Weltsensation – Medikament ersetzt Chemotherapie bei Brustkrebs

Weltsensation – Medikament ersetzt Chemotherapie bei Brustkrebs

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Eine besonders aggressive Brustkrebsform kann nun mit einem Medikament behandelt werden, das die Chemotherapie ersetzt. Den Frauen werden dadurch nicht nur viele unangenehme Nebenwirkungen erspart, die moderne Behandlungsmethode wirkt sogar besser.

„Chemotherapie ist eine sehr nebenwirkungsreiche Waffe, die Ärzte für Frauen mit Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium bereit haben. „Da gerade die Lebensqualität während des Genesungsprozesses eine enorme Bedeutung hat, wäre es wichtig, besser verträgliche Substanzen mit zumindest der gleichen Wirksamkeit verabreichen zu können“, so Prof. Dr. Florian Fitzal, Leiter der Brustchirurgie der Medizinischen Universität Wien.

Ab sofort kann eine der aggressivsten Brustkrebsform mit einer genetischen Veränderung innerhalb der Brustkrebsgene (BRCA1 und BRCA2) mit dem Medikament Olaparib behandelt werden. Der sogenannte PARB Inhibitor wird von der Firma Astra Zeneca vertrieben. Bereits vor mehr als einem Jahr hat dieses Medikament beim Einsatz im Kampf gegen Eierstockkrebs für Furore gesorgt und Frauen  vor negativen Nebenwirkungen verschont. Jetzt konnten auch Erfolgsergebnisse beim Brustkrebs im renommierten Fachjournal New England Journal of Medicine publiziert werden, welche nun bei der Europäische Zulassungsbehörde zu einer Zulassung für dieses Medikament geführt haben.

Olaparib blockiert einen Überlebensmechanismus von Krebszellen in Personen mit einem Defekt im Brustkrebsgen BRCA1 oder 2 und wirkt besonders gut bei Hormonrezeptor-unabhängigen Brustkrebsformen. Diese Erkrankungen stellen die aggressivsten Krebsformen dar, da hier auch keine Antihormontherapie zur Anwendung kommen kann und somit nur Chemotherapie möglich ist.

„Mit Olaparib haben wir nun das erste Medikament für betroffene Frauen, welches die Chemotherapie ersetzen  kann. Zudem hat das Medikament im Gegensatz zur Chemotherapie wesentlich geringere Auswirkungen auf die für das Immunsystem wichtigen weißen Blutkörperchen  und ein besseres Nebenwirkungsprofil“, so Prof. Dr. Florian Fitzal, Leiter der Brustchirurgie der Medizinischen Universität Wien.

Die Einreichung des bahnbrechenden Medikamentes ist bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA am 28.02. erfolgt. Die Zulassung im letzten formalen Schritt wird mit April erwartet. Derzeit werden knapp 100 Frauen mit Eierstockkrebs pro Jahr mit diesem Medikament in Österreich therapiert, bei Brustkrebs erwarten wir uns nach der Zulassung 20-30 Frauen und Männer pro Jahr, denen die Chemotherapie so erspart werden kann, Tendenz steigend. Das Medikament wird ungefähr 4000 € pro Monat kosten. Eingenommen werden zwei Tabletten täglich. Voraussetzung ist metastasierter Brustkrebs bei Frau oder Mann mit einer BRCA1 oder 2 Mutation in der Keimbahn.

Prof. Dr. Florian Fitzal, MBA FBES
Messerschmidtgasse 48/DG/8a, 1180 Wien
www.fitzal.at

 

Foto: “Lächelnde hübsche blonde Frau mit Mobiltelefon zeigt Daumen hoch”

Fotocredit: foto ARts

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Quelle: Prof. Dr. Florian Fitzal, MBA FBES

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