Start-up tech2people bietet europaweit einzigartige ambulante Therapien bei Multipler Sklerose
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Welt-Multiple-Sklerose-Tag am 30. Mai 2022
Der Welt-Multiple-Sklerose-Tag am 30. Mai 2022 steht unter dem Motto „In Verbindung bleiben“. Nach vielen Monaten mit eingeschränkter Therapie stehen mittlerweile in Wien europaweit einzigartige Möglichkeiten der robotischen Neurotherapie zur Verfügung. MS-PatientInnen mit Lähmungserscheinungen können damit für den Erhalt ihrer Bewegungsfähigkeit trainieren.
„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Neurotherapie für Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu revolutionieren. Dazu nützen wir robotik-gestützte Therapieansätze, die wir mit anonymisierten Daten kreuzen und so wesentlich effizientere Therapien realisieren können“, erklärt Michael Seitlinger, einer der Gründer und Geschäftsführer des Start-ups tech2people.
Guter Zeitpunkt für Therapie
Eine Therapie sollte PatientInnen mit Multipler Sklerose helfen, den Alltag weiterhin selbstständig zu meistern und beweglich zu bleiben. In den vergangenen zwei Pandemie-Jahren haben sich viele von ihnen mit ihrem Therapietraining aus Angst vor einer Corona-Infektion zurückgehalten. Für sie ist der Zeitpunkt jetzt genau richtig, um wieder mit gezielter Bewegung zu beginnen. – Passend zum Motto des MS-Tages „In Verbindung bleiben“ – auch mit einem Therapeuten.
Im Therapiezentrum im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien stehen dafür robotische Spezial-Trainingsgeräte wie Exoskelette und computergesteuerte Anwendungen zur Verfügung. Das Training ist ambulant und dank Sponsoren leistbar: Eine Einheit kostet derzeit 120 Euro, wovon die Österreichische Gesundheitskasse rund die Hälfte refundiert.
Fast 70 Prozent sind Frauen
In Österreich leiden rund 13.500 Menschen* unter der chronisch entzündlichen Erkrankung des Nervensystems, die auch die „Krankheit mit den vielen Gesichtern“ genannt wird. Betroffen sind Gehirn und Rückenmark, die Folge sind Lähmungen, Gangstörungen, Sehstörungen und andere neurologische Beeinträchtigungen. Am häufigsten treten die ersten MS-Symptome zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr auf, und in bis zu fünf Prozent der Fälle bereits im Kindes- und Jugendalter. Unter den MS-Betroffenen in Österreich sind 69 Prozent Frauen, berichtet die „Österreichische Multiple Sklerose Gesellschaft“.
Multiple Sklerose kann jeden treffen, und sie ist nach wie vor nicht heilbar. – Jedes Jahr treten hochgerechnet 450 neue Fälle in Österreich auf.** Nach einer Anfang des Jahres veröffentlichten Studie der Harvard Universität verdichten sich die Anzeichen, dass das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Pfeiffersches Drüsenfieber auslöst, auch für Multiple Sklerose verantwortlich ist. Allerdings erkrankt nur ein kleiner Teil der EBV-Infizierten auch an MS, obwohl bis zum 40. Lebensjahr 98 Prozent der Bevölkerung das Virus in sich tragen.
* European MS Platform (Hg.), MS Barometer 2020 (Brüssel), 15. Baumhackl U., Berger T., Enzinger C. (Hg.), ÖMSB Österreichische Multiple Sklerose Bibliothek. Facultas. Wien. 2020, 29, berichten von 13.205 MS-Patientinnen und Patienten auf der Grundlage einer Analyse von Daten österreichischer Sozialversicherungsträger.
** Vgl. Österr. MultipleSkleroseBibliothek 2020, 33: Die jährliche Inzidenz beträgt in den meisten Regionen Europas und Nordamerikas 4 – 8/100.000 Einwohner. 450 neue MS PatientInnen jährlich entspricht einer geschätzten jährlichen Inzidenz von 5/100.000 Einwohner.
Über tech2people:
Das Start-Up tech2people wurde in Wien im Jahr 2018 von Gregor Demblin, Michael Seitlinger und Dennis Veit gegründet. Demblin hatte 1995 mit 18 Jahren einen Badeunfall und ist seither querschnittgelähmt. Das erste Exoskelett ließ er 2017 aus Deutschland für sich selber kommen. Nach 25 Jahren im Rollstuhl waren ihm damit wieder erste Schritte möglich, und er war vom Einsatz robotischer Therapiegeräte sofort überzeugt. Er startete das erste österreichische Therapieprogramm dieser Art und machte die Nutzung der rund 150.000 Euro teuren Exoskelette auch anderen Betroffenen zugänglich. Mithilfe von eigens geschulten Therapeuten bietet tech2people derzeit im Krankenhaus Göttlicher Heiland hocheffektive robotische Neurotherapien an.