzlichen Quotenregelungen. Jetzt ist die Politik am Zug, die richtigen Schritte zu setzen”. (PM)
Mai 2012, Wien, APA OTS