And the winner is … Emotionale Preisverleihung des Drehbuchwettbewerbs 2024
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BMAW-Initiative fördert Serien mit weiblichen Hauptfiguren über 55 in technischen Berufen. Gleichzeitig wird auf die Unterrepräsentanz von Frauen in der Filmbranche aufmerksam gemacht
Am Dienstag Abend fand im Marmorsaal des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft die feierliche Preisverleihung des Drehbuchwettbewerb „Heldinnen in Serie“ – Let‘s change the picture auf Einladung von Bundesminister Martin Kocher, der Austrian Business Agency (ABA) und der FISAplus – Filmstandort Austria statt. Die dritte Runde des Wettbewerbs verzeichnete eine Rekordeinreichung von insgesamt 138 Exposés. Gesucht wurden Ideen für Serien, mit mindestens einer zentralen weiblichen Hauptfigur über 55 Jahre, die im MINT-Bereich tätig ist, also in der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik.
Eingeläutet wurde der Festakt mit einer Diskussionsrunde mit Bundesminister Martin Kocher, Silke Burmester (Lets Change The Picture, Berlin), Filmproduzent Oliver Auspitz und Schauspielerin und Jurymitglied Konstanze Breitebner.
„Mit dem Drehbuchwettbewerb 2024 schaffen wir Vorbilder in Serien und rücken eine in Film und Serien unterrepräsentierte Gruppe in den Vordergrund: Frauen über 55. Gleichzeitig bleibt der Fokus von HELDINNEN IN SERIE auch dieses Jahr auf Frauen im MINT-Bereich. Somit werden Frauen sichtbar gemacht, die traditionell weitgehend kaum repräsentiert werden.“ sagt Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft
In einer beinahe oscarreifen Preisverleihung zeichneten die Schauspielerinnen Proschat Madani, Brigitte Kren, Barbara Wussow und Maxi Blaha die von einer unabhängigen Fachjury ausgewählten Drehbücher aus.
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2024 mit ihren Projekten
- Roland Hablesreiter (Co-Autorin Agata Malesińska): Strohpuppe
- Daniel Andrew Wunderer: Queen of the Flies
- Felix Krisai: PTA – Permission to Attack
- Ella Stanley (Co-Autor Moritz Licht): Luzid
„Ich bin seit zwei Jahren eine aktive Unterstützerin und Begleiterin des Wettbewerbs. Es liegt mir sehr am Herzen, die Sichtbarkeit und Präsenz aktiver und reifer Frauen im Fernsehen zu fördern und damit positive Vorbilder für junge Mädchen zu schaffen. Es ist an der Zeit, mit alten Klischees zu brechen und ihnen selbstbewusste Rollenbilder zu vermitteln. Zugleich möchte ich betonen, dass Frauen nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera eine bedeutende Rolle spielen, insbesondere in MINT-Berufen. Ihre herausragende Arbeit trägt maßgeblich zum Erfolg der Filmindustrie bei.” sagt Konstanze Breitebner.
Die GewinnerInnen freuen sich nicht nur über ein Preisgeld von je EUR 20.000, sondern auch über die Möglichkeit der Teilnahme an einem mehrmonatigen Mentoring-Programm, des Drehbuchforums Wien. Im Frühjahr 2025 werden die Projekte bei einem Pitch-Event vor Produktionsfirmen, TV-Sendern und Plattformen präsentiert.
„Wir freuen uns, ein weiteres Mal mit HELDINNEN IN SERIE medial kolportierte Rollenklischees aufzubrechen und Frauen über 55 eine Bühne zu bieten. Ziel des Wettbewerbs ist es, Geschichten zu erzählen, die Protagonistinnen in MINT-Berufen in den Mittelpunkt stellen, und somit Frauen jenseits des mittleren Alters als die wertvollen Mitglieder der Gesellschaft präsentieren, die sie sind. So werden auch für Schauspielerinnen 55+ Rollen geschaffen, die inhaltlich spannend sind und über jene der Großmutter hinaus gehen.“ erklärt Sylvia Vana, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft, zuständig für den Filmstandort Österreich.