CD & One Earth – One Ocean: Schüler engagieren sich als Ozeanretter
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One Earth – One Ocean & CD: Kampf gegen Meeresverschmutzung
Schüler engagieren sich als Ozeanretter
Die Plastikverschmutzung der Ozeane beschäftigt nun auch Schülerinnen und Schüler. Jährlich werden allein in Deutschland z.B. noch immer rund zwei Milliarden Plastiktüten verbraucht – knapp 24 Tüten pro Bundesbürger. Und neben Plastiktüten gibt es natürlich noch unzählige andere Plastikverpackungen. Als Folge landen täglich gigantische Mengen Plastik in den Weltmeeren, wenn diese nicht ordnungsgemäß entsorgt werden. Die Ozeane werden zur Müllhalde. „Wissenschaftler vermuten, dass wir 2050 mehr Plastik als Fische im Meer haben“, erklärt Bettina Kelm, Referentin Umweltbildung One Earth – One Ocean e.V.. Dabei verschmutzt rücksichtsloses Wegwerfen nicht nur die Umwelt, sondern birgt auch Gefahren für Mensch und Tier.
Die Notwendigkeit, die Problematik des Plastikmülls in den weltweiten Gewässern zu lösen, ist daher für immer mehr Menschen, ob Klein oder Groß, ein Anliegen. So auch für Günther Bonin. Die Mission des passionierten Seglers und seines Teams der gemeinnützigen Umweltorganisation One Earth – One Ocean: Die Weltmeere und Binnengewässern von Plastik befreien und den Wertstoff in einen Wiederverwertungskreislauf zurückführen. Denn: „Am Ende der Kette steht der Mensch und der isst dann letztendlich auch Plastik. Je mehr wir unsere Gewässer verschmutzen, desto gefährlicher wird es auch für uns“, so Bonin.
Bereits seit zehn Jahren arbeitet der ehemalige IT-Manager am Konzept einer maritimen Müllabfuhr. Seine Sammelschiffe reinigen die Meere und Flüsse von Plastikmüll, Öl und Chemikalien. Anschließend wird das gesammelte Plastik entweder recycelt oder Öl und Energie gewonnen. Denn aus einer Tonne Kunststoff lassen sich ca. 800 Liter Öl rückgewinnen. Die Sammelschiffe unterschiedlicher Größe sind mittlerweile in der Ostsee sowie vor Kambodscha und Hong Kong im Einsatz. Hunderte Unternehmen und Privatpersonen, darunter auch CD, unterstützen die Organisation dabei.
Neben der Sammlung des Plastikmülls sensibilisiert die Umweltorganisation dafür, dass Plastikmüll gar nicht erst in die Natur gelangt und der Plastikverbrauch durch bewussten Konsum möglichst minimiert wird. Und das fängt schon bei den Kleinen an. In altersspezifischen Vorträgen von der Grundschule bis zur Oberstufe beleuchtet One Earth – One Ocean die globale Verschmutzung der Meere, die Belastung heimischer Gewässer, informiert bei höheren Jahrgängen auch über Mikroplastik, Gift in Plastik und zeigt auf, was jeder beitragen kann. Und das kommt an. „Für alle Schüler, die nach dem Vortrag begeistert vorne stehen und auch etwas zur Rettung der Meere beitragen möchten, haben wir das Ozeanretter-Projekt ins Leben gerufen“, erklärt Bettina Kelm.
Die Schülerinnen und Schüler überlegen sich einen konkreten Plan zur Vermeidung von Plastik im Alltag und dokumentieren die Umsetzung. Junge Projektteilnehmer erklären: „Es ist schon wichtig, dass jeder von uns etwas macht, weil ein Mensch alleine kann das nicht schaffen.“ Eine Mitschülerin ergänzt: „Die Welt zu retten, sollte eigentlich gar keinem egal sein.“
Schon gewusst?
- Pro Minute (!) gelangt so viel Plastikmüll in die Meere, wie in einen einzigen Müllwagen passt.
- Plastik in Ozeanen hat eine unglaublich lange Lebensdauer – eine PET-Flasche z.B. 450 Jahre!
- Pro Minute werden weltweit eine Million Plastikflaschen produziert.
- Deutscher Plastikmüll verschmutzt auch die Umwelt und Meere im Ausland – und zwar in enormen Mengen. Allein nach Malaysia wurden 2018 über 100.000 Tonnen Plastik verfrachtet, wo es ohne Kontrollen auf Deponien verrottet.
- Nur 9% des weltweiten Kunststoffmülls wird zu neuen Produkten recycelt.
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