INTEGRAL-Studie zum Tag der Freundschaft am 30.07.

INTEGRAL-Studie zum Tag der Freundschaft am 30.07.

Pressemitteilung

Offline ist Trumpf

Doch Sorge um die künftige Qualität von Freundschaften

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt“ sehen das die Österreicher  ebenso  wie  schon  1930  die  Comedian  Harmonists?  Am  30.  Juli  findet  der Internationale Tag der Freundschaft statt. Wenngleich dieser Gedenktag sich mit 8% noch geringer   Bekanntheit  erfreut,   ist  das  Thema   Freundschaft   hoch  angeschrieben.   Echte Freundschaften „im richtigen Leben“ können dabei durch nichts ersetzt werden. Das Internet spielt hier aber eine ergänzende Rolle. INTEGRAL hat nachgefragt: Wie viele Freunde hat man in Österreich? Welche Aspekte sind bei einer Freundschaft am wichtigsten? Wie steht man zu Freundschaften zwischen Mann und Frau? Und mit globaler Perspektive: mit welchen Ländern sollte Österreich befreundet sein?

 

Nicht alle haben einen besten Freund bzw. eine beste Freundin

Sieben von zehn Teilnehmern der aktuellen Online-Befragung können sich klar festlegen, dass sie mit einer bestimmten Person am besten befreundet sind. Frauen beziehen hier noch etwas stärker Position als Männer. Was allerdings „enge Freunde“ sind, darüber scheint man sehr unterschiedlicher Meinung zu sein. Während die Hälfte bis zu vier enge Freunde hat, gibt es durchaus Einzelne, die 50 oder gar 100 angeben.  Zählen die Befragten auch nicht ganz so enge Beziehungen  hinzu,  so  kommt  man  etwa  auf  20  Freunde.  Der  gesamte  Freundes-  und Bekanntenkreis umfasst gut 100 Personen.

 

Man hat etwas weniger Freunde als noch vor fünf Jahren

Gut  die  Hälfte  hat  gleich  viele  Freunde  wie  vor  einem  halben  Jahrzehnt.  18%  zählen  im Zeitvergleich mehr Freunde, 25% hingegen weniger. Unterm Strich bedeutet das: die Anzahl der Freunde hat leicht abgenommen. Besonders negativ fällt die Bilanz in der Gruppe der 16-29- Jährigen aus. Die künftige Freundeszahl schätzt man hingegen stabil ein.

Das Internet ist (noch) keine Bedrohung für Freundschaften

Echte Freundschaften sind nicht durch die virtuelle Welt zu ersetzen: Vier von fünf Befragten finden, dass man diese nur im „richtigen Leben“ führen kann. Nur 18% haben Internet-Freunde, die  sie  gar  nicht  persönlich  kennen.     Für  die  Zukunft  ist  man  dennoch  besorgt  über  die

Auswirkungen  der  Digitalisierung:  Immerhin  jeder  Zweite  befürchtet,  dass  Freundschaften durch eine Verlagerung ins Internet in Zukunft weniger gepflegt werden könnten.

Der Digitalisierung gewinnt man aber auch Positives ab: Zwei Drittel glauben, dass man durch das Internet Freunde wiederfindet, die man aus den Augen verloren hatte.

Freundschaft wird an der eigenen Fürsorge gemessen

Beim wichtigsten Kriterium einer Freundschaft setzt man am stärksten bei sich selbst an: Für 85% macht es eine Freundschaft aus, dass man für den Anderen da ist, wenn man gebraucht wird. Kaum weniger Befragte messen die Freundschaft daran, dass der Andere sich kümmert, dass man über alles reden kann und ehrlich zueinander ist.

 

Gemeinsame Werte und Überzeugungen spielen aber nur mehr für vier von zehn eine wichtige Rolle. Dazu passt, dass acht von zehn mit Personen mit anderen politischen Ansichten und zwei Drittel mit Menschen mit anderen religiösen Überzeugungen eng befreundet sind. Auch andere Gegensätze bilden das Salz in der Suppe einer Freundschaft: Je drei Viertel haben auch Freunde mit geringerem Bildungsstand oder mit anderer Herkunft und immerhin 45% mit einer anderen sexuellen Orientierung.

