INTEGRAL-Studie zum Fasching: Ist Österreich ein Land der Narren?

INTEGRAL-Studie zum Fasching: Ist Österreich ein Land der Narren?

[Pressemitteilung]

Brauchtum und Stimmung stehen im Vordergrund

LeiLei!, Mö! oder sogar Salve Fonapa! diese Narrenrufe hallen ab dem 11.11. wieder durch   Österreichs   Straßen.   Doch   wie   stehen   wir   zur   „Fünften   Jahreszeit“?   Sind   die Faschingsfans oder die Faschingsmuffel in der Überzahl? Was begeistert die einen, was nervt die anderen? Und: Stimmt es wirklich, dass Fremdgehen an Fasching verziehen wird? Diesen Fragen ist INTEGRAL in einer aktuellen Online-Studie auf den Grund gegangen.

Fasching hat mehr Fans als Ablehner, ist den meisten aber egal

In der Bevölkerung ist das Lager der Faschingsfans mit 30% größer als jenes der Faschingsmuffel

(21%). Dem größten Teil (48%) ist Karneval allerdings egal. Die Narren sind also eine Minderheit in Österreich.

Den traditionellen Beginn der närrischen Tage am bekannten „Schnapsdatum“ 11.11. um 11:11 Uhr  werden  daher  auch  nur  9  Prozent  der  Bevölkerung  aktiv  feiern.  Ihren  eigentlichen Höhepunkt erreicht die Karnevalszeit Anfang nächsten Jahres in der Zeit zwischen Opernball und Faschingdienstag. Dann lassen sich auch mehr Österreicher von der guten Laune anstecken: Immerhin ein knappes Drittel (30 Prozent) will die „närrischen Tage“ bejubeln.

Brauchtum und ausgelassene Stimmung – das begeistert die Faschingsfans

Die Faschingsfans begründen ihre Begeisterung vor allem mit der Pflege von Brauchtum (67%) und der ausgelassenen Stimmung, die eine tolle Abwechslung zum Alltag darstellt (65%). Bei einer   Mehrheit   beliebt   sind   auch   die   Straßenumzüge   (61%).   Knapp   die   Hälfte   der Faschingsbegeisterten (46%) verkleidet sich gerne und Vier von Zehn bekommen gute Laune von der Karnevalsmusik. Einen Freibrief für Alkoholkonsum oder Flirten sieht im Fasching nur eine Minderheit.

Verkleiden, Trinken, aufgesetzte Stimmung – das stört die Faschingsmuffel

Und was stört die Faschingsmuffel an den bunten Tagen? Zwei Drittel wollen sich einfach nicht verkleiden, 56% geht es auf den Geist, dass es nur noch um ausgiebiges Trinken geht. Jeweils gut die Hälfte kritisiert, dass die ausgelassene Fastnachtsstimmung zu aufgesetzt ist (54%) bzw. dass sich die Menschen zu albern verhalten (51%). Auch die zugemüllten Straßen sind für viele ein Problem (42%).

Fasching hin oder her: Fremdgehen bleibt ein Tabu

Die Faschingssaison hat den Ruf, dass man es während dieser Zeit mit der Treue nicht so genau nimmt – die Studienergebnisse zeigen jedoch, dass die Moral im Lande auch zur Narrenzeit bei den allermeisten intakt ist. Einen Freischein zum Faschingsflirt stellen sich nur 17 Prozent der in Partnerschaft Befindlichen aus, genauso viele erteilen ihrer besseren Hälfte zu Fasching eine Flirt-Erlaubnis.

Österreich schlägt Karnevalshochburg Deutschland

Fasching   hat   in   Deutschland   nicht   mehr   Anhänger   als   in   Österreich   (28%   sind   dort Faschingsfans, hierzulande sind es 30%). Das hat der Partner von INTEGRAL, das Heidelberger SINUS-Institut, herausgefunden. Auch wenn aus den zahlreichen Übertragungen aus Köln und Mainz  andere  Schlüsse nahe  liegen, feiern  unsere  Nachbarn  den  Höhepunkt  des Faschings zwischen   „Weiberfastnacht“   und   Faschingdienstag   weniger   verbreitet   (21%   vs.   30%   in Österreich).

 

Dies sind  Ergebnisse aus der  INTEGRAL-Eigenforschung. Im Rahmen  einer  Online-Befragung wurden  im  Oktober  2018  500  Personen  repräsentativ  für  die  österreichische  Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren befragt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *


*