Am 26. September ist Weltverhütungstag

Am 26. September ist Weltverhütungstag

[Pressemitteilung]

Großes Informationsbedürfnis bei jungen Frauen

Am Weltverhütungstag soll weltweit mit Mythen und Missverständnissen rund um die Themen Verhütung und Schwangerschaft aufgeräumt werden. Auch Bayer Austria und die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK) haben sich der Aufklärungsarbeit in diesem Bereich verschrieben und eine maßgeschneiderte Kampagne für junge Frauen ins Leben gerufen, die inzwischen erfolgreich angelaufen ist.

Die Zahlen sprechen für sich: In Österreich gibt es rund 1,6 Millionen fruchtbare Frauen, von denen laut Österreichischem Verhütungsreport 2015[1] fast drei Viertel verhüten – am häufigsten mit der Pille (38 %), gefolgt von der Hormonspirale (8 %) und der Dreimonatsspritze (5 %). Jedoch gaben in einer weiteren repräsentativen Studie[2] 53 % der Frauen an, die Pille schon einmal vergessen zu haben, während ÄrztInnen diese Zahl viel niedriger, nämlich auf nur 27 %, schätzten.

 

Großes Informationsbedürfnis und dringender Handlungsbedarf

Die Wirksamkeit der Pille beträgt 99 % – aber nur, wenn sie korrekt eingenommen wird. In der Realität ist es für viele Frauen schwierig, die tägliche Einnahme einzuhalten. Sie vergessen eine oder mehrere Pillen im Monat und werden ungewollt schwanger. Dazu zeigt sich im Praxisalltag vieler GynäkologInnen, dass sich gerade bei jungen Frauen hartnäckige Missverständnisse und Mythen halten und sich die Österreicherinnen mehr Informationen über Verhütung durch gesicherte Quellen wünschen. Es wird etwa häufig angenommen, dass die Pille vor Geschlechtskrankheiten schützt, die Spirale als Verhütungsmittel erst nach der Geburt des ersten Kindes in Frage kommt oder dass „natürliche“ Verhütungsmethoden gleich wirksam wie hormonelle Methoden sind. Ein Beispiel dafür ist das Berechnen der fruchtbaren Tage, das angesichts des stressigen Alltags und der zumeist noch unregelmäßigen Zyklen von unter 20-jährigen extrem unsicher ist. Auch Bayer hat sich 2017 selbst ein Bild über die gängigsten Verhütungsmythen und -vorurteile gemacht. Die Ergebnisse[3] zeigen, dass Frauen zwischen 20 und 29 Jahren nur mangelhaft über Nutzen und Funktion der unterschiedlichen Verhütungsmethoden informiert sind. Der Handlungsbedarf, der sich daraus ergibt und der am Weltverhütungstag im Fokus steht, liegt auf der Hand.

 

Bayer und ÖGGK starten Informationskampagne

Bayer und die ÖGGK haben vor diesem Hintergrund eine Kommunikationsoffensive ins Leben gerufen, die gezielt mit Missverständnissen aufräumt und junge Frauen auf Augenhöhe, in ihrer Sprache und auf ihren Kanälen erreicht – damit sie Entscheidungen zur Familienplanung informiert und eigenständig treffen können. „Bayer ist es ein Anliegen, junge Frauen in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen. Der offene und verantwortungsvolle Umgang mit der eigenen Sexualität gehört hier selbstverständlich dazu“, fasst Daniela Lang, Business Unit Head Women’s and Men’s Health Care bei Bayer Austria die Idee hinter der Kampagne zusammen, für die es bereits in dieser ersten Phase viel Lob gab: „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viel positives Feedback von verschiedenen Seiten zu unserer gemeinsamen Kampagne erhalten. Aller Input wurde aufgenommen, wir planen die Fortführung der Aufklärungsarbeit“, so Daniela Lang. Erika Sander, Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, ergänzt: „Im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung, der sich unser Verein verschrieben hat, möchten wir jungen Frauen ihre Ängste rund um das Thema Verhütung nehmen. Dazu brauchen diese Frauen Informationen und fachärztliche AnsprechpartnerInnen, die ihnen zuhören und beraten ohne zu verurteilen“.

 

„Know your Body” – Verhütung und Schwangerschaftsplanung im digitalen Zeitalter

Als erste Maßnahme wurde in Kooperation mit dem Medium „miss“ ein Aufklärungspaket geschnürt, das unter dem Hashtag #bodylove, neben Webinaren und einem Event rund um das Thema Verhütung, auch die „missApp“ erfolgreich einbinden konnte. Damit wurde ein Kommunikationskanal eröffnet, über den Mädchen und junge Frauen ihre Fragen direkt und vertrauensvoll an eine qualifizierte Gynäkologin stellen konnten. Die Anliegen der Nutzerinnen wurden gesammelt und von der Frauenärztin in einem Video ehrlich und zielgruppengerecht beantwortet. Gleichzeitig wurden Themen wie die richtige Einnahme der Pille, die Wahl des geeigneten Verhütungsmittels oder Notfallverhütung mit der Pille danach in informativen Artikeln und 55 Mini-Challenges fundiert aufbereitet. Damit sollte der Dialog gefördert und erreicht werden, dass sich junge Frauen stärker mit ihrem Körper und Monatszyklus auseinandersetzen, um die für sie passende Verhütungsmethode, aus der Vielzahl aller verfügbaren und zulässigen Möglichkeiten, auswählen zu können.

 

Zum Video: https://www.facebook.com/missmagazin/videos/10157171413499041/

Zur Bodylove Challenge: http://www.miss.at/bodylove-challenges/

 

[1] Österreichischer Verhütungsreport 2015, repräsentative Umfrage von Integral-Meinungsforschung, 2015.


[2] Das Österreichische Gallup Institut, Tanco – Eine quantitative Studie, Daten beim Verfasser, November 2017.


[3] Online Marktforschungsstudie, durchgeführt von Epiphany für Bayer im Zeitraum 19.5.2017 bis 19.7.2017

Foto: “Paar”
Von detailblick-foto
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