C. Strohmaier: So werden Unternehmen fit für den Börsengang
[Pressemitteilung] 28. November 2018
UnternehmensberaterInnen der UBIT Wien unterstützen KMU bei den Vorarbeiten
Klein- und Mittelbetriebe bekommen ab 21. Jänner 2019 einen einfachen und kostengünstigen Zugang zur Wiener Börse. Mag. Claudia M Strohmaier, Sprecherin der Berufsgruppe Unternehmensberatung in der UBIT Wien begrüßt diese Maßnahme und erklärt, wie KMU sich im Vorfeld am besten auf den Tag-X vorbereiten können. Angefangen von der Umwandlung des Unternehmens in eine AG bis zur klaren Fokussierung des eigenen Geschäftsmodells seien viele Vorarbeiten notwendig. „Unabhängige Unternehmensberatung heißt für mich aber auch, dass man in manchen Fällen vom Börsengang abraten muss“, wie Mag. Strohmaier betont.
„Es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob sich ein Unternehmen ein paar Tage lang auf ein Gespräch für einen Bankkredit vorbereitet oder auf mittlere Sicht einen Börsengang angestrebt“, wie Mag. Claudia M Strohmaier, Sprecherin der Berufsgruppe Unternehmensberatung der Fachgruppe UBIT Wien erklärt. Der erleichterte Börsenzugang für KMU ab dem kommenden Jahr sei grundsätzlich positiv zu bewerten. Umso wichtiger ist im Vorfeld eine ausführliche Unternehmensberatung, die alle individuellen Chancen und Risiken in ein Gesamtkonzept einbindet, um danach gestärkt für die weiteren Verhandlungen einem Börsenbetreiber oder den Investmentbanken entgegenzutreten. Es braucht vorab auch ein Umdenken in den Betrieben, wie Mag. Strohmaier betont: „Vor allem für ein Familienunternehmen ist es oft eine große Umstellung, wenn es Eigentümer hereinholt, die sie nicht persönlich kennt, denen sie aber Mitspracherechte einräumen muss.“ Zugleich ist ein Börsengang auch eine unglaubliche Chance, um die Eigenkapitalbasis zu stärken, eine Internationalisierung voranzutreiben oder von der verstärkten Berichterstattung im Zuge des Börsenganges zu profitieren.
UnternehmensberaterInnen haben ein dichtes Netzwerk
Mag. Martin Puaschitz, Obmann der Wiener Fachgruppe für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT), verweist diesbezüglich auf die Chancen für IT-Unternehmen, die einst als Start-ups gegründet wurden: „Vor allem für stark expandierende Unternehmen bietet ein Börsengang eine gute Gelegenheit frisches Eigenkapital ins Unternehmen zu holen und in eine neue Wachstumsphase zu treten.“ Aber auch für Unternehmen mit mehreren Eigentümern, die eine Handelsmöglichkeit für ihre Anteile suchen, ist die Börse eine Option, die es mittels unabhängiger Beratung abzuwägen gilt. Mag. Strohmaier verweist zudem auf das gute Netzwerk, das viele Wiener UnternehmensberaterInnnen haben – angefangen von Juristen bis zu Anwälten und Steuerberaterinnen. „Gute und unabhängige Unternehmensberatung bedeutet für mich nicht nur, dass man im Bedarfsfall im Vorfeld bei der Umgründung von einer GmbH in eine AG behilflich ist, sondern in manchen Fällen auch von einem Börsengang abrät“, wie Mag. Strohmaier klarstellt. Je nach individueller Situation gibt es immer mehrere Optionen.
Berufsgruppe Unternehmensberatung der Fachgruppe UBIT Wien
Mit rund 22.000 Mitgliedern ist die Wiener Fachgruppe für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) die größte Fachgruppe Österreichs und vertritt als Standesvertretung deren Anliegen und Interessen. Die Berufsgruppe Unternehmensberatung besteht aus rund 7.500 Wiener Unternehmensberaterinnen und Unternehmensberatern, die umfangreiche Beratungsfelder abdecken und zu den wichtigsten Know-how Lieferanten für die Wiener Wirtschaft gehören. Die Berufsgruppe setzt sich vor allem für ein stärkeres Bewusstsein über die Möglichkeiten und Potenziale professioneller Unternehmensberatung ein. Übergeordnetes Ziel ist es, Wien als attraktiven Standort für wissensbasierte Dienstleistungen zu etablieren.
Foto: “Mag. Claudia M Strohmaier (Berufsgruppensprecherin Unternehmensberatung, Fachgruppe UBIT Wien)”
Fotocredit: © Anja-Lene Melchert
Quelle: UBIT