Zwei Wochen weniger Arbeit für österreichische Raucher: Umfrage deckt auf

Zwei Wochen weniger Arbeit für österreichische Raucher: Umfrage deckt auf

Foto: “Markus Lindblad, Österreich-Sprecher bei Haypp” / Fotocredit & Quelle: © Haypp Group

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Gerade wenn Stress in der Arbeit herrscht, freuen sich viele Raucher:innen, nach draußen zu gehen, um eine Zigarette zu rauchen. Diese Auszeiten nehmen sie sich oft, ohne sie als Pausen zu vermerken. So gibt das Thema viel Raum für Diskussion und potenziellen Unmut. Kolleg:innen, die nicht rauchen, fühlen sich dahingehend vielleicht benachteiligt und es stellt sich die Frage, wie diese Zigaretten-Pausen eigentlich arbeitsrechtlich gehandhabt werden. Denn: gesetzliche Rauchpause gibt es grundsätzlich nicht. 

Eine aktuelle Umfrage von Censuswide[1], im Auftrag des Online-Händlers Haypp, unter rund 1.000 Raucher:innen in Österreich gibt nun Aufschlüsse über den Zigarettenkonsum am Arbeitsplatz. Die Ergebnisse sind durchaus brisant: Bei einer Fünf-Tage-Woche werden mehr als zwei ganze Stunden der wöchentlichen Arbeitszeit mit dem Rauchen verbracht, täglich sind es immerhin noch 25 Minuten. Berücksichtigt man den gesetzlichen Mindesturlaub von fünf Wochen sowie dreizehn gesetzliche Feiertage, so kommt man auf 89 Stunden jährlich – demnach haben Raucher:innen ungefähr zwei Wochen pro Jahr zusätzlich frei.

 

Wer über sechs Stunden am Tag arbeitet, dem stehen gesetzlich 30 Minuten Pause zu. Doch wie sieht es mit kurzen Raucherpausen abseits dieser größeren (Mittags-)Pause aus? Manche Arbeitgeber:innen wollen exakt verfolgen, wie oft ihre Mitarbeiter:innen ein Zigarettenintermezzo einlegen und dies auch als arbeitsfreie Zeit dokumentiert sehen, andere nehmen es damit nicht so genau. Eine im Februar 2024 durchgeführte Cenuswide-Umfrage zeigt nun, wie viel Arbeitszeit sich in Österreich im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auflöst.

 

Durchschnittlich knapp fünf Pausen am Tag zu je rund fünf Minuten

Von den rund 1.000 befragten Raucher:innen gaben etwa 19 Prozent an, dass sie fünf Mal pro Tag den Arbeitsplatz für eine Raucherpause verlassen. 13 Prozent gehen vier Mal täglich nach draußen, 12 Prozent machen sich drei Mal am Tag am Weg zur Zigaretten-Pause. Und immerhin: Fast jede:r zehnte Befragte legt sechs Rauchpausen am Tag ein. Bei der Länge der einzelnen Fehlzeiten waren fünf Minuten die mit Abstand am häufigsten genannte Antwort (39 Prozent). „Verlässt eine Person knapp fünf Mal am Tag für etwas mehr als fünf Minuten den Arbeitsplatz, um zu rauchen, so klingt das vielleicht nach nicht so viel. Doch hochgerechnet auf eine ganze Arbeitswoche arbeitet diese Person um zwei Stunden weniger“, führt Markus Lindblad, Österreich-Sprecher und Head of External Affairs bei Haypp, aus. So manche:r verkürzt vielleicht fairerweise die reguläre Mittagspause in diesem Ausmaß auch, sodass die Zigarettenpausen ausgeglichen wären. Man kann jedoch annehmen, dass dies nicht jede:r Raucher:in tut, viele sogar um keine einzige Minute, trotz der zusätzlichen Arbeitsunterbrechungen für den Zigarettenkonsum. Demnach ergibt sich daraus tatsächlich quasi mehr „Urlaub“ beziehungsweise Freizeit während der eigentlichen Arbeitszeit.

 

 

Gute zwei Wochen pro Jahr mehr frei dank Zigaretten-Pausen

Rechnet man die Zahlen auf ein ganzes Arbeitsjahr hoch und berücksichtigt dabei die fünf Wochen gesetzlichen Mindesturlaub sowie dreizehn gesetzliche Feiertage, kommen Raucher:innen so auf rund 89 Stunden. Bei einer 40-Stunden-Arbeitswoche ergeben sich also gute zwei Wochen zusätzliche arbeitsfreie Zeit aufgrund der laufenden Raucherpausen. Mehr als ein Drittel der Befragten raucht sogar mehr während eines Arbeitstages als an einem freien Tag. Etwa 19 Prozent gaben an, dass sie an Arbeitstagen nur ein bisschen öfter zur Zigarette greifen und rund 23 Prozent schätzen, dass sie genau gleich viel rauchen. Eine weitere spannende Einsicht: Weitaus mehr als die Hälfte (57 Prozent) würde sogar behaupten, dass sie aufgrund ihrer beruflichen Situation beziehungsweise ihres Arbeitsumfelds daran gehindert werden, mit dem Rauchen aufzuhören.

 

Tabakfreie Zigaretten-Alternative spart Zeit

Als Hauptgrund für die zahlreichen Rauchpausen nannte ein Großteil (44 Prozent), dadurch eine mentale Pause von der beruflichen Tätigkeit einlegen zu können. Ein sehr ähnliches Argument führten 40 Prozent an: Jene Pausen wären eine Chance, nach draußen zu kommen und die Umgebung kurzfristig zu verändern. Gut 36 Prozent freuen sich dabei auch auf die Interaktion mit ihren Kolleg:innen und meinen, dass sich dadurch eine Chance ergibt, diese besser kennenzulernen – also den sozialen Aspekt dabei. Immerhin beinahe ein Drittel (31 Prozent) geben zu, dass sich ihre Stimmung ohne das Rauchen erheblich verschlechtern würde und sie sonst grantig wären. Trotz dieser vielen vermeintlichen „positiven“ Dinge, die diese Angewohnheit mit sich bringt, ist sie jedoch vor allem für eins schlecht: die eigene Gesundheit. Und dieser Aspekt sollte wohl der wichtigste sein und im Vordergrund stehen. Müssten weiters mehr Angestellte ihre Raucherpausen einarbeiten, würde dies vielleicht auch viele von ihnen dazu motivieren, ihren Zigarettenkonsum zu reduzieren oder ganz mit dem Rauchen aufzuhören. Während es nicht jedem gelingt, von heute auf morgen völlig auf Nikotin zu verzichten, könnten weniger schädliche Zigaretten-Ersatzprodukte wie tabakfreie Nikotinbeutel ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. „Dies wäre nicht nur weniger schädlich für die individuelle Gesundheit. Auch der Workflow würde nicht mehr so regelmäßig unterbrochen werden, weil sie die Beutel diskret auf ihrem Arbeitsplatz konsumieren können“, so Lindblad abschließend.

 

[1] Die Umfrage wurde von der Marktforschungsberatung Cenuswide durchgeführt. Insgesamt wurden 1.001 Menschen aus Österreich über 18 Jahre im Zeitraum vom 19. bis 26. Februar 2024 befragt.

 

https://www.haypp.com/de/

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