Burnout in Sozial- und Gesundheitsberufen vorbeugen

Burnout in Sozial- und Gesundheitsberufen vorbeugen

Stress und hohe Verantwortung kennzeichnen die Tätigkeit in Sozial- und Gesundheitsberufen. Die Gefahr, ein sogenanntes „Burnout“ zu erleiden, wird durch den oft ausgeprägten emotionalen Bezug zur Arbeit, wie auch zu den zu betreuenden Menschen verstärkt.

Roswitha Hölzl von der FH Oberösterreich hat daher untersucht, wie Burnout gleich in der beruflichen Ausbildung vorgebeugt werden kann. 

Mittels qualitativer Analyse wurden Interviews mit Diplom-SozialarbeiterInnen ausgewertet und mit Möglichkeiten burnout-präventiver Maßnahmen in Kontext gesetzt. Weiters fließen die Ergebnisse einer Befragung von Studierenden der Fakultät für Gesundheit und Soziales am Campus Linz in diese Arbeit ein. Roswitha Hölzl, Lehrende am FH OÖ-Studiengang „Soziale Arbeit“, hat dieses Thema auch in Buchform verpackt. 

Ausbildung bei helfenden Berufen erweitern

„Die Erschließung von Ressourcen, Unterstützung von Menschen bei der Entdeckung ihres vorhandenen Potenzials, Förderung von Kooperationen und Bildung von Netzwerken sind Ansätze, deren Präsenz in der Arbeit mit Studierenden hilfreich sein kann, um Gesundheit zu erhalten und einem Burnout vorzubeugen“ meint die Autorin, die neben den erhobenen Daten auch auf umfangreiche eigene Erfahrungen in der Praxis der Sozialen Arbeit zurück greifen kann. 

Die Gesamtergebnisse führen zu der Erkenntnis, dass den multifaktoriellen Ursachen für Burnout mittels unterschiedlicher Maßnahmen vorgebeugt werden muss. Vorbeugende Ansätze auf individueller Ebene lassen sich eher in der Ausbildung bearbeiten als jene auf struktureller Ebene. Die verschiedenen Möglichkeiten der Burnout-Prävention für Menschen in Ausbildung zu sozialen Berufen werden unter Beachtung der Befragungsergebnisse im Buch detailliert aufgezeigt und methodisch erläutert. 

„Es ist wichtig, das Thema Arbeitsbelastung bereits in der Ausbildung aufzugreifen und nicht als Tabu zu betrachten“ ist Hölzl überzeugt. Gerade in helfenden Berufen erachtet sie es als nötig zu wissen, wie eigenen Problemen wirksam vorgebeugt werden kann, „um letztlich den Klienten die notwendige Empathie und Aufmerksamkeit schenken zu können.“  

Roswitha Hölzl

BURNOUTPRÄVENTION IN HELFENDEN BERUFEN UND IHRE ANWENDUNG IN AUSBILDUNG UND PRAXIS
Mit einer empirischen Untersuchung bei ProfessionistInnen und Studierenden
Edition pro mente – ISBN: 978-3-901409-99-8, 2009, 176 Seiten. Broschiert, Euro 16,00 (A)
Band 11 der Reihe „Schriften zur Sozialen Arbeit“

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