Interview mit Alexandra Wutscher von sehen!wutscher

Interview mit Alexandra Wutscher von sehen!wutscher

Foto: “Alexandra Wutscher” / Fotocredit: © Conny Leitgeb / Quelle: sehen!wutscher

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Alexandra Wutscher ist bei sehen!wutscher für das Personalwesen verantwortlich und als Tochter von Fritz Wutscher sen. ein wichtiger Teil des Familienunternehmens. frauen-business.at hat mit ihr über ihre Rolle im Familienunternehmen gesprochen und darüber, wie sie die Rolle der Frau im Management sieht. Ausserdem verrät sie uns die neuesten Trends am Brillen- und Kontaktlinsenmarkt.

 

f-b.at: Frau Wutscher, Sie sind schon einige Jahre zusammen mit anderen Familienmitgliedern bei sehen!wutscher tätig. Wann und warum haben Sie sich entschieden, ins Familienunternehmen einzusteigen?

A.W.: Im Laufe der Handelsakademie, ca. im Alter von 18 Jahren wurde mir erst so richtig bewusst, wie großartig unser Familienunternehmen ist, welches mein Großvater im Jahr 1966 in Eisenerz gegründet hatte und wie weit das Betätigungsfeld in unseren Unternehmen mittlerweile geworden ist. Ich habe den Schritt ins Unternehmen nie bereut und es ist eine wunderbare Sache gemeinsam als Familie unser Unternehmen weiterzuentwickeln.

 

f-b.at: Gibt es durch die enge Zusammenarbeit Konfliktpotenzial innerhalb der Familie?

A.W.: Wir haben eine Familienverfassung gemeinsam erarbeitet, wo wir bestimmte Regeln definiert haben, wie wir miteinander umgehen, so hat Respekt im täglichen Umgang und Wertschätzung höchste Priorität. Unsere Zusammenarbeit ist auch deshalb so erfolgreich, weil wir uns menschlich so gut verstehen und wir uns in unseren jeweiligen Funktionen und Stärken optimal ergänzen.

 

f-b.at: Wie können Sie Familienleben und Business trennen?

A.W.: Wir versuchen berufliches und privates klar zu trennen. In der Firma sind wir Geschäftspartner und im Privaten bin ich Tochter und Schwester. Wir bemühen uns, dass wir z.B. bei Familienfeiern, gemeinsamen Urlaube etc. nicht über geschäftliche Themen sprechen, auch wenn uns das oft etwas schwer fällt, da wir alle mit voller Leidenschaft dabei sein.

 

f-b.at: Was würden Sie nächsten Generationen raten – ins eigene Unternehmen einsteigen oder ihren Berufsweg lieber außerhalb suchen?

A.W.: Ich würde es der nächsten Generation offen halten. Sollte ich eines Tages eigene Kinder haben, möchte ich, dass sie das ausüben können, was sie gerne machen und ihren Stärken entspricht. Wenn Interesse besteht, würde ich das absolut fördern und mich darüber freuen.

 

f-b.at: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

A.W.: In 5 Jahren sehe ich mich gemeinsam mit meinem Bruder in der Unternehmensführung des größten traditionellen Augenoptikunternehmen Österreichs – unseres Familienunternehmens.

 

f-b.at: Sie sind in einem großen Unternehmen im oberen Management tätig. Führen Frauen ein Unternehmen dessen Mitarbeiter anders als Männer?

A.W.: Ich denke, dass Frauen viele Dinge anders sehen als Männer, darum ist es auch gut eine Frau in der Geschäftsleitung zu haben. Frauen sind, so sehe ich es zumindest, noch etwas fürsorglicher, sensibler und empathischer. Ich sehe es unter anderem als meine Aufgabe im Unternehmen, das Gute und die Qualität zu bewahren, die Mitarbeiterzufriedenheit stets im Auge zu halten.

 

f-b.at: Sie sind als Frau und Familienmitglied in leitender Position eines österreichweiten Unternehmens tätig. Wie gehen Ihre Mitarbeiter mit dieser Position um?

A.W.: Aktuell haben wir 500 Mitarbeiter und pflegen zu allen einen guten Kontakt. Als HR-Leitung kenne ich den Großteil unserer Mitarbeiter persönlich. So ist es auch jedem Mitarbeiter bekannt, dass ich als einzige Frau als Mitglied der Geschäftsführung fungiere. Zumal unsere Mitarbeiter in der internen Alexandra Wutscher Akademie regelmäßig geschult werden und mich somit auch mit dem Bereich der Fort- und Weiterbildung in Verbindung bringen.

