c’t bei YouTube: Schnee auf Solarpanels
@frauenbusinessatalexa | Hannover, 26. Januar 2026 | Anzeige.Unbezahlt.
Freiräumen der PV-Anlage lohnt sich nicht
Das manuelle Entfernen von Schnee von Photovoltaik-Anlagen im Winter bringt kaum finanzielle Vorteile und birgt zudem Risiken. Zu diesem Schluss kommt Europas führendes IT- und Technikmagazin c’t in der jüngsten Folge seines YouTube-Kanals „c’t Phasenlage“. Die Redaktion warnt vor riskanten Reinigungsaktionen und empfiehlt, die Schneeschmelze abzuwarten – meist rutscht der Schnee dank Dachneigung von selbst ab.
„Die Erträge von Photovoltaik-Anlagen sind im Winter ohnehin sehr gering“, erläutert c’t-Redakteur Jörg Wirtgen. „Selbst an sonnigen Dezembertagen ohne Schnee erreichen kleine Balkonkraftwerke oft nur 0,3 bis maximal 1,0 Kilowattstunden pro Tag.“ Auch bei größeren Dachanlagen liegen die Erträge pro Panel nur bei wenigen Kilowattstunden täglich.
Eine manuelle Schneeräumung birgt erhebliche Risiken: Vereiste und verschneite Dächer sind rutschig, zudem können die empfindlichen Solarmodule beschädigt werden. „Der finanzielle Nutzen steht in keinem Verhältnis zur Gefährdung“, warnt Wirtgen. „Schon wenige Millimeter Neuschnee können zudem die mühsame Räumarbeit zunichtemachen.“
Von anderen Abtau-Methoden wie dem Übergießen mit heißem Wasser oder dem Durchleiten von Strom raten die Experten dringend ab. Diese können die Module beschädigen und verbrauchen möglicherweise mehr Energie als sie einsparen. Wer dennoch räumen möchte, sollte ausschließlich weiche Besen oder Gummischaber an Teleskopstangen verwenden und nicht auf die Module treten.
Die regelmäßige Reinigung von Solaranlagen ist laut c’t nur bei starker Verschmutzung sinnvoll, die zu Leistungseinbußen von mehr als zehn Prozent führt. Professionelle Reinigungen kosten zwischen zwei und fünf Euro pro Quadratmeter. In den meisten Fällen sorgt ein Neigungswinkel von mindestens 20 Grad und der Regen für eine ausreichende natürliche Säuberung.
Die beste Strategie im Winter ist es, die natürliche Schneeschmelze abzuwarten. „Die entgangenen Erträge sind minimal“, fasst Wirtgen zusammen. „Sicherheit geht vor– auch wenn die Anlage ein paar Tage keinen Strom produziert.“