Rekordminus bei Organtransplantationen

Rekordminus bei Organtransplantationen

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Mit dieser Technologie könnten wir schon heute Leben retten

 

Österreich gilt eigentlich als Vorzeigeland der Organspende. Denn jede:r Bürger:in ist durch die Widerspruchslösung automatisch nach seinem oder ihrem Ableben Organspender:in – sofern man dem nicht zu Lebzeiten widersprochen hat. Zum Jahresende 2023 befanden sich 810 Personen auf Wartelisten und im letzten Jahr wurden 648 Transplantationen durchgeführt[1]. Die Diskrepanz scheint statistisch – und im Vergleich zu Ländern mit gravierendem Organmangel wie Deutschland – gesehen gering. 

Doch nicht alle Menschen, die ein Organ benötigen, befinden sich auf der Liste und manche Patient:innen warten auf mehrere. So kommt es auch in Österreich vor, dass Menschen auf Wartelisten sterben, bevor sie ein passendes Spenderorgan erhalten konnten. Die Anzahl an Transplantationen hat in den letzten Jahren alarmierend abgenommen. Dafür mitverantwortlich sind veraltete und zeitintensive Methoden, die Transplantationsprozesse verzögern – und durch den Personalmangel verschärft sich die Lage zunehmend. Neue Studien zeigen jedoch, dass die Umstellung auf Technologien wie dem VivaScope 2500 diesen Prozess revolutionieren könnten.

 

Die Organtransplantation ist eine der größten Errungenschaften der modernen Medizin, die jedoch durch den zunehmenden Fachkräftemangel im österreichischen Gesundheitswesen vor Herausforderungen steht. Auch in Österreich warten trotz Maßnahmen wie der Teilnahme acht europäischer Länder zur zentralen Warteliste von Eurotransplant immer noch mehr Menschen auf ein Spenderorgan, als jene eines (rechtzeitig) erhalten. „Traditionelle Verfahren sind oft zu langsam und erfordern hochspezialisiertes Personal, das zunehmend knapp wird“, erklärt Dr. Roberto Banchi, Arzt und Anwendungsspezialist beim Medizintechnik-Unternehmen VivaScope. Neue technologische Ansätze, wie die Ex-vivo-Konfokalmikroskopie (FCM), bieten jedoch Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung dieser Situation. „Mit Technologien wie dem VivaScope 2500 können wir den Transplantationsprozess beschleunigen und gleichzeitig die Qualitätssicherung deutlich verbessern“, betont Dr. Banchi. So ermöglicht das VivaScope 2500 eine schnelle und präzise Beurteilung von Spenderorganen direkt nach der Entnahme, zudem reduziert die digitale Bildgebung den Gewebeverlust. Eine Digitalisierung verspricht dabei nicht nur effizientere Diagnosen, sondern auch eine Entlastung des Gesundheitssystems.

 

Anzahl der realisierten Organspenden auf dem Tiefststand – Veraltete Methoden sind zeitintensiv

Laut den Transplantationsberichten nehmen die Organtransplantationen in Österreich ab: Waren es 2018 noch 795, lassen sich 2023 nur noch 648 verzeichnen. Sowohl die Spendermeldungen als auch die Anzahl der tatsächlichen Organspenden ist zurückgegangen: Mit 33,8 Spendermeldungen pro Million Einwohner:innen, aber nur 17,6 tatsächlich durchgeführten Spenden (pro Mio. EW) ist das der niedrigste Wert in Österreich seit Beginn des Förderprogramms der Gesundheit Österreich GmbH im Jahr 2001. Der Grund dafür ist altbekannt, wenn auch dadurch nicht weniger erschreckend: Die Engpässe im Gesundheitspersonal erschweren zeitintensive Behandlungen. Die große Hürde bei Transplantationen ist die Verträglichkeit zwischen Spender:in und Empfänger:in, die gewährleistet werden muss. Die Beurteilung von Spenderorganen ist jedoch zeitaufwändig, wie Dr. Banchi berichtet: „Viele Krankenhäuser verfügen nicht über die notwendige Infrastruktur für eine rund um die Uhr verfügbare Gefrierschnittdiagnostik, was zu Verzögerungen und potenziell zu einer geringeren Anzahl verfügbarer Organe führt.“

