Klimaschutz im Abo: Wiener Startup hilft jedem Einzelnen, klimaneutral zu leben

Klimaschutz im Abo: Wiener Startup hilft jedem Einzelnen, klimaneutral zu leben

Foto: “TeamClimate – Helioz Bangladesch” / Fotocredit & Quelle: © Helioz

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Obwohl kaum ein Thema in den letzten Jahren medial so häufig diskutiert wurde und in der Politik  Klimaschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt verschwindet alle 9 Sekunden ein Hektar Regenwald. Die EU will bis 2050 klimaneutral werden. Klimaneutralität ist auch das Ziel, das TeamClimate verfolgt – allerdings sofort. Das innovative Startup TeamClimate hat eine Plattform zur Berechnung, Reduktion und zum Ausgleich des persönlichen CO2-Fußabdrucks entwickelt. Ähnlich wie bei einem Netflix-Abo kann jeder Einzelne monatlich seinen Teil zum Klimaschutz leisten. 

Ob in den Medien, in der Politik oder beim Stammtisch: das Thema Klimakrise hat sich in den letzten Jahren so ziemlich überall dort verbreitet, wo diskutiert wird. Mittlerweile gibt es ein allgemeines Bewusstsein, dass der Klimawandel katastrophale Folgen hat und haben wird. Umso mehr braucht es innovative, kreative Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise. Das österreichische Startup TeamClimate hat eine Plattform entwickelt, die Privatpersonen zur Klimaneutralität verhilft. Karim Abdel-Baky, neben Christoph Rebernig einer der beiden Gründer von Team Climate, erklärt: „Mit unserer Plattform haben Privatpersonen sowie Unternehmen die Möglichkeit, ihren eigenen CO2-Fußabdruck zu berechnen, zu reduzieren und schlussendlich durch Klimaschutzprojekte die unvermeidbaren Emissionen auszugleichen.“ Durch die Nutzung des Angebots leistet jeder Einzelne bereits heute seinen Beitrag für eine bessere Zukunft. 

Ab sieben Euro pro Monat zur Klimaneutralität
Die Berechnung seines persönlichen jährlichen CO2-Fußabdruck ist auf der Plattform TeamClimate kostenlos und ohne Registrierung möglich. Dies geschieht durch die Beantwortung von 30 wissenschaftlich fundierten Fragen zum persönlichen Lebensstil. Basierend auf den eigenen Emissionen errechnet die Plattform dann einen Betrag zum Ausgleich des verursachten Fußabdrucks. Abdel-Baky erläutert: „Nach der Berechnung der persönlichen Emissionen kann man diese durch ein Klima-Abo ausgleichen oder gar durch einen höheren Beitrag mehrmals kompensieren.“ Jeder Abonnent erhält Zugang zu seinem persönlichen Profil auf www.teamclimate.com und der Analyse des eigenen ökologischen Fußabdrucks. Weiters gibt es Tipps und Empfehlungen für einen klimaneutraleren Lebensstil. Durch die monatlichen Beiträge der Kunden, die für Privatpersonen bei 7€ beginnen, wird eine Kombination aus drei von den United Nations zertifizierten Klimaschutzprojekten unterstützt.

Warum es nicht reicht den persönlichen Fußabdruck zu reduzieren
Eine reine Reduktion der verursachten Emissionen reiche für das Ziel der Klimaneutralität nicht aus. „Die aktuellen Ergebnisse der Forschung zeigen deutlich, dass wir neben einer aktiven Reduktion auch einen Ausgleich der unvermeidbaren Emissionen benötigen, um den eigenen CO2-Fußabdruck auf 0 zu bringen“, so Abdel-Baky. Denn der CO2-Ausstoß einer in Österreich lebenden Person ist durchschnittlich mehr als 12-mal zu hoch, um die Klimakrise zu verhindern. Selbst Personen, die sich vegan ernähren, nie fliegen und kein Auto fahren, verursachen immer noch rund 4-mal zu viel CO2.“ TeamClimate entwickelte also eine Plattform, auf der man auf eine Kombination aus dem Vermeiden und dem Ausgleichen der CO2-Emissionen setzt und somit klimaneutral lebt. Zu den prominentesten Firmenkunden von TeamClimate zählen unter anderem das österreichische Umweltministerium sowie Unternehmen wie Bank Austria oder die Ottakringer Brauerei. 
 
Warum TeamClimate Kunden ablehnt
Das Startup lehne auch immer wieder Anfragen ab, betont Abdel-Baky: „Aufgrund der fehlenden Bereitschaft zur Reduktion von Emissionen haben wir in der Vergangenheit bereits Kooperationsanfragen von Privatjets, Kreuzfahrtlinien oder Steakhäusern abgelehnt.“ Solche Unternehmen würden schlichtweg dem Grundsatz von Team Climate, also „messen, reduzieren, unvermeidbare Emissionen ausgleichen“, widersprechen. „Sicherlich sind solche Deals aus finanzieller Sicht attraktiv, jedoch spricht es klar gegen unsere Mission und unsere Werte, Unternehmen beim Greenwashing zu unterstützen. Wir wollen echte Veränderung vorantreiben“, verdeutlicht Abdel-Baky. Um höchste Transparenz zu garantieren, sind auf teamclimate.com sämtliche unabhängigen Zertifizierungsberichte der United Nations oder auch Monitoringberichte der Universität für Bodenkultur Wien ersichtlich. 

Ausgleich durch zertifizierte Projekte
Durch die Unterstützung von drei Klimaschutzprojekten werden 100 Prozent der unvermeidbaren CO2-Emissionen ausgeglichen. Unterstützt werden aktuell Projekte, die den Schutz des Amazonas in Peru garantieren, Kohlekraftwerke durch Windenergie in Indien ersetzen sowie sauberes Trinkwasser in Bangladesch ermöglichen. Abdel-Baky betont: „Sämtliche Projekte von TeamClimate werden neben der Zertifikation durch die United Nations auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen.”

In der Schule gegründet
Vor rund sechs Jahren beschlossen die beiden Gründer – damals noch Schüler einer Wiener Handelsakademie – selbst etwas zum Kampf gegen die Klimakrise zu tun. Nach mehreren Jahren des Austausches mit Expert:innen und Unternehmenskooperationen startete im Juli 2020 die Plattform TeamClimate, die inzwischen bereits mehrere Tausend Menschen aus über 30 Ländern von ihrem Konzept überzeugen konnte. Bei einem der Projekte in Peru beispielsweise schon mehr als 6,5 Millionen Quadratmeter Regenwald durch die TeamClimate Community geschützt, was ungefähr zweimal der Fläche des Central Parks entspricht. 

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