Ab 28. Mai: QUEER TANGO FACTORY in der Künstlerhaus Factory

Ab 28. Mai: QUEER TANGO FACTORY in der Künstlerhaus Factory

Foto: “QUEER TANGO FACTORY” / Fotocredit: © Bettina Patermo / Quelle: Künstlerhaus Factory

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EIN PRODUKTIONSRAUM KOLLEKTIVES ENTDECKEN UND PRODUZIEREN VON SPIELRÄUMEN

 

Das neoliberale, patriarchale System steuert, es formiert, es hierarchisiert, es segregiert. Fast könnte man denken, wir werden bewegt. Es sind aber die Einzelnen in ihrem bewegten, kollektiven Tun, die mit ihren Körpern dieses System gestalten und Ungleichheiten aufrechterhalten. Mit einer transformierenden Bewegung – Zeichnung, Video, Fotografie, Kurzanimationsfilm, Sprache und bewegtem Experimentieren – tritt das Kollektiv lxs hermanxs in einen Polylog mit den Besucher*innen, um gemeinsam mit ihnen nach Spielräumen zu suchen, die das System verschieben; ein Herstellen von andersartigen Bewegungsfolgen, die inklusive Gesellschaften generieren.

 

Die Factory-Tage sind an den Spielräumen der Koexistenz von Verschiedenem interessiert, an Bewegung im Modus des Sowohl-als-auch. Jede Bewegung enthält Vielfalt und Widersprüchliches, in jeder Bewegung der Einzelnen befinden sich Spielräume.

 

Um eine gemeinsame Bewegungssprache zu finden, nützt das Kollektiv den queeren Tango, eine Praxis, die gesellschaftliche Setzungen infrage stellt und in einem Modus des Miteinandertanzens an diesen Setzungen rüttelt, sie bestätigt, sie verwirft, gerechtere Setzungen vornimmt und vieles mehr.

 

Das Kollektiv lädt zum gemeinsamen Produzieren ein. Jeder Factory-Tag hat ein anderes Thema und ist für alle Menschen, unabhängig von Bewegungs- und/oder Tanzerfahrung oder körperlicher Konstitution, geeignet.

 

Ein Projekt von lxs hermanxs – Bettina Patermo, Arno Plass

 

Programm

 

28.5.2024, 15–17 Uhr

Eröffnung

Herstellen von Körperräumen

Spielräume der Bewegung

Was bedeutet queer?

Identität vs. Verschiebung

Das Wissen unserer Körperräume enthält, was wir (nicht) tun. In einer Gegenüberstellung von Tango und Tango Queer erkunden wir die Bedeutung einer queeren Praxis und denken praktisch über Identität und Verschiebung nach.

 

 

29.5.2024, 15–17 Uhr

Herstellen von Mustern

Spielräume des Situierens/Identifizierens

Wer braucht schon Männer und Frauen?

Enge vs. Weite von Genderrollen

Kulturelle Praktiken produzieren vorgefertigte Rahmen, innerhalb derer wir uns identifizieren und situieren. Indem wir die Muster von Mann und Frau infrage stellen, bewegen wir uns durch die Beschränkungen fixierter Geschlechterrollen hindurch.

 

 

30.5.2024, 15–17 Uhr

Herstellen von Praktiken

Spielräume des Form(ier)ens

Bewegung formt Kultur

Was ist Disziplin?

Vom Disziplinieren zum Lernen

Kultur als Praxis vs. Disziplinen des Bewegens

 

Kulturen formieren sich durch die darin enthaltenen Möglichkeiten, sich zu bewegen, was im Wechselspiel ein Formen der Einzelnen erlaubt oder verhindert. Jedes Formen braucht Disziplin, wir fragen, wo Disziplin als Modus des Disziplinierens operiert bzw. wo Disziplin die Aneignung von notwendigem Wissen ermöglicht.

 

 

31.5.2024, 15–17 Uhr

Herstellen von Körperräumen und Gesten

Spielräume des Ausdrucks

Tango vs. Tango Queer

Konvention: Wo hat sie Sinn? Wo ist sie sinnlos?

Konvention vs. Transformation

In unseren Kulturen verhandeln wir nicht alles verbal, wir drücken uns durch Gesten aus. Gesten sind vor sich gehende Körperbewegungen, sie bestätigen oder brechen mit Konvention. Wir tanzen queeren Tango, um in die Nützlichkeit von Konvention einzutauchen.

 

 

1.6.2024, 15–17 Uhr

Herstellen von Gemeinschaft

Spielräume des Konfigurierens

Vielfältige Gesellschaft

Indem wir uns bewegen, konfigurieren wir Gesellschaft. In einer konfigurierenden Bewegung der Elemente der letzten Tage fordern wir Pluralität in unseren Gesellschaften.

 

 

1.6.2024, 19–23 Uhr

Abschlussveranstaltung

Queer Milonga

Tanzen als formierendes Community-Event

 

 

Ein informeller Abschluss der QUEER TANGO FACTORY mit Musik (DJ Dimitri Tsambrounis), Tango und der Freude vielfältigen Zusammenseins.

Zugang über Bösendorferstraße 10.

 

lxs hermanxs

Bettina Patermo, gebürtige Oberösterreicherin mit sizilianischen Wurzeln, studierte Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Linz und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien, Mödling und Bad Waltersdorf. Mitglied der Künstlerhaus Vereinigung seit 2010.

 

Arno Plass arbeitet an den Schnittstellen von Wissenschaft, Kunst und Kultur. Er forscht transdisziplinär an den Orten der Verknüpfung von körperlicher Bewegung und kultureller Bedeutung. Plass lehrt an Universitäten im In- und Ausland zu bewegungsorientierten Themenstellungen.

 

https://www.kuenstlerhaus.at/

https://www.facebook.com/kuenstlerhauswien

https://www.instagram.com/kuenstlerhauswien/

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