Das Coronavirus setzt auch dem „Leib Christi“ in Mödling zu
[Werbung]*Unbezahlt*Quelle: Mödlinger Hostienbäckerei
Die anhaltende Coronavirus-Krise macht sich auch bei Österreichs größter Hostienbäckerei bemerkbar, die von den Steyler-Missionaren in den Räumlichkeiten der Herz-Jesu-Pfarre in Mödling betrieben wird. Eigentlich sind die Oster- und die Adventszeit sowie die Tage vor dem Fronleichnamsfest traditionell die Hauptsaisonen für die Herstellung der Oblaten. „Aber weil in den Kirchen derzeit keine Heiligen Messen gelesen werden dürfen, haben manche Pfarren ihre regelmäßigen Bestellungen storniert“, berichtet Johanna Nemetz, Betriebsleiterin der Mödlinger Hostienbäckerei, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Hingegen gebe es nun andere Pfarren, die die benötigten Hostien auch spontan ordern würden.
Wie sich das Coronavirus auf die Jahresproduktion und den Absatz der Mödlinger Spezialbäckerei auswirken wird, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. „2019 haben wir 4,5 Millionen Stück Laienhostien erzeugt“, teilt Johanna Nemetz mit. Der „Leib Christi“ besteht nur aus glattem oder griffigem Weizenmehl und wird vom Team der Hostienbäckerei, das aus vier Mitarbeiterinnen besteht, ausnahmslos per Hand gefertigt. Jeden Backtag benötigt man zwischen 60 und 80 Kilogramm Mehl.
1.000 Hostien verkauft die Mödlinger Spezialbäckerei um 19 Euro, die großen Priesterhostien kosten im Paket zu jeweils 100 Stück 10,70 Euro. Hauptabnehmer ist eine Handelsagentur, die das „Heilige Brot“ an die kirchlichen Institutionen weitervertreibt. „Zwecks Belieferung können sich die Pfarren aber auch auf eigene Initiative bei uns melden“, gibt Johanna Nemetz bekannt. (mm)