Neue Erkenntnisse am Weltschilddrüsentag

Neue Erkenntnisse am Weltschilddrüsentag

Foto: “Ein regelmäßiger Check der Schilddrüse ist so wichtig.” / Fotocredit & Quelle: © Dr. Michael Lehner, Schilddruesenpraxis.net

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Gesunde Schilddrüse: Wissenswertes und Experten-Tipps


Am Weltschilddrüsentag am 25. Mai 2021 wird international über die Schilddrüse und ihre Erkrankungen informiert. Der Welser Nuklearmediziner Dr. Michael Lehner und der Pharmazeut Mag. Andreas Gruber, Geschäftsführer der NordPharma GmbH, beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema Schilddrüsengesundheit und arbeiten aktuell an einem gemeinsamen Pilotprojekt zu chronischen Schilddrüsenkrankheiten. Erfolgreiche Zwischenergebnisse und ergänzende Tipps von Experten sollen den Fokus verstärkt auf eine aktive Schilddrüsenvorsorge legen.

Die Schilddrüse ist eines unserer wichtigsten Organe im Körper und die Hormonschaltzentrale im Hals. Obwohl sie so klein ist, steuert sie so gut wie alle wichtigen Kreisläufe im Körper. Die Schilddrüse ist maßgeblich an einem gesunden Körper beteiligt und hat außerdem Einfluss auf die psychische Verfassung. Fakt ist aber auch, dass in Österreich jede fünfte Person an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leidet. Umso wichtiger sind ein umfassendes Wissen zu präventiven Möglichkeiten und neue Erkenntnisse und innovative Behandlungsmöglichkeiten.

2017 wurde gemeinsam mit dem Welser Nuklearmediziner Dr. Michael Lehner eine Anwendungsbeobachtung durchgeführt: Damals wurden bei 30 Hashimoto Patienten über einen Zeitraum von 12 Monaten die antioxidativen Mikronährstoffe Selen, Zink und Kupfer sowie Vitamin B, C, D und E eingesetzt. Dazu kamen die semi-essenzielle Aminosäure Tyrosin sowie Coenzym Q10. Die Beobachtung zeigte positive Effekte auf das Wohlbefinden der Patienten.

Seit Herbst 2020 läuft ein neues Pilotprojekt, welches die Effekte von Selen und einer optimalen Mikronährstoffkombination vergleicht. Durch den Einsatz von bestimmten Mikronährstoffen und Vitaminen können chronische Erkrankungen der Schilddrüse, wie Hashimoto-Thyreoiditis, abgeschwächt werden bzw. schon vor dem Eintreten einer Unterfunktion prophylaktisch behandelt und somit die Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Dieser positive Effekt wird schon seit Jahren beobachtet. Die bereits vorliegenden, ersten Zwischenergebnisse des neuen Pilotprojektes sind sehr vielversprechend. Die Endergebnisse werden Ende des Jahres vorgestellt.

 

Umdenken und verstärkter Fokus auf präventive Maßnahmen wichtig

Die Behandlung der Schilddrüse mit Selen bzw. der im aktuellen Vergleich verwendeten antioxidativen Mikronährstoffkombination soll vor allem prophylaktisch erfolgen, bevor eine Entzündung negative Einflüsse auf die Schilddrüse hat. Rechtzeitig erkannt und eingesetzt, kann ein Krankheitsverlauf bei Hashimoto-Thyreoiditis positiv beeinflusst werden. Das setzt aber eine frühzeitige Diagnose der Krankheit voraus.

 

Fakten und Zahlen zum Thema Schilddrüse plus Tipps von Experten

  • Mittlerweile leidet jede fünfte Person in Österreich an einer Schilddrüsenerkrankung, das Verhältnis Männer zu Frauen ist 8:1.
  • Bei unspezifischen Symptomen wie beispielsweise Müdigkeit, Leistungsminderung, Konzentrationsstörungen, Verdauungsstörungen, aber auch Unruhe, Zittrigkeit, erhöhter Puls oder Druckgefühl im Hals sollte man die Schilddrüse untersuchen.
  • Auch bei familiär gehäuft vorkommenden Schilddrüsenerkrankungen macht eine Routineuntersuchung Sinn. Vor allem bei Frauen sind Schilddrüsenkrankheiten vererbbar, das hängt besonders mit dem weiblichen Hormonsystem zusammen.
  • Hashimoto-Thyreoiditis kann Frauen vor allem in Zeiten von hormonellen Umstellungen treffen und somit schon bei jungen Frauen auftreten.
  • Frauen sind symptomatischer als Männer. Wechselbeschwerden bei Frauen können denen einer Hashimoto-Thyreoiditis sehr ähnlich sein. Wenn der Check beim Gynäkologen OK ist, sollte frühzeitig an die Schilddrüse gedacht werden.
  • Mythos Jod: Die Schilddrüse braucht Jod zur Hormonproduktion und eine normale Jodaufnahme mit der Nahrung ist essenziell. Personen, die sich einseitig ernähren, wie etwa Veganer, sollten daher dringend Jod zuführen, ebenso Schwangere und Stillende. Bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen ist das Jod jedoch kontraproduktiv. Deshalb sollte eine Zufuhr von Jod durch Nahrungsergänzungsmittel immer mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.
  • Die Schilddrüse ist ein stresssensibles Organ. Wichtig ist daher ein Erkennen von Stressfaktoren und eine bestmögliche Reduktion. Mikronährstoffe, allen voran Zink, Selen und Vitamin B, D, E und Coenzym Q10 können unterstützen, den Zellstress zu verringern. Damit wird die Schilddrüse bestmöglich gefördert und eine gesunde Funktion angeregt.
  • Schilddrüsengesundheit und ein gesunder Darm hängen eng zusammen. Darmstörungen wie eine Dysbalance des Mikrobioms bzw. ein „Leaky-Gut-Syndrom“ können beispielsweise die Ursache einer Autoimmunthyreoiditis sein. Die Behandlung der Schilddrüse sollte daher auch „im Darm“ beginnen.
  • Selen etwa hat eine gute antientzündliche Wirkung und ist wichtiger Schilddrüsenbaustein. Auch Jod und Eisen sind wichtig für eine gesunde Schilddrüse, speziell auch bei Frauen mit Kinderwunsch.

Dr. Michael Lehner

http://www.schilddruesenpraxis.net/

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