Wie wirkt sich die Arbeitsplatzgestaltung auf die Stimmung aus?
Grundsätzlich verbringt eine Vollzeitkraft mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz, als zu Hause bei der Familie. Allein dieses Wissen sollte Unternehmensleiter dazu veranlassen ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter auch wohlfühlen können. Dazu gehört nicht nur ein ansprechendes Aussehen, sondern natürlich auch der Aspekt der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes.
Zufriedenheit der Arbeitnehmer in Österreich
In einer Harvard Business Review 2012 wurden die Ergebnisse einer Umfrage über die Zufriedenheit österreichischer Arbeitnehmer im Alter zwischen 20 und 64 Jahre zusammengefasst. Demnach hat sich das Ergebnis in den Jahren zwischen 2004 und 2012 kaum verändert. Bei 2 % bis 3 % der Befragten herrschte große Unzufriedenheit, etwa 20 % bis 25 % waren durchschnittlich zufrieden, und ein hoher Anteil von 72 % bis 75 % ging seiner Arbeit außerordentlich gerne nach.
Die Studie gibt Anlass, das Ergebnis einmal genauer zu hinterfragen: Wie kann die Zufriedenheit der Mitarbeiter verstärkt, die Stimmung im Unternehmen verbessert und somit die Produktivität gesteigert werden? Diverse Umfragen geben darüber Aufschluss. Wird eine Befragung zur Thematik Mitarbeiterzufriedenheit gestartet, ist nicht allein das Gehalt für das Wohlbefinden der Mitarbeiter ausschlaggebend. Schlagworte wie Wertschätzung, Kollegialität oder Betriebsklima sind wichtigere Punkte auf der Skala für die Zufriedenheit. Im Allgemeinen schätzen Mitarbeiter ein angenehmes Umfeld am Arbeitsplatz. Dieses kann aktiv vom Unternehmen selbst gestaltet und somit positiv beeinflusst werden.
Ein ansprechendes Umfeld steigert die Seele und somit die Kreativität
Die Zeiten dunkler und muffiger Büros sollten längst der Vergangenheit angehören. Stattdessen gilt es verschiedene Akzente zu setzen, um die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu stimulieren. Helle Räume mit dezent platzierten Farbakzenten bieten eine hervorragende Kulisse zum Wohlfühlen. Ausreichende Lichtquellen spielen dabei eine zentrale Rolle. Hierbei ist auf die Lichtqualität zu achten. Grelles Licht reizt die Augen und somit auch das Gemüt. Weiches Licht ist durch indirekte Beleuchtung leicht zu gestalten. Unbedingt ist es zu vermeiden, dass die Lichtquellen blenden.
Auch wenn es sich um einen Arbeitsplatz handelt, sollte eine bestimmte Gemütlichkeit nicht außer Acht gelassen werden. Eine zentrale Stelle im Büro mit einer Kaffeemaschine wird sich zu einem beliebten Treffpunkt der Mitarbeiter entwickeln. Hier kann sich zu einem kurzen Plausch getroffen werden, um danach erholt an die Arbeit zurückzugehen. Wohlfühlzonen können durch visuelle Anreize geschaffen werden. Drucke, Bilder und Gemälde sind nicht nur dekorativ. Vielmehr verleihen sie den Räumen Charakter und stellen kleine Oasen dar, die begutachtet werden können, wenn die Gedanken eine Pause benötigen.
Eine nette Idee ist auch das Platzieren von selbst gestalteten Fotobüchern oder Fototassen, die beispielsweise gemeinsame Unternehmungen in Erinnerung bringen. Das löst positive Energie frei und zaubert ein Lächeln auf die Gesichter.
Mitarbeiterzufriedenheit wird oft unterschätzt
Noch immer gibt es Unternehmen, die nur wenig Interesse an der Zufriedenheit der Arbeitnehmer zeigen. Dabei ist diese von enormer Wichtigkeit. Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen, kommen gerne zur Arbeit.
Förderlich ist gute Stimmung keinesfalls nur für das Betriebsklima. Eindeutig belegen Studien, dass zufriedene Mitarbeiter bessere Ergebnisse erzielen und davon profitiert letztlich der Arbeitgeber. Es lohnt sich also über die Gestaltung hochwertiger Büros nachzudenken.
Bildquelle: © CEWE