PARFÜM: ALLES, WAS DU DARÜBER WISSEN SOLLTEST
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Wohlriechende Düfte und Essenzen begleiten die Menschen schon seit der Antike. In Mesopotamien und Ägypten wurden ätherische Öle und Salben zur Einbalsamierung und bei Tempelritualen verbrannt, um die Düfte zu den Göttern emporsteigen zu lassen. Das Wort „Parfüm“ stammt aus dem Lateinischen „per fumum“ und bedeutet „durch den Rauch“. Über die mittelfranzösische Sprache erlangte das Wort Parfüm seine weite Verbreitung. Im Mittelalter brachten Kreuzritter exotische Düfte und Elixiere von ihren Kreuzzügen zurück. Etwa zur selben Zeit entwickelten arabische Gelehrte eine Methode, um Düfte aus Rosenblüten zu extrahieren und die Franzosen erfanden die Destillation von Alkohol aus Wein. Diese Ereignisse trugen wesentlich zum Fortschritt der Produktion von Parfüm in der westlichen Welt bei. Sehr bald entwickelten sich Venedig und Grasse, ein kleines Dorf an der Côte d’Azur, zu Parfüm Welthauptstädten.
Im 17. Jahrhundert wurden die ersten Parfümhäuser in Paris eröffnet. Der Beruf des Parfümeurs war geboren. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann man industriell hergestellte Stoffe bei der Herstellung von Parfüm zu verwenden. Dies markierte den Beginn der modernen Parfümerie und führte zur Entstehung von weltberühmten Kreationen und der Erfolgsgeschichte großer Parfümeure, wie Houbigant (Fougère Royale, 1882), Guerlain (Jicky, 1889), sowie François Coty. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Parfüm durch geringe Produktionskosten und niedrige Preise auch der breiten Masse zugänglich und das Tragen von Parfüm wurde zur Routine.
Wie werden Parfüms hergestellt? Aus was sind sie gemacht? Parfüms bestehen aus einer Zusammensetzung einiger Rohmaterialien (meist auf pflanzlicher oder tierischer Basis, aber auch aus synthetischen Stoffen), destilliertem Wasser und reinem Alkohol. Da Alkohol geruchsneutral ist, sind die ätherischen Öle und andere Substanzen die Duftstoffe des Parfüms. Es gibt unterschiedliche Verfahren zum Extrahieren der Öle aus Pflanzen. Die gebräuchlichsten sind die Expression, bei der Öle aus der pflanzlichen Substanz herausgepresst werden, die Enfleurage und die Mazeration, wobei geruchsneutrale Fette zur Aufnahme der aromatischen Substanzen genutzt werden, sowie die Wasserdampf-Destillation, bei der Pflanzen gekocht oder gedämpft werden, um ihnen die Duftstoffe zu entziehen, und nicht zuletzt die Extraktion, bei der Pflanzen mit flüssigen Lösungsmitteln wie Ethanol zunächst vermischt und dann erhitzt werden, sodass nur noch die Duftöle zurückbleiben.
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Viel Spaß!