Innovative Kosmetikmacherin will einen Duft erschaffen, der bleibt
„Als gelernte Masseurin musste ich oft mit Ölen arbeiten, die ich als nicht passend empfunden habe. Deshalb eignete ich mir im Jahr 2013 entsprechendes Wissen und passende Ausbildungen an“, teilt Sabine Brandner, Gründerin der Firma Seelenbalsam mit Sitz in Droß im Bezirk Krems-Land, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Schon von Anfang an wollte sie etwas Unverwechselbares schaffen. „Ich mache frische Kosmetik“, sagt sie. „Dies gilt sowohl für meine eigene Marke – das sind rund 300 Produkte, die ich über Seelenbalsam vertreibe – als auch für die Lohnproduktion. Das bedeutet, dass ich für meine Auftraggeber nach ihren Wünschen und Bedürfnissen die für den Hauttyp passende Kosmetik herstelle, egal ob Gesichtswasser, Seife oder Creme oder was sonst noch in diesem Rahmen nachgefragt wird.“ Bis 5.000 Stück produziert sie in ihrer Manufaktur selber, höhere Auftragswünsche lässt sie produzieren. In der Region liefert sie auch selbst mit dem E-Bike aus.
Klimaschonendes Produzieren ist ihr ein wichtiges Anliegen. Die Produkte aus dem südlichen Waldviertel werden in recycelbares Material verpackt, wie Glas, Papier, Kartonagen oder Zellglas-Beutel. Für die Retournierung der Glasgebinde hat sie sogar ein Belohnungssystem eingeführt. Bei der Herstellung von Frischekosmetik wird auf schädliche Inhaltsstoffe, wie Stabilisatoren, verzichtet. Die Zutaten stammen, so weit wie möglich, aus regionalen und biologischen Grundsubstanzen. Manchmal sind sie aber auch besonders exklusiv und kommen aus anderen Regionen, wie etwa das Rosenöl, das mit 15.000 Euro pro Liter sehr exklusiv ist und beispielsweise zu Rosencreme verarbeitet wird.
In den ersten Jahren hat Brandner ihre Produkte vor allem in Krems in einem Geschäft in der Innenstadt verkauft. „Es kamen aber immer mehr Kunden für die Lohnproduktion, also vor allem Hotels, Apotheken und Friseure“, berichtet Sabine Brandner. „Ich habe das Geschäft aufgegeben und mich auf den Vertrieb über das Internet fokussiert, was sich gerade in der Pandemie als vorteilhaft erwies. Jetzt bin ich wieder auf Märkten unterwegs, damit meine Produkte auch gesehen und getestet werden können. So plane ich etwa beim Adventmarkt in Stift Göttweig auszustellen.“ Ihre Zukunft sieht sie vor allem in der Duftentwicklung. Sie will „eine Duftmarke hinterlassen, einen Duft, der bleibt.“ (jm)