Sabine Aichhorn – Geometrische Malerei

Sabine Aichhorn – Geometrische Malerei

Foto: “Sabine Aichhorn” / Fotocredit: © milis /Quelle: Sabine Aichhorn & Dr. Ema Kaiser

Werbung.Unbezahlt.Wien2024

„Die Stimmigkeit des Seins spiegelt sich in Sabine Aichhorns Oeuvre wider. Ihre geometrische Malerei ist von einer einzigartigen Farbkomposition und Präzision bestimmt, die wie selbstverständlich mit der Atmosphäre des ATELIER FĒ. verschmilzt“, so Dr. Ema Kaiser, Kuratorin der Ausstellung.

Sabine Aichhorn lebt und arbeitet in Wien. Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich für Frauen- und Kinderrechte als Gründungsmitglied von FEM.A. Die Künstlerin studierte Wirtschaftswissenschaften an der Johannes-Kepler-Universität Linz, Textil Kunst & Design an der Kunst­uni­versität Linz sowie Malerei, Animationsfilm und Tapisserie an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Prof. Christian Ludwig Attersee.

Längere Auslandsaufenthalte in Kalifornien und den Niederlanden sowie zahlreiche Reisen quer durch Europa, nach Kuba, Nepal, Marokko und Ägypten/Sinai beeinflussen ihre Denk- und Arbeitsweise maßgeblich.

“Malerei bietet mir die Möglichkeit, den Katastrophen des Alltags mit farbenprächtigen und strukturierten Bildern zu begegnen.” Sabine Aichhorn

Es ist eine bewusste Verweigerung der Künstlerin, negative (mediale) Bildwelten ins künstlerische Bildrepertoire aufzunehmen. Viel mehr werden die erschütternden Eindrücke unserer Zeit in geometrische, harmonische Bildkompositionen transformiert. Die BetrachterInnen können vor den Malereien verweilen und dabei in eine fesselnde Stimmung versetzt werden.

Sabine Aichhorn beabsichtigt mit ihrer künstlerischen Arbeit das Schöne, Positive zu verbreiten und nicht das Negative zu wiederholen. Das ist natürlich auch eine politische Haltung. Es ist Widerstand gegen die Normvorstellungen der Gesellschaft.

Sie neigt aufgrund ihres Interesses für Architektur in ihrer Malerei zu geraden, klaren Linien, zu abgegrenzten, sich überlagernden Flächen. “Das ist Halt gebend – wie eine Struktur, an der man sich orientieren kann.” Licht, Opazität, Transparenz und Räumlichkeit erzielt Sabine Aichhorn durch die Technik der Ölmalerei auf Leinwand mit besonderer Vorliebe für quadratische Bildformate.

Als Künstlerin und Mutter lebt sie einen sehr durchkomponierten Alltag. Im Malvorgang selbst ergeben sich jedoch ganz andere Zeitqualitäten. Die Entstehung eines Bildes ist wie Freundschaft oder Beziehung – man fügt eins ums andere hinzu, und man weiß am Anfang nicht, was es wird. Es ist nicht planbar. Nur durch das feie Spiel und das Ausprobieren findet Entwicklung statt.

Der Zeitgeist verlangt von Künstlerinnen absolutes Sacrificio. Das bedeutet für sie, ihre Malereien, private Agenden sowie die minutiöse Selbstorganisation zu vereinen, ohne als Frau und Künstlerin dafür von der Gesellschaft in Frage gestellt werden zu wollen.

Das ultra contemporary Medium Malerei ermöglicht es der Künstlerin, alleine zu arbeiten – es ist keine aufwändige Herstellungsmaschinerie im Hintergrund notwendig. Diese Art zu arbeiten bedeutet für sie absolute Freiheit, Unabhängigkeit und Flexibilität. Aus dem Alleinsein im Atelier und dem Austausch mit BetrachterInnen, KuratorInnen und SammlerInnen ergibt sich für die Künstlerin ein stimmiges Wechselspiel zwischen Distanz und Nähe.

„In Dreiecken und Quadraten zu denken, bringt völlig neue Perspektiven.“ Sabine Aichhorn

 

Ausstellungen (Auswahl):

2023:

TANGRAM CATCH, Plain Art Galerie, curated by Ema Kaiser, Wien, A

SPUREN DER STADT, Studiogalerie, Die Kunstsammlung des Landes OÖ, curated by Sarah Jonas, A

2018:

SANKT PETERSBURGER ERHÄNGUNG, IKO Artspace, curated by Ema Kaiser, Wien, A

2015:

CAMERA, LOFT 8 – Galerie in der Brotfabrik, curated by Andreas Spiegl, Wien, A

2013:

LAND IN SICHT!, Museum der Moderne Mönchsberg, Salzburg, A

2011:

PLAT(T)FORM 11, Fotomuseum Winterthur, Winterthur, CH

2010:

HOLLYWOOD PARTY, MAK NITE, Museum für angewandte Kunst Wien, curated by Marlies Wirth, Wien, A

2009:

SABINE AICHHORN – LOS ANGELES, Studio Neue Galerie Graz, Landesmuseum Joanneum, curated by Günther Holler-Schuster, Graz, A

RE_USE. DAS ZWEITE LEBEN DER MATERIALIEN, Museum für Kunst und Gewerbe, curated by Rüdiger Joppien, Hamburg, D

2008:

BILD/MACHT/WISSEN, Galerie5020, curated by Hildegard Fraueneder, Salzburg, A

2006:

DER GEMALTE GRUSS, Galerie 422, Gmunden, A

2005:

WOLLENKUNST, Künstlerhaus, Wien, A

 

Öffentliche Sammlungen:

Neue Galerie Graz / Landesmuseum Joanneum Graz

Museum der Moderne Salzburg

Die Kunstsammlung des Landes Oberösterreich Linz

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

https://sabineaichhorn.at/

https://www.emakaiser.com/de/

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