Fair Führen – Veronika Hucke

Fair Führen – Veronika Hucke

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Ein fairer und partnerschaftlicher Umgang ist Voraussetzung für langfristigen Erfolg, ob in großen Konzernen oder kleinen Betrieben. Es ist die Zukunftskompetenz für Führungskräfte, so Veronika Hucke, die verschiedene Dax-Konzerne sowie die UNO in Fragen zu Diversity und Inclusion berät. In „Fair führen“, dem ersten Praxisguide für faire Führung, zeigt sie Führungskräften aller Ebenen, wie sie Ungerechtigkeiten vermeiden, Mikro-Aggressionen entschärfen, heterogene Teams führen und diese Vielfalt zu einer kollektiven Stärke machen und wieso Delegation manchmal unfair ist.

 

Erster Praxisguide für faire Führung

Volatil, unsicher, komplex und widersprüchlich – so beschreiben viele die Arbeitswelt von heute. Was auf den ersten Blick schon kompliziert aussieht – das ist es auch. Umso mehr, wenn es um den Alltag des Führens von heterogenen Teams geht, von Menschen mit unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen. Der alte Führungsstil versagt schon lange. Aber wie sieht der neue aus? Veronika Hucke, selbst über 20 Jahre als Führungskraft für Kommunikation, Markenführung und Personalentwicklung in großen Unternehmen tätig, kennt die Antworten auf diese Frage. Und sie bringt sie Lesern so plastisch vor Augen, dass man sich fragt, warum man nicht schon längst auf „Fair führen“ umgestiegen ist.

Die meisten Teams sind heute „bunt“ und aus Beschäftigten mit unterschiedlichen Erfahrungen, Vorstellungen und Lebensentwürfen zusammengesetzt. Wo Menschen unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener Generationen und Nationalitäten, zusammenarbeiten, bestimmen jeweils andere Erwartungen an Job, Team, Arbeitgeber und Vorgesetze das Umfeld, in dem es zudem darum geht, den wirtschaftlichen Herausforderungen einer globalisierten Welt entgegen zu treten. Das stellt Führungskräfte vor neue Herausforderungen. In diesem Umfeld können sie und ihr Team nur wachsen, wenn Fairness die Maxime ihres Handelns ist. Im ersten Praxisratgeber für faire Führung zeigt Veronika Hucke die Macht von Mikro-Ungerechtigkeiten, erläutert, warum Mitarbeiter nicht ihr volles Potenzial zeigen können und entwickelt anhand von Praxisbeispielen universal einsetzbare Lösungsvorschläge.

„Herausragende Vorgesetzte“, so Veronika Hucke, „motivieren ihr Team und geben seinen Mitgliedern den Glauben, dass sie Hindernisse überwinden können. Sie schaffen eine Kultur, in der alle Verantwortung übernehmen. Sie entwickeln Beziehungen, die auf Vertrauen basieren, und treffen vorurteilsfreie Entscheidungen, die dem Team und dem Unternehmen dienen.“ So kann Führung heute gelingen. Das Handwerkszeug dazu bietet Veronika Hucke mit ihrer hilfreichen Toolbox für den Managementalltag „Fair führen“.

 

Veronika Hucke war fast 20 Jahre in Führungspositionen für Kommunikation und Markenführung bekannter Unternehmen tätig, bevor sie bei Philips in Amsterdam die weltweite Verantwortung für Vielfalt und Chancengleichheit übernahm. Heute unterstützt sie als Beraterin Konzerne rund um die Welt, ebenso wie die UNO in Fragen zu Diversity und Inclusion (D&I).

 

Fair führen – Ein Gespräch mit Veronika Hucke über werteorientierten Führungsstil

Warum ist faire Führung so wichtig?

