Digitales Spenden – Trend oder Transformation?

Digitales Spenden – Trend oder Transformation?

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Quelle: AccuraCast, London

[Werbung]*Unbezahlt*London, 13. Januar 2021

Kontaktlose Wohltätigkeit – Trend oder Transformation? 

von AccuraCast, London

Der Beginn eines neuen Jahres bedeutet Aufbruchstimmung und motiviert viele im Einklang mit den guten Vorsätzen einen kleinen Teil ihres Vermögens mit den Menschen in Not zu teilen –  Individuen aber auch Familien, die Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen oder „von Zahltag zu Zahltag“ zu leben. Bargeldlos bezahlen war noch nie einfacher als heute und damit auch das Spenden. Mit dem Aufstieg kontaktloser Zahlungssysteme können Wohltätigkeitsorganisationen, Gesundheitsorganisationen, NGOs und religiöse Einrichtungen Transport-, Sicherheits- und Lagerkosten vermeiden, die eine Spendenbox verursacht.

Kontaktlose Spendenlösungen sind schon seit 2017 auf dem Vormarsch. Die Corona-Krise hat diese Tendenz beschleunigt, da die Spender bestrebt sind, Gutes zu tun, ohne dabei ihre Gesundheit zu gefährden, indem sie mit Banknoten und Münzen vermeiden, die unzählige Male zuvor berührt wurden.

Ein Freund in Not …

Infolgedessen werden in der Schweiz Anwendungen wie Twint zunehmend von Kirchen für den Umgang mit Spenden verwendet. Bereits im Juni 2018 führte die katholische Gemeinder in Genf über eine App für Smartphones kontaktlose Wohltätigkeit ein.

Dies ist besonders wichtig für Kirchen, da religiöse Institutionen und internationale Hilfsorganisationen nach einem Bericht von Zewo, einer Stiftung, die gemeinnützige Organisationen prüft, immer noch mehr als 40% ihres Finanzaufkommens durch Spenden erhalten.

Laut demselben Bericht haben die Schweizer 2019 fast CHF 2 Milliarden an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet, und ihre Großzügigkeit ist bis 2020 relativ stabil geblieben.

Die Abwesenheit der Sternensänger – Kinder, die als die Heiligen Drei Könige verkleidet im Auftrag der Kirche von Haus zu Haus gehen und Spenden sammeln- wegen COVID hat in Deutschland zahlreiche digitalen Kampagnen entstehen lassen.

Andere religiöse Organisationen wie die katholische Gemeinde in Tübingen haben ihre Mitglieder gebeten, ihren religiösen und monetisierten YouTube-Kanal möglichst oft anzuklicken, um den Erlös aus den Online-Anzeigen als Spenden zu verwenden.

Der Trend zu religiösen Online-Spenden ist weltweit zu beobachten, beispielsweise in Saudi-Arabien, wo kontaktlose Spendenstationen in die Höhe schießen, wie Arab News berichtet. Das Spenden, „Zakat“ auf Arabisch, ist eine der fünf Haupflichten der Anhänger im Islam.

Dieser Trend beschränkt sich natürlich nicht nur auf religiöse Spenden: So hat beispielsweise die renommierte Wohltätigkeitsorganisation Cancer Research UK bereits 2015 begonnen, ihre Geschäfte mit kontaktlosen Zahlstationen auszustatten, um wohlwollende Fußgänger zum Spenden zu motivieren.

Auswirkungen der digitalen Zuwendungen

Ob digitale Spenden zu einem reduzierten Aufkommen für wohltätige Zwecke führen können ist umtritten. In Frankreich wie in vielen anderen Ländern sind kontaktlose Zahlungen nur bis zu einem bestimmten Betrag (in diesem Fall 50 EUR) möglich, wodurch der potenzielle Betrag begrenzt wird, den ein großzügiger Spender möglicherweise bereitstellen kann.

Die Einfachheit, mit der kontaktlose Zahlungen getätigt werden können, und die Tatsache, dass die meisten Personen nur noch selten Münzgeld mit sich führen, bedeuten jedoch, dass kontaktlose Spenden häufig das Mittelaufkommen steigern, das eine Wohltätigkeitsorganisation erhalten kann. Zum Beispiel stellte die britische Tierschutzorganisation Blue Cross fest, dass kontaktlose Spenden zu höheren Gesamtspenden führten, als die auf Bargeld basierende konventionelle Alternative.

Digitale Spenden sind auch für Steuererklärungszwecke einfacher, da Spenden abhängig von der jeweiligen Gerichtsbarkeit häufig Steuerbefreiungen unterliegen.

Fazit: kontaktlos spenden wird bleiben, da Geld zunehmend digitalisiert wird. Die Soziale-Medien-versierten Millennials spenden bereits fast nur online und selten physisch, indem sie auf Instagram Stories oder über Webseiten wie justgiving.com ganz einfach auf „Spenden“ klicken.

Neue Unternehmen wie das Portal “givestreets.com” treiben den Schritt in Richtung Kontaktlosigkeit weiter voran, indem sie Spenden über QR-Codes ermöglichen, die über Smartphones nach Spenden Straßenmusikanten und Obdachlosen zugutekommen.

Unabhängig davon bleiben Spenden, ob online als auch physisch, gerade in der heutigen Situation ein fortwährender Trend.

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