Statement: Höllinger fordert Umdenken bei geplanter Paketabgabe
@frauenbusinessatalexa | Wien 2026 | Werbung.Unbezahlt.
„Belastung für kleine und mittelständische Unternehmen und ihre wichtigsten Vertriebskanäle“
Die Ausweitung der ursprünglich geplanten Paketabgabe auf den gesamten Onlinehandel bedeutet für viele Unternehmen eine direkte Versteuerung ihres Online-Versands, was besonders kleine und mittelständische Unternehmen schwer treffen könnte. Onlineshops spielen eine essentielle Rolle, um neue oder kleinere heimische Marken sichtbar zu machen und Innovation zu ermöglichen.
„Wenn die Direktvermarktung für heimische Anbieter zusätzlich besteuert wird, wird sich das im Preis niederschlagen und trifft über lang oder kurz die Konsument:innen. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten kann das nicht im Interesse der Politik sein“, erklärt Axel Fila, Geschäftsführer von Höllinger.
Ungleichbehandlung gegenüber stationärem Handel
Gerade für kleinere und mittelständische Anbieter, die auf alternative Vertriebskanäle angewiesen sind, weil Regalplätze und Listungen hart umkämpft sind, würde diese Abgabe die Wettbewerbsbedingungen weiter verschlechtern.
„Im Lebensmittelbereich mit einer stark konzentrieten Marktmacht kann es nicht sein, dass alternative Vertriebskanäle zusätzlich eingeschränkt werden. Das erhöht die Marktkonzentration weiter und reduziert die Vielfalt für Konsument:innen“, betont Fila.
Das Unternehmen Höllinger sieht in diesem Zusammenhang auch konkrete Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort: „Wenn sich diese Rahmenbedingungen nicht verbessern, werden kleinere Unternehmen prüfen, ihren Webshop in Österreich einzustellen und ihre Infrastruktur ins Ausland zu verlegen.“
Bereits jetzt zeigt sich bei Höllinger eine deutliche Verschiebung in Richtung internationaler Märkte, während ein erheblicher Teil des Direct-to-Consumer-Geschäfts nicht mehr auf Österreich entfällt. Zugleich stellt das Unternehmen klar, dass eine solche Entscheidung nicht aus strategischem Interesse, sondern aus wirtschaftlicher Notwendigkeit getroffen würde: „Wir können den heimischen Markt nicht dauerhaft mit Erträgen aus dem Export querfinanzieren. Das ergibt betriebswirtschaftlich keinen Sinn.“
Konkrete Auswirkungen auf Investitionen und Arbeitsplätze
Neben den unmittelbaren Markteffekten verweist das Unternehmen auch auf die kumulative Belastung für Unternehmen in Österreich. Hohe Marktkonzentration im Handel, eine vergleichsweise geringe Marktgröße sowie zunehmende regulatorische Anforderungen würden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereits heute erschweren.
„Zusätzliche bürokratische und kostenintensive Maßnahmen – etwa keine einheitliche europäische Regelung für Einwegpfand oder neue Steuerlasten – führen dazu, dass wirtschaftlich nachhaltiges Arbeiten immer schwieriger wird. Für kleinere Marktteilnehmer kann das existenzbedrohend sein“, erklärt Fila.
Folgen für Innovation und Produktionsstandort
Langfristig sieht die Firma Höllinger auch Auswirkungen auf Produktentwicklung und Produktion. „Das führt dazu, dass wir Produkte künftig nicht mehr primär für den österreichischen Markt entwickeln, sondern von Anfang an für größere europäische Märkte konzipieren. In weiterer Folge stellt sich auch die Frage, ob Österreich als Produktionsstandort wettbewerbsfähig bleibt, wenn andere Länder deutlich günstigere Rahmenbedingungen bieten“, so Fila.
Appell an die Politik
Abschließend richtet der Getränkehersteller Höllinger einen klaren Appell an die politischen Entscheidungsträger:innen: „Die Ausweitung der Paketabgabe droht genau das Gegenteil von dem zu bewirken, was beabsichtigt ist: Sie belastet vor allem heimische, kleinere Anbieter, schwächt den Wettbewerb und gefährdet Investitionen sowie Arbeitsplätze in Österreich. Zudem wird sich das im Preis niederschlagen und Konsument:innen mittel- bis langfristig treffen. Diese Entwicklung sollte dringend gestoppt werden“, betont Fila abschließend.