2026: Jahresvorschau der Künstlerhaus Vereinigung

2026: Jahresvorschau der Künstlerhaus Vereinigung

Foto: “Lucia Tallová, A Room with a View, 2025, Holz, Buch, Buchseiten und Kohle, 151 x 111 x 31 cm” / Fotocredit: © Adam Šakový / Quelle: © Künstlerhaus Vereinigung

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AKTUELL


Bis 8.2. können unsere Besucher*innen einen Rundgang durch die Ausstellung DU SOLLST DIR EIN BILD MACHEN genießen. Die von Günther Oberollenzer kuratierte Ausstellung erzählt von der Imaginationskraft religiösen Erlebens, von ihrer visuellen Entsprechung in der christlichen Bildtradition und von deren Interpretation durch Künstler*innen der Gegenwart. Im Zentrum stehen Werke von Künstler*innen, die sich mit einem kritischen, aber auch liebevollen, humorvollen sowie feministischen Blick der christlichen Ikonografie annähern und so neue, gegenwärtige Sichtweisen auf über Jahrhunderte tradierte Motive ermöglichen.

Im Rahmen der Ausstellung laden wir herzlich zum abschließenden Programmpunkt am 29.1., ab 19 Uhr ein. Mit zwei Performances – Holy Sinners // Wicked Saints des Dragsau Kollektivs sowie Machen Bild kein dir sollst du von Hermann Niklas, Erwin Uhrmann, Karlheinz Essl und eSeL – erwartet uns ein kreativer und inspirierender Abend.

Am 27.1. findet daneben im Depot Wien in Kooperation mit dem Künstlerhaus eine Podiumsdiskussion mit dem Titel Du sollst dir ein Bild machen. Kunst, Kirche und Konflikt statt – mit Jan Ledóchowski (Meldestelle Christenschutz), Günther Oberhollenzer (Kurator), Deborah Sengl (Künstlerin) u.a.

Bei der Kuratorenführung am 6.2., 17 Uhr besteht außerdem die Möglichkeit, mehr über die Hintergründe, die Entstehung und die Themen der Ausstellung zu erfahren.

Die Ausstellung FROTH ON THE DAYDREAM (16.12.2025–8.2.2026) zeigt zeitgenössische kroatische Kunst aus der Sammlung von Dagmar Meneghello – Kunst als Atem zwischen Intimität und Idee, zwischen individueller Vision und kulturellem Widerstand. Sie verwandelt die Künstlerhaus Factory in einen lebendigen Salon, in dem Kunst zum Spiegel der inneren Welt und zum Ort des Dialogs zwischen Mittelmeer und Mitteleuropa wird.

 

VORSCHAU

Im Fokus der Ausstellung IM ERWEITERTEN RAUM (28.2.–7.6.2026), einer Kooperation von STRABAG ART und der Künstlerhaus Vereinigung, stehen herausragende künstlerische Positionen der Malerei und Zeichnung – Kunstwerke aus der STRABAG ART Collection, die auf sehr unterschiedliche Art und Weise die Grenzen ihres Mediums ausloten. Dabei beweisen sie einmal mehr, dass diese traditionellen Ausdrucksmittel der zeitgenössischen Kunst in unserer multimedialen Gegenwart nichts an Strahlkraft und Ausdruckstärke verloren haben. Die vielfältigen, bisweilen auch raumgreifenden – und eigens für die Schau entstehenden – Arbeiten überzeugen sowohl durch formale als auch inhaltliche Könnerschaft. Die zehn in der Ausstellung zu sehenden österreichischen und internationale Künstler*innen sind Preisträger*innen des STRABAG ART Awards.

Künstler*innen: Sevda Chkoutova, Gunter Damisch, Robert Gabris, Birke Gorm, Maria Legat, Stefan Peters, Natascha Schmitten, Lucia Tallová, Andreas Werner, Clemens Wolf

Im Dialog zur Hauptausstellung werden die Räumlichkeiten der Factory einen vertiefenden Einblick in den STRABAG ART Award gewähren. Kunstwerke von insgesamt 34 nationalen und internationalen Maler*innen und Zeichner*innen aus der STRABAG ART Collection sind zu sehen (28.2.–29.3.2026).