 

f-b.at: Wie würden Sie die Unternehmenskultur bei sehen!wutscher beschreiben?

A.W.: Was innerhalb unseres Unternehmens definitiv groß geschrieben wird, sind unsere sehen!wutscher – GLASKLAR Werte: Im Fokus hierbei steht der Zusammenhalt. Sowohl der innerhalb der Familie Wutscher als auch jener, der auf das gesamte Unternehmen. Wir leben sehr humanitäre Werte und uns ist ein respektvoller und wertschätzender Umgang auf allen Ebenen sehr wichtig. Im Allgemeinen soll das gesamte Umfeld so gestaltet werden, dass sich unsere Mitarbeiter in ihrer Arbeit absolut sicher fühlen, sich entfalten können und Freude an ihrem Beruf haben. Diese Freude spüren dann auch unsere Kunden.

 

f-b.at: Denken Sie, dass in Zukunft das Online-Geschäft v.a. mit Kontaktlinsen und Sonnenbrillen einen noch stärkeren Einfluss haben wird?

A.W.: Eine große Rolle wird für uns zukünftig vor allem der Omnichannel-Vertrieb spielen: Wir legen unseren Fokus hierbei verstärkt auf die Verzahnung zwischen dem Offline- und Onlinehandel. Unser Ziel ist es unsere Kunden online abzuholen und dann in den Geschäften vor Ort bestmöglich und kompetent betreuen und zu beraten. Wir investieren viel in unseren Online-Auftritt und so geht in kürzer unser neuer Onlineshop online. Wir bieten den online-affinen Kunden eine tolle Online-Shopping-Experience. Wenn sich unsere Kunden im Anschluss ihre neue Sonnenbrille anpassen lassen wollen, um einen optimalen Sitz zu gewährleisten, können Sie dies in all unseren Filialen österreichweit tun.

Bei Kontaktlinsen setzen wir auf die persönliche Beratung vor Ort. Unsere Meisteroptiker sorgen mit einer professionellen Kontaktlinsen-Anpassung für den perfekten Tragekomfort und beraten unsere Kunden bei der Auswahl der passenden Kontaktlinsen. Man kann allerdings online ganz einfach einen Termin für eine Profi-Kontaktlinsenanpassung buchen.

 

f-b.at: Wie behandelt sehen!wutscher das Thema Nachhaltigkeit?

A.W.: Brillen sind medizinische Hilfsmittel, die der Gesundheit bzw. Lebensqualität dienen. Verglichen mit anderen Notwendigkeiten des täglichen Bedarfs ist die Umweltbelastung hierbei relativ gering. Der Rhythmus der Wiederbeschaffung einer Brille liegt hierbei bei drei bis vier Jahren je Brille. Wir achten darauf, den Kunden stets qualitativ hochwertige Brillen zu empfehlen, Fassungen mit langer Lebensdauer und reparieren defekte Fassungen unserer Kunden. Mit unserem Label FR!TZ 1966 ist es uns außerdem gelungen umweltfreundliche Brillenfassungen aus dem 3D-Drucker auf den Markt zu bringen, die keine Metallteile enthalten und aus veganem, biologisch abbaubarem Biopolyamid gefertigt sind.

 

 f-b.at: Liebe Frau Wutscher, geben Sie uns doch bitte noch ein paar Einblicke in Ihre Branche. Welche Trends in der Brillenmode erwarten uns im Frühjahr? Gibt es neue Materialien oder Farben?

A.W.: Lag der Fokus in dieser Saison auf Oversize-Brillen mit markantem Rahmen, so geht der Trend im Frühling in die filigrane, zarte Richtung: Die neuen Brillen behalten zwar ihre großen Gläser bei und bieten so ein tolles Sichtfeld, doch der Rahmen wird graziler, ist vorzugsweise aus Metall gefertigt. In Sachen Materialien liegt Titan ganz weit vorne. Ein leichtes Metall, das zudem für Allergiker geeignet und prädestiniert für die trendigen dezenten Formen ist.

 

f-b.at: Geht der Trend weg von der Korrekturbrille zu Kontaktlinsen?