Freundschaft zwischen Mann und Frau ist möglich und kann eine Beziehung begründen

Nur 18% glauben, dass man mit dem anderen Geschlecht (eher) nicht befreundet sein kann. Allerdings  bekundet  gut  jeder  Zweite,  dass  in  einer  gemischten  Freundschaft  das  Risiko unterschiedlicher  Erwartungen  besteht.  Aber  vier  von  zehn  finden  sexuelle  Beziehungen zwischen Freunden auch in Ordnung. Und drei Viertel sind sogar der Meinung, dass sich aus einer Freundschaft zwischen Mann und Frau eine gute Liebesbeziehung entwickeln kann.

Die Vorstellung von „Freundschaft“ hängt mit persönlichen Grundüberzeugungen zusammen

Allerdings   stellen   sich   unterschiedliche   Bevölkerungsgruppen   unter   „Freundschaft“   ganz verschiedene Beziehungsmuster vor, wie Bertram Barth, Geschäftsführer von INTEGRAL, am Beispiel der Sinus-Milieus® erläutert. „Es gibt zwei Zukunftsmilieus, die in unserer Gesellschaft künftig eine immer größere Rolle spielen werden, die Adaptiv-Pragmatischen (die neue Mitte) und die Digitalen Individualisten (die neue Elite). Ihre Vorstellungen von Freundschaft könnten verschiedener nicht sein. Für die Adaptiv-Pragmatischen ist Freundschaft eine eher traditionelle Werte- und  Schicksalsgemeinschaft. Digitale  Individualisten  denken  aber  bei  „Freundschaft“

eher  an  Erlebnisgemeinschaften  –  wichtig  sind  spannende  Erlebnisse  mit  interessanten Menschen, durchaus auch virtuell, im Internet, und nicht unbedingt auf lange Dauer angelegt“. Mehr Informationen zu den Sinus-Milieus® finden Sie auf der INTEGRAL Webseite.

Stärkste Länderfreundschaft mit Deutschland

Anlässlich des Internationalen Tages der Freundschaft wurde auch jene zwischen Ländern und Kulturen beleuchtet. Am stärksten schreibt man Österreich eine Freundschaft mit Deutschland zu  (69%),  gefolgt  von  der  Schweiz  (54%)  und  Italien  (46%).  Wie  unser  Partner  SINUS  in Kooperation mit YouGov herausgefunden hat, beruht die Beziehung zwischen Österreich und Deutschland nur bedingt auf Gegenseitigkeit: Lediglich 26% der Deutschen sind der Ansicht, ihr Land   sei   mit   Österreich   gut   befreundet.   Deutsche   definieren   aber   auch   persönliche Freundschaften grundsätzlich enger als Österreicher und zählen daher vergleichsweise weniger Personen zu ihrem Freundeskreis.

 

 

Dies sind  Ergebnisse aus der  INTEGRAL-Eigenforschung. Im Rahmen  einer  Online-Befragung

wurden im Juli 2018 500 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen

16 und 69 Jahren befragt.

 

Über INTEGRAL

INTEGRAL ist ein Full-Service-Institut und Anbieter maßgeschneiderter Marktforschungslösungen auf wissenschaftlicher Basis, von der Datenerhebung bis zur Lieferung handlungsrelevanter Informationen und  Empfehlungen.  In  Kooperation  mit  dem  Heidelberger  Sinus-Institut,  dessen  Mehrheitsanteile INTEGRAL im Jahr 2009 übernommen hat, engagiert sich der österreichische Marktforscher intensiv in der Sinus-Milieu® Forschung. Die Ergebnisse bieten Marketingentscheidern aus Unternehmen, Medien und Politik wettbewerbsrelevante Informationen über Märkte und Zielgruppen.

Freundschaft_Grafik_Text_web

Quelle: INTEGRAL

Foto: “An einem Strang
Von W. Heiber Fotostudio

Fotolia #15085267

https://stock.adobe.com/de/images/an-einem-strang/15085267

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *


*