Lena Jüngst – Air Up
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Lena Jüngst, 27:
“Die Vision
Schon während meines Produktdesign-Studiums in Schwäbisch Gmünd war ich auf der Suche nach einem besonders spannenden Thema. Ich wollte definitiv nicht die tausendste elektrische Zahnbürste gestalten, sondern mit meinem Produkt einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Das sogenannte „re-tronasale Riechen“, bei dem der Geschmack über die Luft transportiert wird, war für mich völliges Neuland. Ich war sofort von den Möglichkeiten fasziniert. Ge- meinsam mit Tim habe ich mich dann auf die Suche nach der perfekten Umsetzung gemacht. Unser Ziel: Mit einem Trinkflaschensystem verleihen wir Wasser Geschmack ohne einen einzigen Zusatzstoff. Und so habe ich zusammen mit Tim Jäger in meiner Bachelorarbeit den Prototypen der Flasche entworfen.
Der Weg
Auf unserer Mission haben wir zahlreiche Testläufe gestartet, wir haben mit Raumbelüftern experimentiert und mit einem Strohhalm parallel Luft in den Rachen und Wasser in den Mund geleitet. Auch mit Backaromen haben wir Tests durchgeführt und so sind wir unserem Ziel immer näher gekommen. Gemeinsam wollten wir bereits im Studium Hersteller von unserer Idee überzeugen. Das hat im ersten Schritt zwar nicht geklappt, dafür waren unsere Professoren begeistert.
Bei air up kümmere ich mich heute nicht nur um die Gestaltung des Produkts und um dessen technische Umsetzung, sondern verantworte auch das Branding. Für mich ein neuer Bereich – die Herausforderungen enden nicht und genau das liebe ich am Gründer-Dasein. Die Verkaufszahlen von air up und der spannende Weg, den wir bis heute gehen durften, bestätigen mich in meiner Entscheidung – und unsere zufriedenen Kunden machen mich glücklich.
Damit sie auch zufrieden bleiben, entwickeln wir die Trinkflasche immer weiter. Mich reizen neue Materia- lien wie Glas oder Edelstahl. Und wir haben gelernt, dass Kinder sehr gerne aus unseren Flaschen trinken – eine sehr spannende Zielgruppe mit ganz neuen Herausforderungen.
Verkauf übern Gartenzaun
Ganz ohne Konflikte und Kompromisse läuft es bei einem fünfköpfigen Gründerteam natürlich nicht ab. Deswegen haben wir gemeinsame Mittagessen eingeführt, bei denen wir im Team selbst kochen.
So bleiben wir alle immer im Gespräch und finden auch bei Meinungsverschiedenheiten wieder zusammen. Ich komme aus einer großen Familie, in der keiner selbstständig ist. Oft werde ich gefragt, ob ich denn wirklich genug Schlaf bekomme und warum man mich kaum noch auf Familienfesten sieht.
Das ist natürlich der Preis dieser Berufsentscheidung, doch mein Vater ist begeisterter Fan von air up und wenn er als Richter nicht gerade Urteile spricht, verkauft er unsere Flasche über den Gartenzaun.
Es ist schön, ihn so stolz zu sehen.”
Foto: “Lena Jüngst”
Fotocredit: Lena Jüngst
Quelle: Air Up – Lena Jüngst