Veronika Hucke: Fairness ist längst eine Führungskompetenz. Es ist nicht nur „nett“, Beschäftigte gerecht zu behandeln, es ist für den Erfolg von Unternehmen unabdingbar. Niemand kann im Job heute noch Jahre vorausplanen. Aber gerade in einem unsicheren Umfeld oder im Rahmen einer Transformation, befähigt der Ruf, fair zu sein, Vorgesetzte, ihre Teams erfolgreich zu führen und Veränderungen zu gestalten.

Gleichzeitig ist allen gegenüber „fair sein“ schwieriger, wenn Teammitglieder ganz anders sind, als ich selbst. Weil verschiedene Menschen unterschiedlichen Herausforderungen begegnen. Weil ihnen andere Dinge wichtig sind. Weil sie eventuell nicht so agieren, wie ich es erwarten würde. Das bedeutet für mich als Führungskraft, dass ich – weniger denn je – alle über einen Kamm scheren darf.  Stattdessen  muss  ich  das  Umfeld  und  mein  Verhalten  an  unterschiedliche  Bedürfnisse anpassen, um gleiche Voraussetzungen zu schaffen.

 

Muss man nicht manchmal auch unfaire Entscheidungen treffen, die aber für das Wohl des Unternehmens wichtig sind?

Veronika Hucke: Manchmal muss man harte Entscheidungen treffen, aber unfair sollten sie nicht sein. Ein typischer Fall sind Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage, bei denen Stellen abgebaut werden. Wenn es fair zugeht, wird sowas auf Basis schlüssiger Kriterien entschieden, die für alle gelten. Es bleiben dann die, deren Qualifikationen besonders wichtig sind, die gute Leistung bringen und natürlich gilt es soziale Aspekte zu berücksichtigen.

Unfair wird es, wenn im Endeffekt Sympathie entscheidet. Wenn ich die richtigen Menschen kennen muss, um meinen Job zu behalten oder einen neuen zu finden. Schließlich sind üblicher Weise diejenigen besonders gut vernetzt, die dem „Mainstream“ im Unternehmen angehören. Das liegt daran, dass wir Menschen besonders schätzen, die uns ähnlich sind. „Unterschiede ziehen sich an“, ist zwar ein netter Gedanke, kommt aber selten vor, wenn sich Menschen auf ihr Bauchgefühl verlassen.

 

Was sind die Grundvoraussetzungen für ein faires Führen?

Veronika Hucke: Um fair zu führen muss ich mir bewusst machen, dass ich nicht das Maß der Dinge bin. Dass Menschen sich unterscheiden, unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Stärken haben und Dinge unterschiedlich angehen. Und dass es nicht besser oder schlechter ist, was sie tun, nur weil sie es anders machen, als ich selbst. Stattdessen gilt es, die Vorteile in den unterschiedlichen Angängen zu erkennen und Menschen an den Resultaten zu messen, die sie erzielen.

 

Sind Ihrer Erfahrung nach Frauen oder Männer die faireren Chefs?

Veronika  Hucke:  Das  lässt  sich  so  nicht  beantworten.  Weder  Männer  noch  Frauen  sind  die „besseren“ Menschen. Zwei Faktoren beeinflussen besonders stark, wie wahrscheinlich es ist, dass wir andere fair behandeln.

Zum einen fällt es uns leichter, Menschen, ihre Motivation und ihre Handlungen zu verstehen, wenn sie uns ähnlich sind. Wenn wir die Dinge aus der gleichen Perspektive sehen. Dann ist ihr Verhalten für uns schlüssig und wir können uns leichter einfühlen und angemessen reagieren. Wenn große Unterschiede bestehen, jemand aus einem anderen Kontext kommt und ganz anders „tickt“, ist das viel schwieriger. Dann kann es viel leichter zu Missverständnissen kommen und dadurch auch zu Ungerechtigkeiten.

