Fünf Barista-Tipps für zuhause vom Experten J. Hornigs Head Barista Hannes Andexer

Fünf Barista-Tipps für zuhause vom Experten J. Hornigs Head Barista Hannes Andexer

Foto: “Bei Filterkaffee ist Geduld eine der wichtigsten Zutaten” / Fotocredit & Quelle: © J. Hornig

Logo_Instagram @frauenbusinessatalexa  | Kalsdorf bei Graz, am 25.09.2024 | Werbung.Unbezahlt.

Zuhause schmeckt’s am besten: Die Kunst des perfekten Kaffees

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee verzaubert viele Menschen täglich. So auch am Tag des Kaffees am 1. Oktober. Für viele Kaffeeliebhaber:innen ist die Zubereitung der perfekten Tasse Kaffee zu einem leidenschaftlichen Ritual geworden. Doch was macht die perfekte Tasse Kaffee aus? Hannes Andexer, Head Barista von J. Hornig, teilt seine Expertise und zeigt mit fünf wertvollen Tipps, wie man zu Hause eine hochwertige Tasse Kaffee genießen kann.

 

  1. So wählt man die richtige Zubereitungsmethode

Die Wahl der Zubereitungsmethode ist entscheidend, um das Beste aus den Kaffeebohnen herauszuholen. Jede Methode hat ihren eigenen Charme und bringt unterschiedliche Aromen hervor. Zu den beliebtesten Methoden zählen die Mokkakanne, Hario V60, AeroPress und die klassische Espressomaschine.

 

Die Mokkakanne ist eine unkomplizierte Zubereitungsmethode für Liebhaber:innen von kräftigem Kaffee. Die AeroPress ist besonders praktisch für Vielreiser:innen, denn sie ist nicht nur leicht zu reinigen, sondern bietet durch verschiedene Brühmethoden viel Flexibilität in der Zubereitung. Die Pour-Over-Methode mit dem Hario V60 ist bei Kaffeekenner:innen beliebt, da sie erlaubt, den Brühprozess präzise zu steuern. Sie eignet sich besonders, um fruchtige und florale Noten zu betonen. Hier sollte das Wasser in kreisenden Bewegungen langsam über das Kaffeepulver gegossen werden – Geduld lohnt sich. Zu guter Letzt: Espressomaschinen haben in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Neben dem vollen Geschmack spielt hier auch das Prestige eine Rolle. Für viele ist die Espressomaschine mittlerweile ein Statussymbol in der Küche. Bei allen Methoden gilt: Kaffeemaschinen, Filter und Mühlen sollten regelmäßig gereinigt werden, um Ablagerungen und Kaffeereste zu vermeiden, die den Geschmack negativ beeinflussen können.

 

  1. Welche Bohne passt zu meiner Methode?

Die richtige Bohne ist der erste Schritt zum perfekten Kaffee. Arabica Bohnen sind bekannt für ihren milden Geschmack und haben oft fruchtige oder blumige Noten. Die feinen Aromen kommen besonders gut zur Geltung, wenn der Brühvorgang langsam passiert, wie etwa bei Pour-Over- oder Filterkaffee. Im Vergleich dazu hat die Robustabohne, die mehr Koffein enthält als Arabica, einen kräftigen und etwas bitteren Geschmack. Er eignet sich besonders gut für Espressomaschinen oder Kaffee aus der Mokkakanne.

 

Unabhängig von der Sorte sollten Kaffeebohnen luftdicht und dunkel aufbewahrt werden, am besten in einem speziellen Behälter. Bohnen können auch im Kühlschrank gelagert werden. Wenn sie allerdings nicht luftdicht verschlossen sind, können sie hier Feuchtigkeit aufnehmen und die Gerüche anderer Lebensmittel annehmen. Der Mahlgrad hängt von der Zubereitungsmethode ab: Während Espressomaschinen einen sehr feinen Mahlgrad erfordern, sollten Bohnen für Pour-Over etwas gröber gemahlen werden. Ein guter Kaffeemühlen-Tipp: „Eine hochwertige Mühle, am besten mit Scheiben- oder Kegelmahlwerk, ist wichtiger für den Geschmack als die Kaffeemaschine selbst“, erklärt Andexer.

 

  1. Das Wasser macht den Unterschied

Was viele nicht wissen: Die Wasserqualität spielt eine große Rolle. Mineralien wie Kalzium, Magnesium oder Hydrogenkarbonat gelangen in unser Grundwasser und verändern die chemischen Eigenschaften und damit auch den Geschmack unseres Wassers und damit auch unseres Kaffees. Wenn also der hauseigene Kaffee trotz Berücksichtigung der vorherigen Tipps immer noch nicht schmeckt, kann möglicherweise ein Wasserfilter Abhilfe schaffen.

Für guten Kaffee sollte das Wasser außerdem pH-neutral sein, also einen pH-Wert von 6,5-7,5 aufweisen, geruchsneutral, klar und durchsichtig sein und einen freien und frischen Geschmack haben.

 

Echte Kaffee-Nerds können einen Schritt weitergehen und mithilfe einer Indikatorflüssigkeit, Indikatorstreifen oder einem Wasser-Testkit die Eigenschaften des Wassers messen und mit den Empfehlungen des Deutschen Kaffeeverbands abgleichen.

 

Diese Wasserwerte sind laut Deutschem Kaffeeverband perfekt:

Gesamtsalzgehalt: 100-200mg/L

Leitfähigkeit: 150-359 µS/cm

Gesamthärte: 4-8 °dH

Karbonathärte: 3-6 °dH

pH-Wert: 6,5-7,5

Kupfer < 0,5mg/L

 

  1. Nachhaltig schmeckt Kaffee auch dem Gewissen besser

Nachhaltigkeit ist in der Kaffeeindustrie ein anhaltend wichtiges Thema. „Fair gehandelte und Bio-Kaffeebohnen sind ein guter Start, aber es geht auch um die kleinen Dinge im Alltag“, sagt Andexer. Mehrwegbecher und das Weiterverwenden von Kaffeesatz, etwa als Dünger oder Peeling, tragen zur Reduktion von Abfall bei. Andexer empfiehlt auch, auf energieeffiziente Geräte zu setzen. Moderne Wasserkocher oder Kaffeemaschinen mit Energiesparmodus oder Timer-Funktion helfen, Strom zu sparen, ohne auf den Kaffeegenuss verzichten zu müssen.

 

  1. Durch Experimente zum ganz persönlichen Lieblingskaffee

Am Ende des Tages ist Kaffee Geschmackssache. „Es gibt nicht den einen perfekten Kaffee, sondern viele perfekte Tassen“, betont Andexer. Der Weg zum perfekten Kaffee ist eine Entdeckungsreise.  Home-Baristi können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich durch Bohnensorten testen und neben verschiedenen Brühmethoden auch mit dem Mahlgrad, Brühdauer und Kaffeemenge spielen – so findet jede:r seinen ganz persönlichen Lieblingskaffee.

 

Mit diesen Tipps von Hannes Andexer ist der Weg zum perfekten Kaffee zu Hause geebnet. Es geht darum, hochwertige Zutaten mit der richtigen Technik zu kombinieren und dabei auch den Aspekt der Nachhaltigkeit im Blick zu behalten. „Der perfekte Kaffee ist immer auch ein kleines Kunstwerk“, sagt der Head Barista von J. Hornig.

 

jhornig.com

instagram.com/jhornigcoffee

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