Fotoprojekt „Was in mir lebt“ startet Crowdfunding

Fotoprojekt „Was in mir lebt“ startet Crowdfunding

Foto: “Ausstellungsplakat Was in Mir Lebt” / Fotocredit: © Evelyn Lynam Ruiz

Logo_Instagram @frauenbusinessatalexa  | Wien 2025 | Werbung.Unbezahlt.

Wenn Frauen über Gewalt sprechen, die niemand sieht

Gewalt gegen Frauen sichtbar machen

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie reicht weit über physische oder sexualisierte Übergriffe hinaus und zeigt sich auch in psychischer, institutioneller, politischer, rassistischer oder systemischer Form. In Österreich erlebt rund ein Drittel aller Frauen im Laufe ihres Lebens Gewalt. Monatlich sterben durchschnittlich drei Frauen durch Femizide – die meisten von ihnen im familiären oder partnerschaftlichen Umfeld. Das Fotoprojekt „Was in mir lebt“ der Künstlerin Evelyn Lynam Ruiz gibt Frauen eine Bühne, die solche Gewalt überlebt haben und heute selbstbewusst von ihrem Weg zurück ins Leben erzählen. Die geplante Ausstellung soll im Rahmen der internationalen UN-Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ im November 2025 im Österreichischen Lateinamerika- Institut in Wien gezeigt werden. Zur Realisierung startet nun eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform WeMakeIt.

Wenn aus Betroffenheit Kraft wird

Im Zentrum des Fotoprojekts „Was in mir lebt“ stehen Frauen aus unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen, die persönliche Gewalterfahrungen in verschiedensten Formen verarbeitet haben – sei es psychische Gewalt in der Familie, rassistische Diskriminierung etwa durch eurozentrische Schönheitsideale, Kriegserfahrungen, politisch motivierte Flucht, ein Leben im Exil oder die selbstaufopfernde Sorge für andere bis zur eigenen Gefährdung. Auch sexualisierte und körperliche Gewalt wird thematisiert – jedoch als eine von vielen Facetten struktureller Gewalt gegen Frauen. Die eindrucksvollen Portraits zeigen keine Opfer, sondern selbstbestimmte, resiliente Persönlichkeiten, die ihre Erfahrungen mit Würde und Stärke teilen. So macht die Ausstellung Geschichten hinter der Statistik sichtbar – um Tabus zu brechen, Aufmerksamkeit zu schaffen und andere Betroffene zu ermutigen.

Gewalt ist allgegenwärtig – und oft unsichtbar

Gewalt gegen Frauen ist ein globales Phänomen – sie betrifft Frauen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status. Studien wie die EU-weite Erhebung zur geschlechtsspezifischen Gewalt (FRA, 2020–2022) zeigen: Allein in Österreich haben 34,5 % der Frauen seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Doch diese Formen sind nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Viele Frauen erleben auch psychische, institutionelle, rassistische oder systemische Gewalt – etwa durch soziale Ausgrenzung, diskriminierende Schönheitsnormen oder politische Verfolgung. Oft bleiben diese Erfahrungen unsichtbar, weil sie nicht angezeigt oder gesellschaftlich kaum anerkannt werden.

Ausstellung schafft Raum für Reflexion und Dialog

Die Ausstellung im November 2025 wird nicht nur fotografische Arbeiten präsentieren, sondern auch Raum für Reflexion und Gespräche schaffen. Geplant sind begleitende Veranstaltungen und Diskussionsformate, die zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt an Frauen einladen. Die künstlerische Perspektive eröffnet dabei einen besonders persönlichen Zugang und rückt Erfahrungen in den Fokus, die sonst selten öffentlich geteilt werden.

Jetzt spenden und Teil der Veränderung werden

Das Projekt wird über die Plattform WeMakeIt finanziert. Die Spenden ermöglichen unter anderem Druckkosten, Raumtechnik, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen. Jede Unterstützung hilft dabei, die Stimmen dieser Frauen hör- und sichtbar zu machen – und einen Beitrag zu einer gerechteren und achtsameren Gesellschaft zu leisten. 

Jetzt spenden & Stimmen sichtbar machen: https://wemakeit.com/projects/was-in-mir-lebt

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