Kuratiert von Sebastian Haselsteiner (Leiter von STRABAG ART) und Günther Oberhollenzer (künstlerischer Leiter Künstlerhaus)

 

Im Herbst 2026 zeigen wir mit Linda Christanell eine der Pionierinnen der feministischen Avantgarde. Die Künstlerin ist ein langjähriges Mitglied der Vereinigung, die Personale ist ihre bisher größte Ausstellung.

Mitte der 1960er-Jahre gestaltet Christanell Zeichnungen und Malereien, die sich in Anklängen mit dem Kubismus, mit Formzerlegung und zeichenhafter Abstraktion auseinandersetzen. Schon auf dieser Stufe gehört sie in Österreich zur Avantgarde. Am Ende des Jahrzehnts experimentiert sie mit Formteilen aus Plexiglas, die sie zu eigenwilligen Objekten verbindet, wie auch Textil- und Schaumstoff-Objekte, die sie in Verbindung mit dem eigenen Körper einsetzt. Mit Renate Bertlmann arbeitet sie einige Jahre als BC Kollektiv. Die Arbeit mit Fotografie und vor allem Film wird immer bedeutender und verdrängt schließlich die anderen Medien. Früh lotet sie dabei Grenzen der Repräsentation aus und stellt zentrale Fragen nach Körper, Blick, Identität und Sichtbarkeit.

In der Retrospektive wird erstmals Christanells gesamtes Frühwerk bis zu ihren Filmen beleuchtet. Bisher weitgehend unbekanntes Filmmaterial wird in Kooperation mit dem Filmmuseum neu restauriert und präsentiert. In der Gegenüberstellung mit Positionen junger Künstlerinnen zeigt sich die ungebrochene Aktualität ihres Werkes.

Kuratiert von Rhea Tebbich und Berthold Ecker

 

FACTORY


Die Factory im Künstlerhaus ist ein zentraler Ort für Austausch und Experiment. Die wechselnden Ausstellungs-Projekte bieten Raum für Dialog und vielfältige Themen sowie künstlerische Praktiken.

Die Ausstellung RELATIONS II Female_feminine sights (16.4.–10.5.2026) untersucht das komplexe Netz von Beziehungen – persönlicher, kultureller und historischer Art – durch die Perspektive von sechs Künstlerinnen, drei aus Island und drei aus Österreich. Die Ausstellung bietet eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem weiblichen Blick und erkundet eine feministisch geprägte formale Sprache von Künstlerinnen, die sich in Ausdruck, Arbeitsweise und Hintergrund radikal unterscheiden.

Gezeigt werden Installationen aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Grafikdesign und Objektkunst.

Die Ausstellung beleuchtet die kurzen künstlerischen Erfahrungen der Künstlerinnen an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Ländern, jeweils geprägt von den spezifischen geografischen, kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten. Im Mittelpunkt stehen der Wunsch nach Austausch, das gegenseitige Kennenlernen auf künstlerischer und persönlicher Ebene sowie das Streben nach feministischer Gleichstellung – hier wie dort.

Künstlerinnen: Island – Kristín Gunnlaugsdóttir, Sigríður Rut Marrow, Hulda Vilhjálmsdóttir

Österreich – Birgit Graschopf, Tanja Prušnik, Ramona Schnekenburger

Projektleiterin, Initiatorin und Koordinatorin: Rut Marrow Theodórsdóttir

Unterstützerin/Botschafterin: Helga Hauksdóttir

Kuratiert von Tanja Prušnik 

 

Die Kärntner Kulturstiftung (KKS) fördert und vernetzt Kunst und Kultur aus Kärnten und präsentiert in der Factory eine Ausstellung mit zeitgenössischen Künstler*innen aus Kärnten (4.–27.9.2026). Anhand ausgewählter Werke von neun national und international anerkannten Künstler*innenpersönlichkeiten wird ihre Herkunft aus dem Süden Österreichs in den Fokus gerückt. KKS-KUNSTPROJEKT – I’M FROM CARINTHIA (Arbeitstitel) zeigt repräsentative Hauptwerke aus unterschiedlichen Werkphasen von Maria Lassnig, Kiki Kogelnik, Meina Schellander, Hans Staudacher, Bruno Gironcoli, Hans Bischoffshausen, Peter Krawagna, Valentin Oman und Wolfgang Hollegha. Die Leihgaben zur Schau stammen aus den Sammlungen des Landes Kärnten, der STRABAG ART Collection und der Sammlung Liaunig und umfassen die Bereiche Malerei, Grafik, Skulptur und Objektkunst zwischen 1960 und 2025.