 

Organe werden nicht gemeldet? Personalmangel im Gesundheitswesen hat weitlaufende Folgen

In Österreich sind Ärzt:innen nicht gesetzlich dazu verpflichtet, potenzielle Spender:innen zu melden. Das Krankenhaus, in dem sich das zu spendende Organ befindet, muss Intensivmediziner:innen, Anästhesist:innen und Pflegepersonal selbst bereitstellen, nur die Entnahme und der Transport wird extern übernommen. Expert:innen halten es demnach für durchaus möglich, dass Ärzt:innen wegen fehlender personeller Ressourcen potenzielle Spender:innen gar nicht melden. Der Organmangel in Österreich verschärft sich dadurch. Angesichts stagnierender Transplantationszahlen und dem anhaltenden Engpass beim Gesundheitspersonal ist es dringend notwendig, neue Technologien einzuführen, die diese Prozesse erleichtern und zeitgleich das verfügbare Personal entlasten können. Dabei belegt eine Studie[2], dass der Einsatz von ex vivo Technologien, wie mit dem VivaScope 2500, das Potenzial birgt, den Transplantationsprozess effizienter zu gestalten und die Personallücke zu schließen. „Färbe- und Scanverfahren, die bei der Beurteilung der Organe zum Einsatz kommen, können nach einem kurzen Training auch von nicht spezialisierten Mitarbeitenden durchgeführt werden. Das reduziert den Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften und entlastet das Gesundheitssystem“, erklärt Dr. Banchi.

 

Alte Verfahren sind zeit-, kosten- und personalintensiv: Digital rettet Leben

Der Fachkräftemangel in der Medizin, besonders in der Transplantationspathologie, wird zunehmend zu einem kritischen Problem. Traditionelle Verfahren wie der Gefrierschnitt sind zeit- und kostenintensiv und erfordern hochspezialisiertes Personal, das immer knapper wird. Neue Technologien können die Prozesse effizienter gestalten: „Das VivaScope Gerät ermöglicht eine schnelle und präzise Beurteilung von Spenderorgangen direkt nach der Entnahme“, erklärt Dr. Banchi und verweist auf eine Studie[3], die dies belegt. Weil das Gerät Bilder von frischem Gewebe erfasst, können auch typische Artefakte, die bei gefrorenem Gewebe auftreten, vermieden werden. Das führt zu einer zuverlässigeren Bewertung potenzieller Transplantate. Vor allem, wenn nur begrenztes Gewebematerial zur Entscheidungsfindung, ob ein Organ zur Spende geeignet ist oder nicht, zur Verfügung steht, ist das ein besonders wichtiger Vorteil. „Wenn diese Technologie zum Standard wird und aktuelle Verfahren unterstützt, können wir bereits jetzt viel mehr erfolgreiche Transplantationen durchführen“, betont Dr. Banchi. Die Möglichkeit der sofortigen Beurteilung vor Ort oder aus der Ferne verringert wesentlich zeit- und personalintensiven Transporte. Damit kann nicht nur den sinkenden Transplantationszahlen entgegengewirkt werden, sondern auch die Grundlage für ein internationales, digitales Pathologienetzwerk gestärkt werden – eine echte Chance, das Gesundheitssystem zu entlasten und die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern.

 

[1] https://jasmin.goeg.at/id/eprint/3715/1/TX-Jahresbericht_2023_bf.pdf

[2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37016761/

[3] https://www.springermedizin.de/ex-vivo-confocal-microscopy-performs-real-time-assessment-of-ren/19630104

 

https://vivascope.de/de/

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