Der zweite Aspekt sind Stereotype. Sie beeinflussen unsere Erwartungen davon, was Menschen können, welche Stärken sie haben und wie sie sich verhalten sollten. Das führt dazu, dass Menschen, die  unserem  Bild  nicht  entsprechen  oft  Nachteile  erfahren.  Das  kann  Männern  und  Frauen widerfahren. Bei Frauen wird zum Beispiel häufiger hinterfragt, ob sie das Zeug haben, um eine Führungsposition zu übernehmen, ihre Qualifikation wird eher in Frage gestellt, oder sie werden kritisiert, wenn sie nicht „nett“ sind, sondern auch mal entschlossen durchgreifen. Andererseits fragen sich Eltern eventuell, ob ein männlicher Kindergärtner einfühlsam genug ist, um ihr Kind zu betreuen und introvertierte Männer werden häufig als weniger kompetent beurteilt.

 

Sie haben ein Buch über faires Führen geschrieben. Wie kam die Idee zum Buch?

Veronika Hucke: Es gibt unendlich viele Ratgeber über Führung, aber ein Buch, dass das Augenmerk darauf richtet, welchen Einfluss es hat, wenn Menschen unterschiedlich sind, und wie ich als Führungskraft damit umgehe, fehlt. Und das obwohl inzwischen praktisch alle Teams vielfältig sind. Diese Lücke wollte ich füllen.

Der  zweite  Grund:  Auch  in  Deutschland  gehören  inzwischen  „Unconscious  Bias“  Trainings  Seminare,  die  Bewusstsein  dafür  schaffen,  wie  Stereotype  und  unbewusste  Vorbehalte  und Vorurteile   unser   Urteil   beeinflussen   –   zum   Standardrepertoire   in   den   meisten   größeren Unternehmen. Von Vorgesetzten höre ich dann immer wieder, dass sie sie spannend fanden und ihnen  die  Augen  geöffnet  haben.  Nur  wie  sie  ihr  Verhalten  ändern  können,  das  wissen  sie anschließend meistens nicht. Deshalb vermittelt mein Buch „Fair führen“ ganz praktische Tipps, wie ich mit einfachen Mitteln sicherstellen kann, dass mir mein Unterbewusstsein kein Bein stellt und ich unterschiedlichen Menschen gerecht werde.

 

Wer sollte das Buch lesen?

Veronika Hucke: Ich habe das Buch für Führungskräfte geschrieben, um ihnen zu helfen, ganz typische Herausforderungen im Joballtag zu meistern. Selbstverständlich profitieren aber auch Menschen, die geführt werden, davon, wenn sie gruppendynamische Prozesse verstehen. Wenn sie begreifen, was abgeht und wie sie Einfluss nehmen könnten.

 

Fair Führen

Kartoniert, 252 Seiten € 24,95 (D)

ISBN 978-3- 593-51116-0 Oktober 2019

Campus Verlag

 

Über Veronika Hucke:

Veronika Hucke hat fast 25 Jahre in global tätigen High-Tech-Unternehmen gearbeitet und in Deutschland, den USA, Großbritannien und den Niederlanden gelebt. Nach dem Abschluss in „European Business Administration“ der Hochschule Reutlingen  und der Middlesex University startete  sie  ihre  Karriere  als  Pressereferentin  bei  Hewlett-Packard.  Anschließend  hatte  sie Führungsaufgaben  in  den  Bereichen  Personalentwicklung  /  Diversity  &  Inclusion,  Change Management und Kommunikation bei Xerox, Alcatel und Philips inne. Ihre Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet,   unter   anderem   für   „Beste   interne   Kommunikation“,   „Beste   integrierte Kommunikationskampagne“ und „Beste Nachhaltigkeits-Kampagne“. Sie war außerdem in zwei aufeinanderfolgenden Jahren für den European Diversity Award nominiert. Sie ist Mitglied des Kollegiums der „Diversity, Inclusion and Change Academy“ von „The Conference Board“ und war Mitglied des Executive Committees ihres „Diversity in Business Councils“. Heute unterstützt sie als Beraterin internationale Konzerne sowie die UNO in Fragen zu Diversity und Inclusion (D&I).

 

www.di-strategy.com

 

 

 

Foto: “Veronika Hucke”


Fotocredit: Veronika Hucke


Quelle: Veronika Hucke

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