Große Sorgen um den Zustand der Wälder…

Große Sorgen um den Zustand der Wälder…

[Werbung]*Unbezahlt*Wien, 18.03.2021

… aber kaum Engagement für den Waldschutz


INTEGRAL-Studie zum Internationalen Tag des Waldes am 21.März

 

Wissenschaft und Politik schlagen regelmäßig Alarm, wie schlecht es um den Zustand der österreichischen Wälder bestellt ist. Doch was kommt davon in der Bevölkerung an? Wird diese Sorge geteilt? Was sind die größten Wald-Probleme aus Sicht der Befragten? Und generell: Wie gerne hält man sich im Wald auf, und was macht man dort am liebsten? Diesen und weiteren Fragen ist INTEGRAL zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März in einer Online-Studie nachgegangen.

 

Wir verbringen gerne und oft Zeit im Wald – Lieblingsbeschäftigung: Wandern, Natur genießen und Tiere beobachten

Herr und Frau Österreicher lieben ihren Wald: Fast die gesamte Bevölkerung (85%) verbringt dort gerne Zeit. Das passiert auch häufig, denn 76% sind mindestens einmal pro Quartal im Wald anzutreffen, ein Drittel sogar wöchentlich.

Die mit Abstand beliebteste Aktivität der regelmäßigen Wald-Gänger ist „Spazieren / Wandern gehen“ (83%), gefolgt von „Die Natur genießen / Waldbaden“ (55%) und „Tiere beobachten“ (20%). Der Besuch im Wald macht zudem neugierig: 75% unserer Landsleute würden sich über mehr Lehr- und Lernangebote (z.B. Führungen, Lerntafeln oder Lehrpfade) freuen.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen INTEGRAL Online-Studie, für die im Februar 2021 500 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden.

 

Die Bevölkerung weiß, dass es dem österreichischen Wald nicht gut geht

Knapp zwei Drittel der Befragten (63%) – darunter besonders die Frauen – sorgen sich um den Zustand der Wälder im Land. Die Zukunft der Wälder stimmt die Bevölkerung eher pessimistisch: 49% aller Befragten erwarten, dass sich deren Zustand in den nächsten 20 Jahren verschlechtern wird.

 

Bebauung, Müll und Schädlinge gelten als die größten Belastungen für den Wald

Auf die Frage nach den drei größten Problemen des Waldes gab es eine klare Antwort: Die Bebauung von Waldflächen betrachten 51% als die größte Herausforderung. Es folgen der hinterlassene Müll (40%) und Schäden durch Tiere und Schädlinge (39%).

 

Mehrheit fordert breiten und besseren Schutz der Wälder – sowohl in Österreich als auch international

Um die österreichischen Wälder zu schützen, finden eine Reihe von Maßnahmen breite Unterstützung:

  • 76% – mehr Frauen als Männer – befürworten, dass hierzulande mehr Wälder unter Schutz gestellt werden, B. als Naturschutzgebiet oder Nationalpark.
  • 71% erwarten von der Politik, dass mehr Regeln und Gesetze zum besseren Waldschutz erlassen
  • Umgekehrt sind nur 10% der Meinung, dass der Waldschutz in Österreich übertrieben

Die Befragten schauen nicht nur auf den heimischen Forst, sondern sind sich auch der kritischen globalen Situation bewusst: 82% fordern stärkere internationale Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände und 74% erwarten, dass sich die österreichische Politik mehr für den Schutz von Regenwäldern einsetzt.

 

Nur eine Minderheit engagiert sich bereits für den Waldschutz

Bei aller Liebe für den Wald und trotz des hohen Problembewusstseins betreibt die österreichische Bevölkerung kaum selbst aktiven Waldschutz und scheint sich eher auf den Forderungen an die Politik auszuruhen. Bisher haben nur 17% der Befragten durch den Kauf bestimmter Produkte Unternehmen oder Organisationen unterstützt, die sich für den Waldschutz einsetzen. 16% haben für den Waldschutz gespendet und 8% haben den Waldschutz durch aktive Mitarbeit vorangetrieben. 62% haben sich überhaupt noch nicht für den Schutz der Wälder durch den Kauf von Produkten, Spenden oder persönliche Mitarbeit eingesetzt.

„Ein großer Teil der Bevölkerung sieht den Waldschutz nicht in der persönlichen Verantwortung und delegiert ihn an die Politik. Aber viele wissen auch nicht, was sie konkret tun könnten. Der diesbezügliche Aufklärungsbedarf ist jedenfalls groß.“, folgert Bertram Barth, Geschäftsführer von INTEGRAL.

 

Blick nach Deutschland: Größere, aber auch andere Sorgen um den Wald

Unsere deutschen Nachbarn machen sich noch ausgeprägtere Sorgen um ihre Wälder (75% in Deutschland sind besorgt um den Zustand ihrer Wälder vs. 63% in Österreich). Das hat unser Partner SINUS in Kooperation mit YouGov für Deutschland herausgefunden. Zudem leidet der deutsche Wald aus Sicht der Bevölkerung an teils anderen Problemen als der österreichische: Dürre & Trockenheit (50%) Bebauung von Waldflächen (38%) und Müll von Wald-Besuchenden sowie Rodung/Abholzung (jeweils 36%) gelten unseren Nachbarn als die größten Probleme im Wald.

 

Dies sind Ergebnisse aus der INTEGRAL-Eigenforschung. Im Rahmen einer Online-Befragung wurden 500 Personen im Februar 2021 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

 

 

Über INTEGRAL


INTEGRAL ist ein Full-Service-Institut und Anbieter maßgeschneiderter Marktforschungslösungen auf wissenschaftlicher Basis, von der Datenerhebung bis zur Lieferung handlungsrelevanter Informationen und Empfehlungen. In Kooperation mit dem Heidelberger SINUS-Institut, dessen Mehrheitsanteile INTEGRAL im Jahr 2009 übernommen hat, engagiert sich der österreichische Marktforscher intensiv in der Sinus-Milieu® Forschung. Die Ergebnisse bieten Marketingentscheidern aus Unternehmen, Medien und Politik wettbewerbsrelevante Informationen über Märkte und Zielgruppen.

 

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