Lucia Aronica auf internationaler Bühne
Am 6.6.2009 holte Lucia Aronica, Gewinnerin von Famelab Austria 2009, den dritten Platz beim internationalen Finale von FameLab im Rahmen des Cheltenham Science Festivals. Mit ihrem Beitrag „Die zwei Gesichter der RNA“ konnte die Mikrobiologin auch die internationale Jury und das britische Publikum begeistern.
„Brilliant performance“ kommentierte Kathy Sykes, Jurymitglied und Direktorin des Science Festivals, den Beitrag von Lucia Aronica. „Lucia has an incredible capacity to break down a very complex research topic to an understandable, very interesting and touching story about the future of medicine.“
Lucia Aronica verglich die RNA-Interferenz, die einen natürlichen Mechanismus der Genregulation in Pflanzen, Tieren und Menschen darstellt, mit dem Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Prinzip. D.h. neben den Genen bestimmen die Mikro-RNAs unsere individuellen Merkmale: bei Pflanzen u.a. die Blütenbildung, bei Tieren die Fellfarbe und bei uns Menschen den Herzschlag, der uns am Leben erhält.
Die RNAs können aber auch medizinisch, als eine Art Schalthebel für Gene, die uns krank machen, genutzt werden. Somit hätte die RNAi das Potential, viele Krankheiten wie Krebs, Aids oder Diabetes auf der Molekularebene zu behandeln.
Für Lucia Aronica ist die Kommunikation ihrer Forschungsergebnisse und das Teilen ihrer Leidenschaft für die Wissenschaft mit einer breiten Öffentlichkeit elementarer Bestandteil ihrer Arbeit als Biotechnologin. „Recent advances in molecular bioscience raise the need to improve public awareness about science and technology. This is a mission for science communication in the fututre, and it want to contribute to it.“
Die weiteren GewinnerInnen
Gewinner von FameLab International ist der serbische Molekularbiologe Mirko Djordjevic, der mit seinem Vortrag über sexuelle Selektion als Schlüsselfaktor der Evolution Publikum und Jury gleichermaßen begeistern konnte.
Der zweite Platz ging an Kroatien. Die Chemikerin Maja Marasovic machte deutlich, dass es nicht nur an einer gesunden Lebensweise liegt, warum manche Menschen jünger aussehen als andere. Wie so vieles liegt auch der Alterungsprozess in den Genen.