Wie Licht uns beeinflusst

Wie Licht uns beeinflusst

Foto: © USA, Idaho, Bannock County, Pocatello, Writer sitting at desk unable to write, www.roomtheagency.com/
“Gelbes Licht ist gemütlich, macht aber auch schläfrig und unproduktiv.”  

Wie Licht uns beeinflusst

Nach dem Licht orientieren sich das Wachstum von Pflanzen und die Aktivität der Tiere. Auch unser Biorhythmus ist von diesem Einfluss des Lichtes nicht ausgenommen. Mit der Wahl der richtigen Beleuchtung können wir unser Wohlbefinden und unsere Produktivität erheblich steigern.

Warum wir im Winter so müde sind

Wenn es wieder zur kalten Jahreszeit hingeht, tanken wir immer weniger Tageslicht. Die Pflanzen- und Tierwelt nutzt diese Zeit, um sich zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. So wirklich Winterschlaf halten wir nicht, aber wir werden alle müder und schlapper, wenn es kaum richtig hell wird. Der Körper schüttet hohe Dosen an Melatonin aus, einem Botenstoff, der dem Körper sozusagen Ruhe und Schlaf signalisiert. Abends hilft uns dieser Stoff einzuschlafen. Doch über Tag wollen wir im Winter ja eigentlich nicht schlafen. Leider möchte unser Biorhythmus etwas anderes.

Wie die richtige Beleuchtung hilft

Nicht nur die Menge von Licht, sondern auch die sogenannte Farbtemperatur ist für die Bildung von bestimmten Botenstoffen verantwortlich. Warmes, gelbes Licht wie das einer Kerze oder normalen Glühbirne führt dazu, dass man sich entspannt und sich wohlfühlt. Ist das Licht auch noch gedämpft, wird sehr viel Melatonin ausgeschüttet. Man wird angenehm schläfrig. Ähnlich ist der rotgelbe Sonnenuntergang gefärbt, dem Körper wird also Schlafenszeit signalisiert. Dieses Licht eignet sich also kaum für Büroräume, in denen tagsüber gearbeitet werden soll.

Kühles, leicht bläuliches Licht hingegen wird nachgesagt, besonders konzentrationsfördernd zu sein und wach zu machen. Wer das bläuliche Licht eines frühmorgendlichen Sonnenaufgangs kennt, wird auch hier den biologischen Zusammenhang schnell verstehen. In Büroräumen sollte also ein Licht mit bläulicher Farbtemperatur eingesetzt werden, so ermüden Augen und Körper nicht so schnell. Allerdings sollte es nicht nur verwendet werden, denn blaues Licht macht nicht nur wach, sondern wird schnell als ungemütlich und kalt empfunden. Ein gesunder Mix aus blauem Bürolicht und hellgelben Lampen in Aufenthaltsräumen und Fluren ist besser für den menschlichen Organismus. Zusammen mit stylischen Lampendesigns und Möbeln, die Lebendigkeit versprühen, können Büroräume die Produktivität und das Wohlbefinden aller Mitarbeiter steigern.

Tablets, Smartphones und Co. können übrigens Schlafprobleme verursachen, da sie eine hohe Menge an bläulichem Licht abstrahlen, was die Bildung von Melatonin stört. Wer abends Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte sich mindestens eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen nicht mehr bläulichem Licht aussetzen.

Licht kann mittels verschiedener Farbtöne auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Mehr zur unterschiedlichen Farbwahrnehmung bei Licht und der Nutzung bei der Farblichttherapie hier.

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