Cornelia Daniel – Dachgold
[Werbung]*Unbezahlt
Wie die Photovoltaik nach Plan auf den Dächern von Firmen ankommen kann
„Eigentlich war es mein Ziel, dass wir im Jahr 2020 1.001 Dächer österreichweit mit Solaranlagen bedeckt haben werden“, erklärt Cornelia Daniel, charismatische Gründerin des Solarberatungsunternehmens Dachgold, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Sie bleibt optimistisch: „Die Auftragslage ist gut. 750 Dächer haben wir bereits mit Photovoltaik ausgestattet, 800 sind in Reichweite. Ich bin sicher, dass sich das Ziel – 1.001 Dächer bis Ende 2021 – noch ausgeht und damit eine Utopie in sieben Jahren Realität wird.“
Dachgold beliefert mit seinen Dächern ausschließlich Unternehmen. Verwirklicht wird dieses Projekt seit dem Beginn im Jahr 2014 zusammen mit dem Anlagenbauer 10hoch4 in Wiener Neustadt. Dieser liefert den technischen Teil und Daniel das wirtschaftliche Know-How.
„Uns zeichnet aus, dass wir schlüsselfertige Angebote legen. Jedes Dach ist anders“, erklärt die Firmenchefin, „jeder Betrieb hat andere Bedürfnisse in Bezug auf Photovoltaik, und das können wir berücksichtigen. Da geht es wesentlich um Fragen der Wirtschaftlichkeit, beispielsweise um wieviel der Strom vom Dach günstiger ist als vom Netz.“
Obwohl alles quasi unter einem Dach angeboten wird, ist Dachgold vor allem dezentralisiert aufgestellt. „Schon seit Jahren praktizieren wir vorwiegend im Home-Office“, so Daniel. „Wir haben viele Mütter in Teilzeit, die im Raum Wiener Neustadt im Backoffice arbeiten. Darüber hinaus sind wir an mehreren Standorten in Niederösterreich präsent, in denen die Planung erfolgt. Unsere Arbeit findet mehrheitlich nicht in unserem Büro, sondern direkt beim Kunden statt.“ Das Lager, von dem die Monteure zu den Baustellen ausschwärmen, befindet sich in Wiener Neustadt.
Die Kunden von Dachgold sind vor allem Familienbetriebe und Unternehmen aus allen Branchen und oft die erfolgreichsten darunter. Als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen sie auf Solarenergie und investieren in die Zukunft. Mittlerweile gesellen sich auch Konzerne dazu, „wo“ – so Daniel – „allerdings naturgemäß die Entscheidungsstrukturen komplexer sind, so dass solche Unternehmen erst allmählich sich auch an dem Projekt der 1.001 Dächer beteiligen.“
Die Hauptkunden kommen aus dem Gewerbe. Als theoretische Marktgröße nennt Daniel rund 200.000 Gewerbebetriebe sowie rund 70.000 Industriebetriebe. „Mit unserem Dachprojekt werden am Ende insgesamt rund 20 Megawatt an Photovoltaikkraftwerken in Betrieben installiert sein“, sagt sie. „Ein Dach ist eine durchschnittliche Unternehmensanlage mit 20 kWp. Wir sehen unser Projekt als Startschuss für die Energiewende auf den Dächern. Mit dem neuen Energiegesetz stehen wir dort, wo Deutschland vor 20 Jahren gewesen ist. Der große Ausbau kann nun beginnen.“ (jm)