Kuratiert von Christine Wetzlinger-Grundnig (Direktorin Museum Moderner Kunst Kärnten MMKK) und Ulli Sturm (Kärntner Kulturstiftung KKS/Kunstbüro)  

 

Weitere geplante Projekte in der Factory: Eine Personale des albanischen Künstlers und Ministerpräsidenten Edi Rama, in Kooperation mit dem österreichischen Sammler Werner Trenker und der albanischen Botschaft, sowie unter dem Titel FREIHEIT eine Schau mit neuen installativen Arbeiten der österreichischen Künstlerin Sabine Wiedenhofer (beides Herbst 2026).

 

Zusätzlich werden zahlreiche Projekte (Ausstellungen, performative Settings, Abendveranstaltungen) von Mitgliedern der Künstlerhaus Vereinigung geplant und umgesetzt. Beispielhaft seien hier zwei Projekte genannt: Die Gruppenschau 40 Jahre ASIFA AUSTRIA. Die Ausstellung. Arbeiten von 1985_2025 _Animation & bildende Kunst sowie die Ausstellung SCALING MEMORIES mit Werken von Dora Mai, Mona Radziabari, Christiane Spatt und Anita Steinwidder.

 

Etablierte Veranstaltungsreihen werden weitergeführt: Unter anderem die von Michael Fischer kuratierte Konzertreihe ROTOR, der Film- und Gesprächsabend TALKING SCREEN in Kooperation mit sixpackfilm und das von Martina Tritthart und Holger Lang kuratierte FREIE KINO in Kooperation mit dem Stadtkino im Künstlerhaus.

 

KUNSTVERMITTLUNG

Die Kunstvermittlung mit Angeboten für alle Altersgruppen ist eines der Markenzeichen des Künstlerhauses. Dabei steht der künstlerische, aktive, kreative Prozess im Mittelpunkt. Wie im Ausstellungsprogramm geht es bei allen Vermittlungsangeboten um die Vielfalt künstlerischer Zugänge – übersetzt in Formen der Kreativität und des aktiven Gestaltens.

Das vielfältige Programm umfasst regelmäßige Ausstellungsrundgänge sowie ein reiches Angebot an kreativen Workshops, die sich thematisch an den Ausstellungen orientieren und verschiedene künstlerische Techniken umfassen. Ob bei Babyführungen, im Mini- oder Krabbelatelier, bei Workshops für Schulklassen und (Hort-)Gruppen oder im Rahmen eines privat organisierten Angebots – die Programme werden jeweils an die Gruppe angepasst und laufend weiterentwickelt.

Zusätzlich entstehen jedes Jahr partizipative Projekte in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Künstlerhaus Vereinigung. Diese sind in allen Bereichen der bildenden Kunst tätig: Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur, Film, Audio, Fotografie. Der aktive Austausch mit Künstler*innen ermöglicht den Teilnehmer*innen einen einzigartigen, authentischen Einblick in die Welt der bildenden Kunst und stellt eines der Merkmale der Vermittlung im Künstlerhaus dar.

Auch barrierefreie Vermittlungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden laufend ergänzt. Die erfolgreichen Rundgänge und Kreativworkshops in verständlicher Sprache sowie die barrierefreien Angebote für Menschen mit Demenz und für Menschen mit Sehbeeinträchtigung werden weitergeführt. Im Mittelpunkt der Workshops stehen leicht zugängliche Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst. Die wechselnden Ausstellungen der Vereinigung spielen dabei eine wesentliche Rolle und ermöglichen unterschiedliche Schwerpunkte und neue Zugangsmöglichkeiten.

 

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