Equal Pay Day: Schlüsselrolle von Frauen am Arbeitsmarkt fördern!
Anlässlich des Equal Pay Day weist die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Adelheid Fürntrath-Moretti, auf die wesentliche Schlüsselrolle von Frauen angesichts der prognostizierten Überalterung in Europa hin.
Der Mangel an flexiblen Kinderbetreuungseinrichtungen, vor allem für unter 3jährige, stellt für Fürntrath-Moretti einen Hemmschuh für Frauen dar. “Starre Betreuungszeiten und lange Sommerpausen bei Kinderbetreuungseinrichtungen erschweren eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Hier fordern wir endlich klare Handlungen”, so Fürntrath-Moretti. Vor allem Unternehmerinnen, die keine 9 to 5 Jobs haben, bräuchten dringend flexible Kinderbetreuung. Als wichtigen ersten Schritt der Verbesserung sieht sie die im Rahmen der Steuerreform vorgesehene steuerliche Absetzbarkeit für die Betreuung von Kindern bis zum vollendeten 10. Lebensjahr.
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Gleichzeitig müsse aber auch “geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden” entgegengewirkt werden, so die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft. “Frauen brauchen faire Bezahlung und faire Chancen”.
Ursachen der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern liegen zum Teil darin, dass Frauen in jenen Branchen mit unterdurchschnittlichen Löhnen überproportional vertreten sind und Hilfstätigkeiten bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern vorkommen. Ganz wesentlich ist auch, dass Frauen aufgrund von Unterbrechungen für Kinderbetreuung kürzer am Arbeitsmarkt sind und daher Berufserfahrung fehlt.
Dem könnte laut Studien durch einen Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen entgegengewirkt werden. “Hier fordern wir ein Aufbrechen veralteter Strukturen. Flexible Kinderbetreuung ist ein “Muss”, denn Frauen erhalten nur die gleichen Chancen, wenn sie in ihrer aktiven Erwerbstätigkeit mit fördernden Maßnahmen unterstützt werden”, meint Fürntrath-Moretti.
Ebenso müssten Frauen in Führungsetagen und wichtigen Entscheidungsgremien nachrücken. “Bereits ein Drittel der österreichischen Betriebe wird von Frauen erfolgreich geführt, aber erst 4 Prozent der Wirtschaftskammerfunktionen werden derzeit von Frauen ausgeübt”. Fürntrath-Moretti möchte den Anteil bei den Kammerwahlen 2010 verdoppeln.
Anlässlich des Equal Pay Days spricht sich Fürntrath-Moretti deutlich gegen Quotenregelungen aus: “Eine Quote ist keine Lösung. Wenn bei einer Frau in einer Führungsposition auch nur der Verdacht entstehen würde, sie hätte ihren Job durch die Quote bekommen, wäre das beleidigend für Ihre Kompetenz”, betont Fürntrath-Moretti.