A.W.: Nach wie vor bevorzugt der Großteil der Österreicher Brille. Mittlerweile bestimmt auch aufgrund der Tatsache, dass Brillen modisches Accessoire sind und dem Träger einen bestimmten Ausdruck verleihen.

 

f-b.at: Billige Sonnenbrillen kann man mittlerweile überall Sind diese schädlich und worauf sollte man achten?

A.W.: Beim Sonnenbrillenkauf sollte auf jeden Fall der UV-Schutz im Vordergrund stehen. Billig-Sonnenbrillen weisen diesen selten auf, was schädlich für die Augen sein kann. Trägt man eine Brille ohne UV-Schutz, sieht man bei Helligkeit durch die Verdunklung der Gläser zwar gut, die UV-Strahlen können allerdings direkt und ungefiltert in die Augen gelangen und ganz schnell einen Sonnenbrand auf dem Auge verursachen. Mögliche Folgen sind unter anderem eine entzündete Binde- und Hornhaut, was ziemlich schmerzhaft werden kann. Beim Kauf also unbedingt darauf achten, dass die Sonnenbrille zu 100% vor UV-Strahlen schützt, also mit UV400 gekennzeichnet ist. Bei sehen!wutscher bieten wir unseren Kunden übrigens ausschließlich Sonnenbrillen mit UV400.

 

f-b.at: Was ist der Unterschied zwischen Sport- und Sonnenbrillen?

A.W.: Das Thema Sicherheit ist bei der Anschaffung einer Sportbrille im Fokus: Die Brillenfassung soll aus einem bruchsicheren Material gefertigt sein, über bruchfeste Gläser verfügen, einen hohen Tragekomfort aufweisen und einen rutschfesten, sicheren Sitz garantieren.

Bei den Sonnenbrillen stehen hingegen die Ästhetik, Trends und Qualität der Brillengläser, wie 100% UV-Schutz und/oder polarisierende Brillengläser im Vordergrund.

 

f-b.at: Multifokale Kontaktlinsen (Gleitsichtkontaktlinsen) sind ein schwieriges Thema, oft passen sie Wird es da in näherer Zukunft Verbesserungen geben?

A.W.: Multifokal- oder Gleitsichtkontaktlinsen erfordern eine Anpassung durch top ausgebildetes Personal, Augenoptikermeister und konzessionierte Kontaktlinsenanpasser. Man führt eine exakte Bestimmung der Sehstärke durch und plant in der Regel zwei bis drei Termine ein um die Multifokallinsen erfolgreich anzupassen. Nur so können wir unseren Kunden die bestmögliche Sehkorrektur gewährleisten.

In der Kontaktlinsen gibt es stetige Weiterentwicklung. Für uns als Premiumanbieter ist es unser großes Anliegen immer die innovativsten Produkte anzubieten. Unsere Mitarbeiter werden stetig durch unseren internen Fachtrainer auf die neuesten Technologien am Kontaktlinsenmarkt fortgebildet.

 

f-b.at: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Wutscher und weiterhin viel Erfolg und Freude!

 

 

Neben vielfältiger Markenauswahl von international bekannten Top-Marken bis hin zu aktuellsten „Made in Austria Kollektionen“, bietet der fünffache österreichische Service-Champion exklusive und individuelle Beratung per Video-Chat mit einer sehen!wutscher Style-Expertin an.

Unter https://wutscher.com/live-videoberatung/ kann der Beratungstermin gebucht werden.

 

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Über sehen!wutscher

Der steirische Fachoptiker wird seit 1966 nun bereits in zweiter und dritter Generation geführt. An der Seite von Fritz Wutscher setzen Fritz Wutscher jun. und Alexandra Wutscher die traditionelle Leidenschaft der Familie für Brillen fort. Gemeinsam mit dem rund 500-köpfigen sehen!wutscher Team, sorgt das Familienunternehmen österreichweit für bestes Sehen und dabei bestes Aussehen.

Mittlerweile betreibt das Traditionsunternehmen über 80 Filialen in ganz Österreich und setzt weiterhin auf Wachstum. Am 01. April 2021 eröffnete sehen!wutscher als erster traditioneller österreichischer Augenoptiker gleich vier Standorte an einem Tag – davon zwei in Kärnten sowie jeweils eine in Vorarlberg und Wien. In allen Filialen findet man eine Vielzahl an weltbekannten und aktuellen Marken- und Designerbrillen sowie die neuesten Kollektionen “Made in Austria”.

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